Schweizer Eishockey-Frauen feiern Bronze ausgiebig
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Tänzchen und Familienfreuden:Schweizer Eishockey-Frauen mit grosser Bronze-Party

«Eine neue Story geschrieben»
Emotionale Achterbahnfahrt der Eishockey-Nati zu Olympia-Bronze

51 Sekunden vor Ende der Verlängerung macht Alina Müller die Schweizerinnen zu Bronze-Heldinnen. Zum zweiten Mal nach Sotschi 2014. «Endlich müssen wir nicht mehr über damals reden, wir haben eine neue Story geschrieben», sagt die Siegestorschützin.
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Die Schweizerinnen Stunden nach dem Sieg bei der Siegerehrung.
Foto: IMAGO/Bildbyran

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Schweiz gewinnt Bronze im Frauen-Hockey gegen Schweden in der Overtime.
  • Alina Müller erzielt das Siegestor 51 Sekunden vor Ende der Verlängerung.
  • Ivana Wey kann vergebenen Penalty wegstecken und gibt Pass zu Siegestor
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Nicole Vandenbrouck aus Mailand

Es ist ein Schweden-Krimi, den die Schweizerinnen in diesem Bronze-Match lösen müssen. Mit vielen Wendungen: Vergebener Penalty, 0:1-Rückstand, postwendender Ausgleich, Lattentreffer in der Overtime. Und dem Happy End. Die Nati fährt eine emotionale Achterbahn bis zum 2:1-Sieg 51 Sekunden vor Ende der Verlängerung. Alina Müller hängt den Puck unter den Netzhimmel, «es war ein super Pass von Ivana (Wey, die Red.), ich musste nicht mehr viel machen», erklärt die Profi-Spielerin (Boston, PWHL).

Kriminalpsychologin Andrea Brändli löst wie gefordert den Schweden-Krimi. Bis auf einen für sie verdeckten Schuss hält die Torhüterin alles, was es zu halten gibt. In der Overtime ist die Schweiz das mutigere Team mit den besseren Chancen. «Ich war froh, dass wir meistens im Puckbesitz waren», gesteht sie lachend und beschreibt: «Alina ist vor der Verlängerung in sich gegangen. Ich vertraute darauf, dass sie es in sich hat.»

Müller löst auf: «Ich habe meine Energie gebündelt. Ich wusste, dass der Sieg möglich ist.» Dass der 27-Jährigen nach Sotschi 2014 ein zweites Mal das entscheidende Tor gelungen ist und sie erneut Bronze geholt hat – für Müller ist es so kurz nach dem Triumph noch surreal. «Aber endlich müssen wir nicht mehr über damals reden, wir haben eine neue Story geschrieben.»

«Wir glaubten noch mehr daran»

Für Ivana Wey ist dieses Duell ein Wechselbad der Gefühle. Sie ist es, die in der 7. Minute einen Penalty rausholt – und vergibt. «Natürlich hatte ich danach den Gedanken, was wenn?», gesteht die 20-Jährige. «Aber das Team hat mich gut aufgefangen. Die Pause rettete mich, ich konnte es ausblenden.» Und wie: Mit ihrem Zuckerpässchen zum Siegestor macht sie es mehr als gut. Die überstandene Strafe in den zwei Schlussminuten der regulären Spielzeit habe dem Team nochmals einen Energieschub gegeben. «Wir glaubten noch mehr daran. Vor der Verlängerung fühlte es sich so an, als gehöre das Spiel uns. Wir haben nie aufgegeben. Ich habe jetzt noch Gänsehaut.»

Geht es nach den Spielerinnen, soll dieser Bronze-Triumph dem Schweizer Frauen-Hockey noch mehr Schwung verleihen als jener von 2014. «Wir haben es auch für alle Mädchen gemacht, die täglich dafür ins Training gehen», so Keeperin Brändli. Denn diese zweite Olympia-Medaille ist das erklärte Ziel gewesen und deshalb ein Zeichen für die Weiterentwicklung. Und eines für Trainer Colin Muller, den Hut zu nehmen?

Wie gehts mit Trainer Muller weiter?

In den Augen des 62-Jährigen schimmern noch Tränen, als er nach dem Sieg vor die Medien tritt. Sein Vertrag als Headcoach läuft Ende Saison aus. Als er nach seiner Zukunft gefragt wird, sagt Muller: «Das könnte mein letztes Spiel gewesen sein. Ich könnte mit Olympia-Bronze abtreten. Es gibt für alles einen Zeitpunkt, vielleicht ist das meiner. Er deutet seinen Rücktritt an. Und redet danach lieber über den Stolz, den er für dieses Team hat. «Ich bin so glücklich für diese Spielerinnen.»

Und deren grösstes Glück? Nach verpasster Eröffnungsfeier wegen Brändlis positivem Norovirus-Test werden sie am Sonntag an der Schlussfeier in Verona teilnehmen, «mit einer Medaille um den Hals, das macht den Olympia-Traum perfekt», freut sich Brändli.

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