Darum gehts
- Tadej Pogacar gewinnt Tour de Suisse mit 6:32 Minuten Vorsprung
- Grösster Vorsprung seit Hans Junkermann 1959 mit 10:19 Minuten
- Marc Hirschi bester Schweizer, Platz 18 in der Gesamtwertung mit 16 Minuten Rückstand
1, 12, 4, 14, 5 und 9. Das sind nicht die Lottozahlen. Nein, es sind Vorsprünge der Tour-de-Suisse-Sieger in diesem Jahrtausend. Elfmal betrug die Reserve auf den Zweiten weniger als 20 Sekunden. Und heute? Da gewinnt Tadej Pogacar die Gesamtwertung mit 6:32 Minuten. Eine kleine Rad-Weltreise. Und das, obwohl die neue Tour de Suisse nur noch fünf Etappen lang ist. Der Letzte, der einen grösseren Vorsprung als Pogacar hatte, war der Deutsche Hans Junkermann im Jahr 1959 – 10:19 Minuten.
«Ich bin sehr glücklich», sagt er. Der Fahrplan für den Tour-de-France-Sieg Nummer 5 stimmt. Während andere ihr Limit längst erreicht haben, wird Pogacar besser und besser. Auch in der Schlussetappe hinauf nach Villars-sur-Ollon VS dominiert er nach Belieben. Genau so, wie es SRF-Experte Mathias Frank prognostiziert hatte: «Er gewinnt hier hinauf auch mit einem Bein.»
Hirschi als bester Schweizer Gesamt-18.
Trotzdem erlebte Pogacar zuletzt in der Schweiz auch schlimme Momente. Seine Verlobte Urska Zigart (29, Sln) stürzte bei der zweiten Etappe in Locarno TI schwer, brach sich den Kiefer. «Sie ist eine Kämpferin und will, dass ich das Gelbe Trikot nach Hause bringe», sagte er danach.
Gesagt, getan. Pogacar gewinnt nicht nur die Gesamtwertung, sondern auch die Schlussetappe solo. «Es war ein brutaler Tag, extrem heiss. Aber es war wichtig, für die Tour de France zu testen», sagt Pogacar. «Nun freue ich mich, nach Hause zu Urska zu gehen.»
Mauro Schmid (26) ist in der Königsetappe als 15. der beste Schweizer. Er ist lange auf der Flucht und verliert 3:26 Minuten. In der Gesamtwertung ist Marc Hirschi (27) der beste Eidgenosse. Er ist 18. mit mehr als 16 Minuten Rückstand.