Darum gehts
- Irans erstes WM-Spiel in Los Angeles sorgt für politische Kontroversen
- Stürmer Mohebi provoziert mit Pistolengeste, Fans zeigen verbotene Flaggen
- 2:2 gegen Neuseeland, Rückflug nach Tijuana ohne Erholung nach Partie
Rund um das erste WM-Spiel des Irans geben vor allem politische statt sportliche Themen zu reden. Nach dem US-amerikanischen Angriff auf den Iran Ende Februar war lange Zeit unklar, ob der Iran überhaupt in Nordamerika dabei sein wird.
Am Ende konnten die Spieler anreisen, womit sich Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) bereits vor Turnierauftakt brüstete. Er habe es dem Land versprochen und er habe sein Wort gehalten. «Wer hätte das sonst geschafft?», so der Walliser. «Ich hätte die Iraner, wenn nötig, selbst mit dem Bus hergefahren», fügt er unbescheiden hinzu. Dass einige Staff-Mitglieder kein Visum erhielten und dass die Mannschaft (trotz drei Gruppenspielen in den USA) unplanmässig auf eine Unterkunft in Mexiko ausweichen musste, erwähnt er nicht.
Trotzdem ist mit den politischen Kontroversen nicht Schluss. Zwar durfte das Team, anders als zunächst geplant, doch schon am Vortag vom WM-Camp nach Los Angeles reisen, nach dem Spiel weht dann aber wieder ein anderer Wind. Direkt nach dem Spiel, das am Montag um 20 Uhr Ortszeit (Dienstag, 5 Uhr Schweizer Zeit) zu Ende geht, müssen die Kicker den nur rund 250 Kilometer langen Heimflug nach Tijuana antreten.
Eigentlich rechnete Trainer Amir Ghalenoei (62) mit einer weiteren Übernachtung zwecks der besseren Erholung nach dem hart umkämpften 2:2 gegen Neuseeland. Entsprechend sauer zeigt er sich an der Pressekonferenz nach der Partie. Man müsse nun doch direkt zurück nach Mexiko, Gründe dafür seien keine genannt worden. Ganz generell sei man das «am meisten unterdrückte Team» an der WM. «Unser Präsident ist nicht hier, keine Journalisten von uns sind hier, auch mehrere Funktionäre fehlen», erklärt Ghalenoei. Die Situation bleibt also auch trotz des Friedensabkommens zwischen US-Präsident Donald Trump (80) und dem Iran vom Sonntag angespannt. Daran ändert auch der Besuch von Infantino in der Kabine nach dem Spiel nichts.
Pistolen-Jubel erhitzt die Gemüter
Obendrauf sorgt Mohammad Mohebi (27) nach seinem Tor zum 2:2 für einen weiteren Brandherd. Der Stürmer vom russischen Erstligisten Rostow bejubelt den Treffer mit Pistolenschuss-Gesten. In den sozialen Medien ist für viele klar: Die symbolischen Schüsse waren auf die Tribünen gerichtet.
Auf den Rängen sind nämlich etliche alte iranische Flaggen von vor der islamischen Revolution im Jahre 1979 zu sehen. In der Mitte der horizontalen Streifen in Grün, Weiss und Rot ist auf dieser ein Löwe und eine Sonne anstatt des iranischen Hoheitszeichens zu sehen, das in stilisierter arabischer Schrift das Wort «Allah» (dt. «Gott») abbildet. Zudem fehlt auch der auf der heutigen Flagge 22-mal vorhandene Satz «Allahu Akbar» («Gott ist am grössten») bei den farblichen Übergängen.
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer trotzen dem Verbot der alten Flagge vonseiten des Obersten Gerichtshofs des Bezirks Los Angeles. Als die iranische Hymne gespielt wird, kommt es zu deutlich hörbaren Buhrufen und Pfiffen von Teilen der zahlreichen iranischen Fans. Vor dem Stadion in Los Angeles, wo die grösste iranische Community ausserhalb der Heimat lebt, kam es auch zu Kundgebungen gegen das Regime.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Mexiko | 1 | 2 | 3 | |
2 | Südkorea | 1 | 1 | 3 | |
3 | Tschechien | 1 | -1 | 0 | |
4 | Südafrika | 1 | -2 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 1 | 0 | 1 | |
2 | Kanada | 1 | 0 | 1 | |
3 | Katar | 1 | 0 | 1 | |
4 | Bosnien und Herzegowina | 1 | 0 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schottland | 1 | 1 | 3 | |
2 | Marokko | 1 | 0 | 1 | |
3 | Brasilien | 1 | 0 | 1 | |
4 | Haiti | 1 | -1 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | USA | 1 | 3 | 3 | |
2 | Australien | 1 | 2 | 3 | |
3 | Türkei | 1 | -2 | 0 | |
4 | Paraguay | 1 | -3 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Deutschland | 1 | 6 | 3 | |
2 | Elfenbeinküste | 1 | 1 | 3 | |
3 | Ecuador | 1 | -1 | 0 | |
4 | Curacao | 1 | -6 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweden | 1 | 4 | 3 | |
2 | Japan | 1 | 0 | 1 | |
3 | Niederlande | 1 | 0 | 1 | |
4 | Tunesien | 1 | -4 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Neuseeland | 1 | 0 | 1 | |
2 | Iran | 1 | 0 | 1 | |
3 | Belgien | 1 | 0 | 1 | |
4 | Ägypten | 1 | 0 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Uruguay | 1 | 0 | 1 | |
2 | Saudi Arabien | 1 | 0 | 1 | |
3 | Spanien | 1 | 0 | 1 | |
4 | Kap Verde | 1 | 0 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Frankreich | 0 | 0 | 0 | |
2 | Senegal | 0 | 0 | 0 | |
3 | Irak | 0 | 0 | 0 | |
4 | Norwegen | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Argentinien | 0 | 0 | 0 | |
2 | Algerien | 0 | 0 | 0 | |
3 | Österreich | 0 | 0 | 0 | |
4 | Jordanien | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Portugal | 0 | 0 | 0 | |
2 | Demokratische Republik Kongo | 0 | 0 | 0 | |
3 | Usbekistan | 0 | 0 | 0 | |
4 | Kolumbien | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | England | 0 | 0 | 0 | |
2 | Kroatien | 0 | 0 | 0 | |
3 | Ghana | 0 | 0 | 0 | |
4 | Panama | 0 | 0 | 0 |


