Darum gehts
- FC Basel trainiert trotz Regen in Marbella, Fokus auf Offensive
- Spanische Behörden sendeten Alarm-SMS wegen heftigen Regens am Sonntag
- FCB absolvierte seit Juli 2025 bereits 30 Spiele in verschiedenen Wettbewerben
Die spanische Costa del Sol hat ihren Namen nicht von ungefähr. Weit über 300 Sonnentage pro Jahr hat die Ferienregion in Südspanien zu bieten. Und trotzdem muss sich der FC Basel in seinem Trainingslager in Marbella drei Tage gedulden, um in den Genuss der ersten Sonnenstrahlen zu kommen. Am Sonntag regnete es sogar derart heftig, dass die spanischen Behörden ein Alarm-SMS verschickten.
Seine Trainings hat Ludovic Magnin aber trotz der Wassermassen wie geplant durchgezogen. «Die Plätze sind immer noch gut», sagt der FCB-Coach über die Infrastruktur im Marbella Football Center. Allerdings kann es sich Magnin auch nicht leisten, die Tage im Trainingslager nicht optimal zu nutzen. Nach einer bislang durchwachsenen Saison ist klar, wo der Lausanner in der Wintervorbereitung jetzt den Hebel ansetzt: in der Offensive.
FCB hat schon 30 Spiele absolviert
28 Treffer haben die Basler in den ersten 19 Super-League-Spielen erzielt. Das sind nur fünf mehr als Schlusslicht Winterthur, das den schwächsten Sturm der Liga stellt. «Ich glaube, es ist einfacher, mit wenigen Trainings eine gute Defensivorganisation zu erreichen», so Magnin. «In der Offensive ist das ein bisschen komplizierter. Darum ist es wichtig, dass wir endlich zehn Tage am Stück trainieren können.»
Etwas, worauf der Lausanner deutlich länger warten musste als auf die spanische Sonne. Letztmals hatte Magnin im August eine komplette Woche Zeit, um mit all seinen Spielern zu arbeiten. Mit Ausnahme der Länderspielfenster, in denen mehrere Leistungsträger fehlten, standen seither ausschliesslich englische Wochen auf dem Programm. «Die Feiertage haben sehr gutgetan. Man hat jetzt sofort gemerkt, dass die Qualität im Training wieder besser geworden ist», findet der FCB-Trainer.
Magnin sieht im Mammutprogramm der letzten Monate mit einen Grund für die sportlich durchzogene Hinrunde. 30 Spiele haben die Basler seit Ende Juli absolviert. Damit ist der FCB zwar nicht das einzige Team in der Super League, das auf ein strenges zweites Halbjahr zurückblickt. Auch YB kommt auf 29 Partien, Lausanne sogar auf 33. Magnin hält aber nicht zu Unrecht fest: «Beide Teams stehen in der Tabelle hinter uns.»
Magnin will weniger rotieren
Gerade die Zeit vor Weihnachten mit Meisterschaft, Cup und Europa League sei besonders kräftezehrend gewesen. «Wir mussten viel rotieren. Das ist nicht hilfreich, um als neuer Trainer deine Ideen reinzubringen», so Magnin. Vom vielen Wechseln möchte der Basler Coach in der Rückrunde wegkommen. «Jetzt ist es das Ziel, eine Achse innerhalb des Teams aufzubauen und eine klare Hierarchie reinzubekommen.»
Die Zeit, in der Spieler aufgrund der Belastungssteuerung eine Chance bekommen hätten, sei nun vorbei. «Jetzt wollen wir einen knallharten Konkurrenzkampf durchziehen. Jeder Spieler soll in der Rückrunde wissen, welche Rolle er hat», so Magnins Ansage. Seine eigene kennt der FCB-Trainer nicht erst, seit ihm FCB-Sportchef Daniel Stucki (44) im Dezember öffentlich den Rücken gestärkt hat. «Er hat einfach das gesagt, was ich jeden Tag spüre und wie mir gegenüber bereits die ganze Saison kommuniziert worden ist», so Magnin.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 19 | 16 | 40 | |
2 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
3 | FC Lugano | 19 | 5 | 33 | |
4 | FC Basel | 19 | 8 | 32 | |
5 | BSC Young Boys | 19 | 0 | 29 | |
6 | FC Sion | 18 | 4 | 27 | |
7 | FC Zürich | 19 | -7 | 24 | |
8 | FC Luzern | 19 | 0 | 21 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 18 | 0 | 21 | |
10 | Servette FC | 18 | -6 | 20 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 19 | -9 | 17 | |
12 | FC Winterthur | 18 | -27 | 10 |

