Darum gehts
- Noemi Ryhner verpasst Olympia-Bronze wegen Verletzung Mitte Januar
- Mitspielerinnen würdigen Ryhner, schwenken ihr Trikot Nummer 24
- Schweizer Frauen-Nati feiert ihre Medaille am Freitag im House of Switzerland
Die Medaillenfeier des Olympia-Frauen-Turniers steht in der Arena Santa Giulia in Mailand kurz bevor, da humpelt Noemi Ryhner an Krücken Richtung Stadion. Wenige Stunden zuvor sieht die 25-Jährige zu Hause in Zug, wie ihre Nati-Teamkolleginnen den Bronze-Triumph auf dem Eis bejubeln. Noch viel emotionaler für sie: Siegtorschützin Alina Müller schwenkt ihr Tenü mit der Nummer 24 – und macht sie so zum Teil des Bronze-Teams 2026.
Denn das hätte die EVZ-Stürmerin eigentlich sein sollen. Bis zu jenem fatalen Moment im Cup-Halbfinal gegen die ZSC Lions Mitte Januar: Eine Mitspielerin fällt unglücklich auf Ryhners Bein, sie zieht sich einen Wadenbeinbruch zu, der eine Operation nötig macht – er bedeutet das Olympia-Aus für sie. «Das hat mir mein Sportlerinnen-Herz gebrochen», beschreibt sie. Der Nati zuschauen zu müssen, statt mit ihr auf dem Eis zu stehen, ist für Ryhner sehr emotional.
Denn vor dem Unfall hat sie sich stark gefühlt und bereit fürs Olympia-Abenteuer. «Endlich wollte ich mein Potenzial auch international zeigen.» Vor vier Jahren in Peking ist Ryhner eben erst von einer Verletzung zurückgekehrt und noch nicht in Top-Form gewesen. Daher die grosse Enttäuschung. Dass sie nun bei den Bronze-Feierlichkeiten im House of Switzerland in Mailand vom Freitagabend dabei sein kann, tröstet sie vielleicht etwas darüber hinweg.
