Frauen-Nati nach Bronze überwältigt
Aber tritt Erfolgstrainer Colin Muller jetzt ab?

Die Schweizer Eishockey-Frauen haben es geschafft, Olympia-Bronze gehört ihnen. Bei den ersten Reaktionen fällt immer wieder ein Wort: «Unglaublich!» Ein Thema ist aber auch die Zukunft von Medaillen-Macher Colin Muller.
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Grosser Jubel in Mailand: Die Schweiz holt Olympia-Bronze im Eishockey der Frauen!
Foto: Claude Diderich/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Frauen-Nati gewinnt Bronze bei dramatischem 3:2-Sieg in Mailand
  • Alina Müller entscheidet Spiel 51 Sekunden vor Ende der Verlängerung
  • Stalder und Müller bereits 2014 beim Bronze-Gewinn in Sotschi dabei
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Captain Lara Stalder (31) zeigt sich nach dem Bronze-Coup strahlend vor der Kamera von SRF. Und ist überwältigt: «Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Es ist so schnell gegangen und war derart ein Krimi. Als wir das Tor kassierten, blieben wir ruhig und konnten wieder ausgleichen. Danach hätte jede Chance die letzte sein können – ebenso in der Verlängerung.»

Den erlösenden Moment 51 Sekunden vor Schluss der Verlängerung, als Alina Müller (27) das Tor zum 3:2 gelang, erlebte Stalder auf spezielle Weise: «Ich habe gar nicht gesehen, wer das Tor erzielt hat. Wir sind einfach nur auf das Eis rausgesprungen. Unglaublich, wir haben es geschafft!»

Stalder und Müller schon 2014 dabei

Müller und Stalder waren als Einzige schon beim Bronze-Gewinn 2014 in Sotschi dabei. Als die Schwedinnen in einem genauso dramatischen Spiel mit 4:3 bezwungen wurden. Stalder war damals 19, Müller 15. «Ich weiss nicht mehr, wie ich mich damals gefühlt habe, aber es war auch dort eine riesige Achterbahnfahrt von Emotionen, ein Auf und Ab. Es ist unglaublich», stammelt Stalder.

Im Gegensatz zu 2014 waren nun ihre Liebsten in Mailand im Stadion mit dabei. Stalder: «Meinen Bruder und mein Mami habe ich auf der Tribüne immer wieder gesehen. Sie haben mich geerdet, so konnte ich immer wieder etwas durchschnaufen.»

War es Mullers letztes Spiel?

Überwältigt und stolz ist auch Nati-Trainer Colin Muller (62): «Natürlich haben wir das richtige Team zusammengestellt. Aber ich bin einfach glücklich für diese Frauen. Wir haben alle daran geglaubt und gezeigt, dass wir ein grosses Team schlagen können.»

In den letzten Jahren hat Muller die Schweizer Frauen wieder konkurrenzfähig gemacht, die Medaille ist jetzt Lohn und Höhepunkt zugleich. Doch war der dramatische Bronze-Match sein letztes Spiel?

Gespräche mit dem Verband sollen zwar laufen, aber der Schweiz-Kanadier erklärt auch mit wässrigen Augen: «Nach sechs Jahren könnte ich jetzt mit Olympia-Bronze gehen. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen. Das könnte mein letztes Spiel gewesen sein.»

Das nächste Turnier für die Frauen-Nati steht erst im November an. Gut möglich, dass es wie bei den Männern (von Patrick Fischer zu Jan Cadieux) auch bei den Frauen nach dieser Saison zu einem Trainerwechsel kommt. Für Muller ist es bereits die zweite Medaille an einem Grossanlass. 2013 gewann er mit den Männern als Assistent von Sean Simpson WM-Silber.

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