Probleme oder Ablenkungsmanöver?
Bosniens Superstar Dzeko gibt vor Nati-Duell Rätsel auf

Edin Dzeko ist der Superstar von Bosnien. Gegen Kanada lief er wegen Trainingsrückstands noch nicht auf. Versetzt ausgerechnet der grosse Schweiz-Fan der Nati einen weiteren Dolchstoss?
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I want you! Edin Dzeko will den Skalp der Schweiz!
Foto: FIFA via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz spielt gegen Bosnien und Herzegowina; Dzekos Einsatz unsicher
  • Dzeko liebt die Schweiz und besuchte oft Luzern mit Familie
  • Bei einem Einsatz wird er erst der vierte Ü40-Feldspieler an einer WM
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Alain KunzReporter Fussball

Das Tor, das man niemals hätte kassieren dürfen, dieses 1:1 der Katari, hat die Parameter in der Gruppe B verschoben. Alle vier Mannschaften stehen nun mit einem Punkt und einem Tor da. Doch die Schweiz hat den Joker Katar, das klar schwächste Team der Gruppe, bereits in ihrem Blatt – und ihn weggeworfen.

Jetzt wartet das ungleich stärkere Bosnien und Herzegowina mit einem zweiten Joker in der Hinterhand, den wir nicht haben: den absoluten Superstar Edin Dzeko (40).

Aber: Die Lichtgestalt ist im bosnischen Jahrhundert-Spiel, dem Playoff-Final gegen Italien, auf die Schulter gefallen und hat sich verletzt. Vier Spiele mit Schalke verpasste er, kam aber in den letzten drei zu Kurzeinsätzen. Bei den beiden Tests gegen Nordmazedonien und Panama hingegen musste er passen. Und auch gegen Kanada sass er das ganze Spiel auf der Bank. «Aber», so Trainer Sergej Barbarez, «wir wollten ihn einwechseln. Doch wegen der Verletzung von Sead Kolasinac mussten wir diesen Plan verwerfen.»

Ob das stimmt oder ein Ablenkungsmanöver ist? Zweifel bleiben.

Es deutet vieles darauf hin, dass es längst nicht mehr die Schulter ist, die Probleme macht. Barbarez wird da nicht konkret, sagt bloss, dass Dzeko nur die Hälfte der Trainings vor dem Kanada-Spiel habe bestreiten können und dass er nun weiter trainiere, um wieder fit zu werden.

Während seiner Inter-Zeit war Dzeko oft in Luzern

Ob er nun spielen kann oder nicht – so oder so mag er unser Land. Oder gar mehr. «Ich liebe die Schweiz und ihre Berge. Als ich in Mailand spielte, war es bloss ein kurzer Trip in die Schweiz. Ich habe deshalb mit meiner Frau und den Kids euer Land häufig besucht. Ich habe wunderschöne Hotels und Berge angetroffen und werde definitiv wieder dorthin reisen», so Dzeko zu Blick. Vor allem in Luzern ist er während seiner Zeit bei Inter von 2021 bis 2023 oft gesehen worden.

Nicht nur vom Land, auch von der Nati hält er sehr viel. «Die Schweiz ist Favorit in unserer Gruppe. Das ist ein sehr erfahrenes Team, das an den grossen Turnieren immer dabei ist. Die anderen Mannschaften spielen um Platz zwei und drei.» Diese Einschätzung hat Dzeko vor der ersten Runde gemacht, also vor dem peinlichen Katar-Spiel.

Der perfekte Mensch

Natürlich hofft Dzeko auf sein viertes WM-Spiel und seinen 149. Einsatz insgesamt. Schon bei der ersten WM-Teilnahme der Bosnier, 2014 in Brasilien, war er in jedem der Spiele Fixstarter gewesen und hatte beim 3:1 gegen den Iran das erste Tor gemacht. «Das war ein unglaubliches Gefühl, die erste Endrunde für Bosnien im Fussballland schlechthin absolvieren zu dürfen», erinnert sich Dzeko.

Über einen Einsatz bestimmt der Oldie mit. Das hat auch Barbarez bestätigt: «Ein Einsatz hängt auch davon ab, wie unsere Gespräche laufen. Ich bin da sehr offen, weil er so wichtig ist. Ich gebe ihm Freiraum, selbst mitzuentscheiden, was er will und wie lange es geht.» Dann adelt Barbarez seinen Star. «Jedes Wort über ihn ist überflüssig. Über Menschen wie ihn sollte man Lieder singen, nicht reden. Er muss niemandem etwas beweisen, das hat er schon millionenfach getan. Ich bin überglücklich, einen solchen Spieler in meinen Reihen zu haben.»

Eine Eloge, wie man sie von jedem hört, mit dem man im Vorfeld des Spiels gegen Bosnien über den Mann aus Sarajevo spricht. Charmant, charismatisch, sprachbegabt, anziehend, intelligent, auf dem Boden geblieben. Der perfekte Mensch, wenn es denn sowas gibt, scheint es.

Der vierte im Vierziger-Klub?

Barbarez hat keine grosse Dringlichkeit, Dzeko zu bringen, denn der Ersatz für ihn und den ebenfalls angeschlagenen Grenchner Haris Tabakovic, Jovo Lukic (27), war der bosnische Torschütze gegen Kanada. Der Torschützenkönig der rumänischen SuperLiga zeigte auch sonst ein gutes Spiel. Die Wahrscheinlichkeit ist deshalb sehr hoch, dass Lukic wieder beginnt. Ebenso, dass Dzeko zu einem Teileinsatz kommt.

Tut er das und kommen die ein paar Monate älteren Cristiano Ronaldo für Portugal und Luka Modric für Kroatien zum Einsatz, wird er die Nummer vier im 40er-Klub der Feldspieler. Unangefochten die Nummer eins ist der Kameruner Roger Milla mit 42 Jahren. Bei den Goalies hingegen liegt die Alterslatte gehörig höher. Die Nummer eins, der ehemalige Sion-Goalie Essam El Hadary aus Ägypten, hält den absoluten Rekord mit seinen 45 Jahren. Dieses Jahr kommen gleich fünf neue Goalies dazu.

Doch auch Dzeko hatte ab und zu Rücktrittsgedanken. «So bei der Fiorentina, als ich nicht das zeigen konnte, was ich kann. Da gehen einem viele Dinge durch den Kopf. Aber eine meiner Stärken ist es, mental stark zu sein. Und da muss man als Fussballer genau wissen, dass es Ups und Downs gibt.» Er habe dann genau auf seinen Körper gehört und Zusatztrainings eingeschoben. «Den Plan, mit vierzig noch zu spielen, gab es nie. Aber wenns so gut läuft – warum aufhören?»

Man mag Dzeko den Einsatz wirklich gönnen, aber bitteschön kein Tor wie beim 0:2 der Schweiz im einzigen Länderspiel gegen Bosnien und Herzegowina 2016, einem Test in Zürich, in welchem Dzeko das erste Tor machte. Karitativ waren wir gegenüber den Katari. Das reicht!

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
1
2
3
2
Südkorea
Südkorea
1
1
3
3
Tschechien
Tschechien
1
-1
0
4
Südafrika
Südafrika
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
1
0
1
2
Kanada
Kanada
1
0
1
3
Katar
Katar
1
0
1
4
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
1
1
3
2
Marokko
Marokko
1
0
1
3
Brasilien
Brasilien
1
0
1
4
Haiti
Haiti
1
-1
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
1
3
3
2
Australien
Australien
1
2
3
3
Türkei
Türkei
1
-2
0
4
Paraguay
Paraguay
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
1
6
3
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
1
1
3
3
Ecuador
Ecuador
1
-1
0
4
Curacao
Curacao
1
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
1
4
3
2
Japan
Japan
1
0
1
3
Niederlande
Niederlande
1
0
1
4
Tunesien
Tunesien
1
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Iran
Iran
1:1
1
0
1
2
Neuseeland
Neuseeland
1:1
1
0
1
3
Belgien
Belgien
1
0
1
4
Ägypten
Ägypten
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Uruguay
Uruguay
1
0
1
2
Saudi Arabien
Saudi Arabien
1
0
1
3
Spanien
Spanien
1
0
1
4
Kap Verde
Kap Verde
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
0
0
3
Irak
Irak
0
0
0
4
Norwegen
Norwegen
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
K.o.-Phase
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