Darum gehts
- Lindsey Vonn kämpft sich nach ihrem üblen Sturz in den Alltag zurück
- Nun hat sie sich erstmals zu ihrer Ski-Zukunft geäussert
- Ob sie abermals zurückkehrt, lässt die Amerikanerin allerdings offen
2141 Tage nach ihrem Rücktritt hat Lindsey Vonn (41) im Dezember 2024 ihr Comeback gegeben. Ihr Ziel: die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2026.
Ihr Traum von einer weiteren Medaille endet allerdings in einem Albtraum. Acht Tage vor der Olympia-Abfahrt reisst sie sich das Kreuzband im linken Knie, lässt sich aber das Rennen in Cortina (I) trotzdem nicht entgehen – und stürzt nach 13 Sekunden heftig. Die brutale Diagnose: komplizierter Schienbeinbruch im rechten Bein.
Ist das der unrühmliche Schlusspunkt unter ihre zweite famose Karriere? Denn Vonn lässt die Ski-Welt staunen. Trotz Teilprothese im rechten Knie fährt sie an der Spitze mit, verpasst in den neun Rennen, die sie bestreitet, nur zweimal das Podest.
Nach wenigen Wochen zurück im Kraftraum
Ihr Fokus gilt nach dem Sturz der Genesung. Regelmässig informiert sie über ihre Fortschritte. Fünf Operationen muss sie über sich ergehen lassen, die Ärzte retten ihr Bein vor einer Amputation. Drei Wochen nach dem Sturz sitzt Vonn noch immer im Rollstuhl, trainiert aber bereits wieder im Kraftraum. Und das, obwohl sie selber sagt: «Es wird etwa ein Jahr dauern, bis alle Knochen verheilt sind.»
Nur zu ihrer sportlichen Zukunft hat sie sich nie geäussert – bis jetzt. Denn nun hat Vonn auf der Plattform X überraschend ein paar emotionale Zeilen dazu verfasst. «Nein, ich bin noch nicht bereit, über meine Zukunft im Skisport zu sprechen», betont sie allerdings gleich zu Beginn.
Sie sei bereits sechs Jahre lang in Ski-Rente gewesen und habe ein wunderbares Leben abseits des Sports. «Es war unglaublich, mit 41 Jahren wieder die Nummer 1 der Welt zu sein und neue Rekorde in meinem Sport aufzustellen», blickt sie stolz auf das Erreichte zurück. Und fügt hinzu: «Aber in meinem Alter bin ich die Einzige, die über meine Zukunft entscheidet. Ich brauche von niemandem die Erlaubnis, das zu tun, was mich glücklich macht.»
«Habe noch viel Leben vor mir»
Weiter führt sie aus: «Vielleicht bedeutet das, wieder Rennen zu fahren, vielleicht auch nicht. Das werde die Zeit zeigen.» Offenbar ist sie immer wieder darauf angesprochen worden, was Vonn nervt. «Hört auf, mir zu sagen, was ich tun oder nicht tun soll», bittet sie. Sie werde dies mitteilen, sobald sie eine Entscheidung getroffen habe.
Denn nur weil sie noch nicht dazu bereit sei, über ihren Rücktritt zu sprechen, heisse das nicht, dass sie weiter Rennen fahre. «Es bedeutet, dass ich noch nicht bereit bin, darüber nachzudenken.» Reha und Genesung seien aktuell das Wichtigste, erst später entscheide sie, wie es in ihrem Leben weitergehe. Denn: «Ich habe noch viel Leben vor mir.»