Darum gehts
- Filippo Colombo startet trotz Verletzung am Sonntag bei der Mountainbike-EM in der Schweiz
- Nach Beinbruch und Entzündungen hatte Colombo seine Teilnahme lange offen gelassen
- Rennen um 16.10 Uhr, Heim-EM in der Schweiz mit grossem Publikumserfolg
Filippo Colombo (28) kann doch aufatmen. Bis zuletzt musste der Tessiner um seinen Start beim Heimrennen an der Mountainbike-EM zittern. Nach dem Abschlusstraining bestätigt er gegenüber Blick am Sonntagmorgen aber: Er wird am Nachmittag im olympischen Cross-Country antreten (16.10 Uhr).
Nach seinem Beinbruch kämpft Colombo noch immer mit den Folgen der Verletzung. Der Shorttrack am Donnerstag hinterliess Spuren. «Es ist noch etwas entzündet. Die Belastung hat sicher nicht gutgetan», sagte er bereits am Freitag gegenüber Blick. Vor allem bei explosiven Belastungen spüre er das Bein noch. «Meine Basis ist noch sehr gut. Was mir fehlt, sind die intensiven Einheiten, die ich wegen der Verletzung verpasst habe.»
Noch am Freitag hatte Colombo seine Chancen auf einen Start auf «ziemlich 50:50» beziffert. Den Entscheid wollte er erst nach dem Abschlusstraining fällen. Nun ist klar: Der Tessiner kann das Heim-Highlight doch bestreiten.
Donnerstag, 30. Juli 2026
17.30 Uhr: Short Track (XCC) Frauen Elite
18.15 Uhr: Short Track (XCC) Männer Elite
Sonntag, 2. August 2026
13.30 Uhr: Cross Country (XCO) Frauen Elite
16.10 Uhr: Cross Country (XCO) Männer Elite
(Beide Rennen live auf SRF)
Donnerstag, 30. Juli 2026
17.30 Uhr: Short Track (XCC) Frauen Elite
18.15 Uhr: Short Track (XCC) Männer Elite
Sonntag, 2. August 2026
13.30 Uhr: Cross Country (XCO) Frauen Elite
16.10 Uhr: Cross Country (XCO) Männer Elite
(Beide Rennen live auf SRF)
Was sagt eigentlich seine Freundin?
Seine Freundin, die Medizinerin ist, hätte den Kampf gegen die Schmerzen allerdings lieber etwas vorsichtiger gesehen. «Sie hat mir mehrmals gesagt, ich solle etwas vorsichtiger sein», erzählt Colombo mit einem Schmunzeln. Hätte er passen müssen, wäre sein Einsatz trotzdem gesichert gewesen. «Dann stehe ich vielleicht an der Bar. Ein Bier für die anderen – und helfe als Barkeeper», sagte er. Schliesslich sind sowohl er als auch sein Vater in die Organisation der Heim-EM eingebunden.
Dazu kommt es nun nicht. Statt hinter dem Zapfhahn steht Colombo am Sonntagnachmittag an der Startlinie. Nach dem Schweizer Traumstart mit dem Doppelsieg von Frei und Keller und Bronze durch Dario Lillo im Shorttrack sowie Gold im Team Relay am Freitag soll die Erfolgsserie am Schlusstag weitergehen. Vor allem bei den Frauen ruhen grosse Medaillenhoffnungen auf dem Heimteam, aber auch die Schweizer Männer wollen um die Spitzenplätze kämpfen. Besonders freut den Tessiner, dass die Heim-EM auch neben der Strecke ein Erfolg ist. «Es macht mich mega glücklich, all die Kinder hier zu sehen. Das bereitet mir persönlich am meisten Freude an unserem Sport.» Nun will Colombo vor Heimpublikum seinen Teil zu einer bereits erfolgreichen Heim-EM beitragen.