Nati-Coach Fischer gibt Einblick ins Team-Leben nach Fiala-Schock
«Kevin möchte so schnell wie möglich zurück zum Team»

Nati-Trainer Patrick Fischer steht im Regen vor dem Olympischen Dorf und gibt ein Update zum Gesundheitszustand von Kevin Fiala. Zumindest bei Denis Malgin und Andrea Glauser besteht noch Hoffnung fürs letzte Gruppenspiel gegen die Tschechen.
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Spieler und Staff beobachten gebannt, was mit dem verletzt auf dem Eis liegenden Kevin Fiala passiert.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Kevin Fiala wurde operiert, ist stabil und wird betreut
  • Ausfall-Dauer von Fiala bleibt in Absprache mit den LA Kings geheim
  • Bei Malgin und Glauser besteht Hoffnung fürs Spiel gegen Tschechien
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Nicole Vandenbrouck aus Mailand

Blick: Patrick Fischer, die Frage, die die ganze Hockey-Welt interessiert: Wie geht es Kevin Fiala am Tag nach seinem Verletzungsdrama?
Patrick Fischer: Sicherlich geht es ihm moralisch nicht gut. Es war ein mühsamer Moment für Kevin, wie für uns alle auch. Aber das Positive ist: Er wurde erfolgreich operiert, ist in guten Händen, sein Vater ist auch bei ihm. Und seine Frau Jessica, die in Los Angeles weilt, wird auch von uns betreut. Kevin möchte so schnell wie möglich zurück zum Team kommen.

«Kevin wurde erfolgreich operiert»
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Fischer gibt Fiala-Update:«Kevin wurde erfolgreich operiert»

Hinsichtlich der Heim-WM fragt man sich natürlich, wie lange Fiala ausfällt?
Das geben wir in Absprache mit den LA Kings nicht bekannt.

Wie war es nach dem Spiel in der Garderobe? Wurden noch Gespräche geführt, damit das Team es besser verarbeiten kann?
Ja. Nach den Interviews laufen die Spieler aus, danach treffen wir uns für ein Abschluss-Meeting. Logischerweise waren es keine schönen Gefühle. Es war ein trauriger Abend. Kevin hat sich verletzt, mit Denis Malgin und Andrea Glauser sind zwei weitere Spieler angeschlagen. Dann kam noch die Niederlage dazu. Gegen Kanada hatten wir uns mehr erhofft. Aber das müssen wir heute erst einmal schlucken und verarbeiten. Die Mannschaft hat heute frei, es war ein mental und physisch hartes Spiel. Morgen greifen wir gegen die Tschechen wieder gemeinsam an.

Haben Sie auch ein paar Momente gebraucht, um damit umgehen zu können?
Es ist das Schlimmste in unserem Sport, wenn ein Spieler auf dem Eis liegen bleibt. Es war auch für mich ein trauriger Moment.

Sie haben sich so gefreut, hier mit dem besten Team in Ihrem Jahrzehnt als Nati-Trainer antreten zu können …
Das ist so. Aber wir haben immer noch eine Top-Mannschaft hier. Klar, der Ausfall von Kevin war ein harter Schlag. Wir haben das bereits letztes Jahr an der WM erlebt, als Nico Hischier ausgefallen ist. Ich kenne mein Team. Wir rücken jetzt noch stärker zusammen. Es gilt nun, einen klaren Kopf zu bekommen, zu analysieren, was wir gut gemacht haben gegen Kanada. Da gab es einiges. Und am Sonntag folgt das nächste Spiel.

Wie sieht es mit Denis Malgin und Andrea Glauser aus hinsichtlich des Duells gegen die Tschechen?
Sie befinden sich in der Therapie. Denis beklagt Schulter- und Andrea Nackenprobleme. Wir müssen von Tag zu Tag schauen.

Trotzdem ist klar, dass es zu Umstellungen im Line-up kommt. Dennoch haben Sie heute auf ein Training verzichtet in der neuen Konstellation?
Heute war es wichtiger, mal nicht ins Stadion zu gehen. Wir haben zwei harte Tage hinter uns. Ja, gewisse Dinge im Line-up müssen wir ändern. Aber mir geht es mehr darum, dass die Mannschaft unsere Spielweise schneller findet. Wir sind noch nicht dort, wo wir wollen. Wir wussten, dass es ein bisschen Zeit braucht, aber wir wollten uns von Match zu Match steigern. Der Fokus ist, dass wir gegen die Tschechen 60 Minuten lang unser Hockey spielen.

Wie schalten Sie heute noch ab?
Heute ist Valentinstag und mein Schatz ist auch in der Stadt.

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