Die Schweiz verliert den Olympia-Viertelfinal gegen Finnland mit 2:3 nach Verlängerung. Leonardo Genoni (38) war einmal mehr in einem Schlüsselspiel unser heldenhafte Goalie, er hielt die Nati im Spiel, als die Finnen Druck machten. Bei den späten Gegentoren war er machtlos. «Es tut weh, es tut wirklich weh», gestand der Routinier. «Wir haben das Spiel gemacht, das wir machen wollten, es ist lange aufgegangen. Aber es geht eben schnell auf diesem Niveau», sagt Genoni nach dem Spiel gegenüber SRF.
Dafür, dass man gegen einen sehr starken Gegner verloren hat, hat Genoni kein Gehör: «Das sind Ausreden. Man will gewinnen – und hat nicht gewonnen. Es tut genug weh, wir müssen uns jetzt nicht trösten. Es wird nun ein, zwei Tage oder bis Ende Woche, wenn das Turnier dann vorbei ist, wehtun. Anschliessend stehen wir auf und schauen weiter.»
«Alle geben hier alles für die Schweiz»
Captain Roman Josi (35) tut sich schwer damit, die richtigen Worte nach der späten Wende zu finden. «Es ist schwierig, zu erklären, wir waren so nahe dran. Im dritten Drittel haben wir es ziemlich gut gespielt, sie hatten nicht viele Chancen, wir haben nicht viel zugelassen, bis sie das Tor machen. Und dann kommt das Sechs gegen Fünf.»
Auf der Suche nach Gründen sagt Josi: «Finnland hat eine Supermannschaft. Es war klar, dass sie Druck machen. Wir haben gekämpft, wir haben sehr gut verteidigt und Leonardo Genoni war super wie immer. Wir hätten ein paar Powerplays vielleicht aggressiver spielen und resoluter das dritte Tor suchen können, aber das ist schwierig gegen ein so gutes Team.»
Auch der NHL-Star hat zu kämpfen: «Es ist sehr bitter in diesem Moment.» Der Berner äussert aber auch lobende Worte: «Die Mannschaft hat extrem gekämpft und es ist für mich immer ein Riesenprivileg, für diese Mannschaft zu spielen. Wir haben ein Riesenteam und einen Riesenspirit. Wir spielen als Team, inklusive dem Staff, alle geben alles für die Schweiz. Weil es uns so viel bedeutet, ist es jetzt umso bitterer. Es wollte nicht sein.»
