Ein Fall für die Kriminalpsychologin
Löst Nati-Goalie Brändli auch den Schweden-Krimi?

Die Schweizerinnen brauchen einen Sieg gegen Schweden für Olympia-Bronze. Unsere Nati-Torhüterin Andrea Brändli kennt die Gegnerinnen bestens – sie ist seit drei Jahren Profi in deren Heimat. Die Kriminalpsychologin ist gerüstet fürs grosse Duell.
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Torhüterin Andrea Brändli geht voran mit starken Leistungen und ist ein Rückhalt für die Nati.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nati-Torhüterin Andrea Brändli ist bereit für Bronze-Match gegen Schweden
  • Die Psychologin nutzt mentale Techniken, um Nervosität positiv zu kanalisieren
  • Brändli studierte Kriminologie, Psychologie und absolvierte 2023 ein Fedpol-Praktikum
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Nicole Vandenbrouck aus Mailand

Es ist ein Déjà-vu und vielleicht gutes Omen: Beim historischen Olympia-Bronze-Coup von 2014 in Sotschi haben die Schweizerinnen im Halbfinal knapp gegen Kanada (1:3) verloren und dann Schweden 4:3 niedergerungen für die Medaille. Die erste in der Geschichte unserer Frauen-Nati. In Mailand ist es ein noch knapperes 1:2 gegen Kanada. Und nun wartet am Donnerstag (14.40 Uhr) erneut Schweden im Duell um Bronze. Ein Team, das in der Reichweite unserer Nati liegt.

Wie bereits im Halbfinal wohl der Rückhalt: Torhüterin Andrea Brändli, die gegen die Schwedinnen im Kasten stehen dürfte. Aus guten Gründen. Die 28-Jährige hext seit drei Jahren in der SDHL in der Heimat der Gegnerinnen, ist dort Profi-Spielerin. Das verändert die Ausgangslage für die Zürcherin seit ihrem Wechsel nach fünf Jahren in der US-College-Liga nochmals komplett – zum Positiven. «Wenn man sich zu hundert Prozent auf nur eine Sache fokussieren kann, hat das einen extrem positiven Einfluss», so Brändli, «und die Auswirkungen auf meine Leistung und mein Niveau sind gross.»

Die Nati-Keeperin kann das gut einschätzen, denn sie weiss, wovon sie spricht. Der Grund? Brändli hat in den USA Kriminologie und Psychologie studiert, darin den Bachelor gemacht sowie den Master in Cybercrime angehängt. Im Sommer 2023 absolviert sie in der Schweiz ein Praktikum bei Fedpol, dem Bundesamt für Polizei. Danach lässt sie sich in Schweden zudem im Fernstudium zur Kriminalpsychologin zertifizieren. Die Profi-Keeperin ist also bestens gerüstet für den Bronze-Krimi. Ihre mentale Widerstandskraft ist eine ihrer Stärken.

Früherkennung ist das Wichtigste

Analysiert sie sich jeweils selbst? «Per se nicht», sagt Brändli, «das ist bei sich selbst manchmal schwierig.» Ihre Ausbildung bringt ihr aber einen grossen Vorteil: «Sie hilft mir, meine Verhaltensmuster und Denkweisen früh zu erkennen.» Daran scheitern Menschen oft und merken erst zu spät, wenn sie mental überfordert und an ihren Grenzen sind. Das frühe Erkennen des geistigen Zustandes sei das Wichtigste, «dann kann man handeln und im Moment bleiben. Ich kann meine Gedanken gut kontrollieren, das half mir schon im Halbfinal».

Dabei ist es nicht so, dass Psychologin Brändli nie nervös ist, im Gegenteil. «Aber die meisten Leute denken, dass Nervosität etwas Negatives oder eine Angst ist. Man kann sie jedoch gut ins Positive ummünzen», erklärt sie, «zum Beispiel in Vorfreude oder die Fähigkeit, den Moment zu geniessen.» Denn unter dem Strich – und so hält sie es – geht es auch im Bronze-Match wie in jedem anderen Spiel darum, Schuss für Schuss zu parieren. «Es hilft, nicht schon zu weit zu denken.» Diesen Tipp hat ihr auch Sotschi-Bronze-Heldin Florence Schelling (36) gegeben.

Brändli bestätigt, dass es ihr zusätzliche Sicherheit gibt, dass sie die Schwedinnen, ihre Spielweise und auch Körpersprache gut kennt. Mit Modo (Örnsköldsvik) hat die Torhüterin 2024 die Playoff-Finalrunde bestritten. Sowie mit der Schweiz schon grosse Spiele. Das in sie gesteckte Vertrauen bestärkt sie. Und wenn Nati-Trainer Colin Muller sie der ebenfalls starken Saskia Maurer (24) vorziehen würde fürs Bronze-Spiel, «dann ist das ein unglaubliches Gefühl, das kaum in Worte zu fassen ist».

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