Seit Mikaela Shiffrin im Februar 2018 Silber in der Kombination gewonnen hat, funktionierts an Olympischen Spielen nicht mehr. In acht Rennen ist die Amerikanerin seither als Medaillenanwärterin gestartet, mehr als zwei 4. Plätze haben nicht herausgeschaut. Überwindet sie heute, wo sie als siebenfache Saisonsiegerin die Topfavoritin ist, ihr Trauma? Im 1. Lauf macht Shiffrin eine Ansage, fährt eine deutliche Bestzeit. Hinter ihr liegen die Deutsche Lena Dürr (+0,82) und überraschend die Schwedin Cornelia Öhlund (+1,00) auf Podestkurs.
Unsere beiden Trümpfe liegen in Lauerstellung. Camille Rast ist zur Halbzeit Vierte (+1,05) und Wendy Holdener liegt auf Rang 5 (+1,16). Die Medaillen sind in Griffnähe. «Ich habe nichts zu verlieren – das hatte ich vorher schon nicht», meint Holdener ins SRF-Mikrofon. «Es gibt nur eines: Einen richtig guten Lauf zeigen und dann schauen, was es gibt.» Die anderen beiden Schweizerinnen können mit fehlerhaften Fahrten nicht mithalten. Mélanie Meillard liegt 1,94 Sekunden zurück, bei Eliane Christen sinds zweieinhalb Sekunden.
Der 2. Lauf beginnt um 13.30 Uhr.
Das war es für den Moment erstmal vom olympischen Slalom der Frauen. Die Entscheidung über Gold, Silber und Bronze fällt dann ab 13:30 Uhr und wir sind natürlich rechtzeitig wieder live dabei. Bis später!
Im österreichischen Lager hatte man sich vom ersten Lauf wohl mehr erhofft. Als beste ÖSV-Athletin rangiert Katharina Huber mit 1,55 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf Platz neun. Abgeschrieben ist eine Medaille aber noch nicht, denn Huber und auch der direkt hinter ihr liegenden Katharina Truppe fehlen fehlt nur eine gute halbe Sekunde auf den Bronzerang. Katharina Gallhuber kam auf Rang 25, Lisa Hörhager auf 32.
Camille Rast liegt als beste Schweizerin nach dem ersten Durchgang ganze fünf Hundertstel hinter dem Bronzerang und fährt im Finale voll um die Medaillen mit. Wendy Holdener liegt nur weitere elf Hundertstel zurück und kann von Platz sechs im zweiten Durchgang auch noch auf Edelmetall hoffen. Melanie Meillard (14.) und Elina Christen (22.) bräuchten derweil schon einen Traumlauf, um sich nochmal vorne anzumelden.
Mittlerweile ist der erste Durchgang des olympischen Slaloms auch offiziell beendet. An der Spitze thront wenig überraschend Mikaela Shiffrin, die der Konkurrenz im ersten Lauf mal wieder das Fürchten gelehrt hat und mit satten 0,82 Sekunden Vorsprung in ihre Goldmission geht. Erste Verfolgerin der US-Ski-Queen ist Lena Dürr, die mal wieder eine tollen ersten Lauf in den Schnee gezaubert hat und von einer Medaille träumen darf, wenn sie denn auch den Zweiten mal ordentlich ins Ziel bringt. Auch Emma Aicher hat von Platz acht noch Chancen auf Edelmetall, denn auf Bronze fehlen nur drei Zehntel.
In den letzten Minuten haben sich auf der Tofana Olympia-Debütantinnen aus Südafrika, Malaysia und Trinidad & Tobago präsentiert. Und auch wenn die Leistungen dürftig und die Rückstände riesig sind, strahlen die Damen, die bis ins Ziel durchkommen, stets über beide Ohren und lassen sich für ihren Auftritt vom Publikum feiern als hätten sie eine Medaille gewonnen. Hier gilt wirklich noch das olympische Motto "Dabeisein ist alles".
Mittlerweile lebt auf der Piste vor allem wieder der olympische Geist auf und viele Nationen, die im Weltcup nie dabei sind, dürfen sich präsentieren. Erstmal haben die Vereinigten Arabischen Emirate mit Piera Hudson eine Olympionikin am Start. In die Top 30 geht es dabei bisher für niemanden mehr.
Da für diesen Slalom unglaubliche 95 Fahrerinnen gemeldet sind, wurde das Startintervall mittlerweile stark verkürzt und eine Athletin nach der anderen schmeisst sich in den Hang. Allerdings kommt aktuell kaum noch jemand unten an und die Ausfälle häufen sich.
Mittlerweile sind die Top 30 des Weltcups im Ziel und so langsam werden die Namen auf der Piste immer unbekannter. An der Führung von Mikaela Shiffrin wird sich aller Voraussicht nach nichts mehr ändern. Die US-Amerikanerin hat allen Kritikern nach ihrem Patzer in der Kombination und dem vermeintlich zu grossen Druck bei Olympia eine perfekte Antwort gegeben und fast der gesamten Konkurrenz mindestens eine Sekunde mitgegeben. Einzig Lena Dürr (0,82 Sek.) bleib unter einer Sekunde und ist damit voll auf Medaillenkurs. Cornelia Öhlund und Camille Rast sitzen der Deutschen im Nacken. Emma Aicher fehlen als Achte auch nur drei Zehntel zu Edelmetall.
Kommt A.J. Hurt heute mal durch? Ja! Die US-Amerikanerin bleibt bis zum letzten Schwung konzentriert und kann von Platz 17 aus im Finale angreifen.
Alison Nullmeyer kommt auf einer Piste, die nach wie vor gut zu fahren ist, auch solide durch und lässt sich für den zweiten Lauf Chancen auf ein Top-Ten-Resultat offen.



