Darum gehts
- In ihrem Podcast spricht Mikaela Shiffrin erstmals über die Krebserkrankung ihrer Mutter
- Eileen Shiffrin hat die Diagnose im Herbst nach einer Kontrolluntersuchung bekommen
- Inzwischen hat sie die Behandlung hinter sich, die beiden sprechen gemeinsam darüber
Mikaela Shiffrin (31) hat vor der letzten Saison eine riskante Entscheidung gefällt. Sie hat ihren Psychologen in ihr Team integriert. Aber für die US-Amerikanerin gab es in letzter Zeit zahlreiche weitere Herausforderungen.
In der jüngsten Folge ihres Podcasts «What's the Point» ist ihre Mutter Eileen Shiffrin (66) zu Gast. Und die beiden enthüllen den traurigen Grund, wieso die Mutter nicht wie üblich bei allen Rennen ihrer Tochter vor Ort war: Bei Eileen Shiffrin wurde im Herbst Krebs diagnostiziert. «Du hast dich mein ganzes Leben um mich gekümmert, jetzt musst du dich um dich selbst kümmern», so Mikaela Shiffrin. Für sie ist es der zweite schwere Schicksalsschlag, nachdem ihr Vater Jeff (†65) vor sechs Jahren unerwartet verstorben ist.
Die Erkrankung machen sie bewusst erst jetzt publik. Auch wenn Eileens Abwesenheit im Skizirkus aufgefallen ist. Trainer und Team, aber nicht Shiffrin selber, wurden nach ihr gefragt. Um das zu beenden, haben sich Mutter und Tochter einer Notlüge bedient. Sie behaupteten, Eileen Shiffrin habe ein Haus gekauft, das sie am Einrichten sei.
Fast zu beschäftigt für Vorsorge
In Wahrheit macht sie eine harte Zeit durch. Die Krebsdiagnose bekommt sie zufällig – der Tumor wird bei einer vorsorglichen Darmspiegelung entdeckt. Ein Termin, den sie beinahe nicht wahrgenommen hätte. «Man will Dinge einfach aufschieben», erklärt sie ihrer Tochter. «Ich hätte es fast getan, weil ich dachte: ‹Ich bin so beschäftigt. Ich habe keine Zeit.›»
Zum Glück hat sie das nicht getan. Mit der Diagnose hat sie nicht gerechnet. «Ich kann gar nicht genug betonen, dass man Vorsorgeuntersuchungen regelmässig machen soll», betont sie. Wegen einer Chemo und Bestrahlung verpasst sie das Sommer-Trainingslager ihrer Tochter sowie einige Rennen.
Erstmals Sölden ohne Mama
«Ich bin das erste Mal in Sölden gestartet, ohne dass du dabei gewesen bist», sagt Mikaela Shiffrin. Während sie die Rennen fährt, kämpft ihre Mutter mit den Nebenwirkungen ihrer Behandlung. Wie es aktuell um ihre Gesundheit steht, lassen die beiden offen. Aber im Dezember ist sie zurück am Weltcup, reist nach Europa. Und ist im Februar auch beim Olympiasieg ihrer Tochter live dabei.
Die Verbindung zwischen den beiden ist tief, Eileen ist unglaublich stolz auf ihre Tochter. Nach der harten Zeit haben sie auch dank Shiffrins Erfolgen wieder vermehrt Grund zur Freude. Aber nicht nur deswegen. Denn wie sie am Ende des Podcasts verraten, gibts bald Familienzuwachs. Shiffrins Bruder Taylor wird Papi.