«Gregoritsch-Absage ist gut für den FCB»
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Gregoritsch-Absage:Warum der Transfer-Kollaps für den FCB gut ist

WM-Kandidaten auf Klubsuche!
Warum dieser Transferwinter besonders wild werden dürfte

Wer im Sommer an die WM-Endrunde reisen will, braucht im Frühjahr Einsatzminuten. Darum sind in diesem Winter so viele Spieler aktiv auf Klubsuche wie selten.
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In diesem Winter könnte es auf dem Transfermarkt ganz besonders hektisch zugehen.
Foto: Borussia Dortmund via Getty Images

Darum gehts

  • Dieser Transferwinter könnte besonders viele Leihgeschäfte bringen
  • Schweizer Teams profitieren von längerem Transferfenster bis 16. Februar 2026
  • 48 Nationen erstmals bei Weltmeisterschaft, das verstärkt Wechselaktivität
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Florian RazReporter Fussball

Kommt es zum wildesten Transferwinter der Geschichte? Der Spielermarkt zur kalten Jahreszeit ist sowieso schon eine spezielle Sache. Meist werden die Wechsel in der Mitte der Saison von der Not oder gar Angst getrieben. Klubs hoffen, die Fehler aus dem Sommer korrigieren zu können. Oder sie müssen dringend verletzte Spieler ersetzen.

In diesem Jahr aber dürfte der Winter noch weit hektischer werden als sonst schon. Der Grund ist die Weltmeisterschaft im Sommer. Vor allem die Grösse des Turniers sorgt für mehr Nervosität. Erstmals haben Spieler aus 48 Nationen die Chance, eine WM-Endrunde erleben zu dürfen. So viele wie noch nie.

Wer an die WM will, muss spielen

Heisst auch: Es suchen so viele Spieler wie noch nie im Winter ein Team, bei dem sie möglichst grosse Chancen auf viele Einsätze haben. Weil sie sich nur so für ihre Nationaltrainer interessant machen können. Wer auch nur den Hauch einer Chance auf ein WM-Aufgebot hat und im Herbst nicht auf genügend Minuten gekommen ist, lässt seinen Berater einen Ausweg suchen.

Erste prominente Beispiele gibt es schon. Pascal Gross (34) zum Beispiel hat Borussia Dortmund in Richtung Brighton verlassen, weil er mit Deutschland nach Amerika will. Der Mittelfeldspieler hat danach sehr offen über seine Beweggründe für den Blitztransfer ganz am Anfang des Transferfensters geredet und dabei Gespräche mit Bundestrainer Julian Nagelsmann angeführt: «Grundsätzlich hat er jedem klar gemacht, dass Spielzeit wichtig ist.»

Und auch die Schweiz hat schon ihre ersten Transfers mit WM-Hintergrund. Der FC Lugano hat Hannes Delcroix (26) von Burnley verpflichtet. Der Innenverteidiger hätte den Premier-League-Klub bereits im Sommer verlassen dürfen, erhielt da aber kein erhofftes Angebot aus einer der Top-5-Ligen Europas. Jetzt, ein halbes Jahr vor der WM war er bereit für den Schritt in eine kleinere Liga wie die Super League. Um seinen Traum von der Endrunden-Teilnahme mit Haiti am Leben zu erhalten.

Umgekehrt haben die Luganesi Ayman El Wafi (21) an Wydad Casablanca transferiert. Der Marokkaner wird hoffen, in seiner Heimat vielleicht in letzter Sekunde den Sprung ins WM-Kader zu schaffen. Und soll Lugano so ganz nebenbei noch eine Million Ablöse eingebracht haben. Nicht schlecht, für einen Verteidiger, der im Tessin nie über die Ersatzrolle hinausgekommen ist.

Viel häufiger als zu fixen Transfers aber dürfte es zu sechsmonatigen Leihgeschäften kommen. Dass auf diesem Weg auch namhafte Spieler den Weg in die Schweiz finden könnten, zeigt der Fall von Michael Gregoritsch (31). Der Stürmer aus Österreich stand auf der Suche nach einem Stammplatz kurz vor einem Leihgeschäft zum FC Basel, ehe der FC Augsburg in letzter Sekunde dazwischen gegrätscht ist.

Das Beispiel zeigt allerdings auch, dass Schweizer Vereine hinten anstehen müssen. Aber sobald das Transferdomino in den grossen Ligen anläuft, können sich Möglichkeiten ergeben. Der Vorteil der Schweiz: Während in den grossen Ligen spätestens ab dem 3. Februar keine Spieler mehr verpflichtet werden dürfen, ist das Transferfenster hierzulande bis am 16. Februar offen.

Möglich also, dass die ganz Geduldigen am Ende belohnt werden. Der Nachteil: Bis dann sind bereits sechs Runden im neuen Jahr gespielt. Aber wenn es in den entscheidenden Zonen der Liga (Titel, Strichkampf, Abstieg) weiterhin eng bleibt, könnte der eine oder andere Klub sein Heil doch noch in einem Last-Minute-Leihgeschäft suchen.

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