«Parallelen ja, Vergleich nein»
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Thun-Trainer zu Punkteabstand:«Parallelen ja, Vergleich nein»

Sass im Test nur auf Tribüne
Muss sich Thun wieder Sorgen um Königstransfer Imeri machen?

Der FC Thun steigt als sensationeller Tabellenführer der Super League in die zweite Novemberhälfte – mit einem Heimspiel am Samstagabend gegen das ebenfalls formstarke Lugano (20.30 Uhr). Mit Bertone und Imeri? So stehts um die Schlüsselspieler.
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Ballverliebt: Kastriot Imeri will nichts lieber, als Fussball spielen – doch kann er auch?
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Das Thuner Testspiel hat spannende Erkenntnisse geliefert
  • Sorgen um Imeri? Der Königstransfer kam beim Test nicht zum Zug
  • Shootingstar Heule hat ähnliche Flow-Gefühle schon einmal erlebt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Die News der Woche

Das Testspiel gegen Nyon in der Nati-Pause war eine gute Möglichkeit, den Anweisungen von Trainer Mauro Lustrinelli zu lauschen. «Nach vorne! Jedes Mal nach vorne!», schreit der Tessiner nach einem Sicherheitspass von einem seiner jungen Mittelfeldspieler. Eindrücklich: Selbst im Testspiel will der Coach kompromisslosen Vorwärtsdrang und vollste Intensität. 5:0 lautet übrigens das Ergebnis gegen den Challenge-Ligisten vom Genfersee, obwohl Thun mit der zweiten Garnitur beginnt, sich zuerst die Zähne ausbeisst und es über 62 Minuten dauert bis zum Dosenöffner von Stewart. Es ist ähnlich wie in der Liga: Da dominiert Thun auch nicht immer von A bis Z – hat die letzten sechs Spiele trotzdem alle gewonnen und liegt mit neun Punkten Vorsprung vor Basel und YB an der Spitze. Das Aufsteigermärchen hat die zweite Novemberhälfte erreicht.

Die grosse Frage

Muss man sich erneut Sorgen um Kastriot Imeri (25) machen? Der verletzungsanfällige Thuner Königstransfer sass beim Test gegen Nyon nicht auf der Bank, sondern in Privatkleidern auf der Tribüne – neben dem verletzten Käit und Vizecaptain Bertone. Dies, während alle anderen Nicht-Nationalspieler zum Einsatz kamen, um den Rhythmus hochzuhalten.

Während beim 31-jährigen Bertone davon auszugehen ist, dass er am Samstag gegen Lugano wieder von Beginn an auf dem Platz stehen wird, ist bei Imeri die Situation unklarer. Hört er nach zwei Startelf-Einsätzen den Anpfiff wieder von der Bank aus? Immerhin teilt Lustrinelli direkt nach dem Test mit, dass es keine grössere Sache sei bei ihm. Und aus Thun ist zu vernehmen, dass sowohl Bertone als auch Imeri diese Woche wieder jedes Training voll mitgemacht hätten. Das Nicht-Aufgebot von Imeri sei eine reine Vorsichtsmassnahme gewesen, weil er davor das erste Mal seit langem wieder über 85 Minuten gespielt und dies entsprechend gespürt habe.

Gesagt ist gesagt

«Für mich ist die Erholung sehr wichtig. Nicht nur physisch, sondern auch mental.» – Trainer Lustrinelli antwortet auf die Frage, ob er auch etwas Respekt davor habe, dass die Mannschaft mitten im Leader-Flow von Samstag bis Montag drei Tage am Stuck frei bekommen hat und die Spieler danach die Körper wieder hochfahren müssen. «In den letzten zwei Nati-Pausen haben wir sogar vier Tage Pause gegeben», sagt Lustrinelli.

Mögliche Aufstellung

Steffen; Dähler, Bamert, Bürki, Heule; Bertone, Roth; Reichmuth, Meichtry; Ibayi, Rastoder.

Wer fehlt?

Bisher hatte die Verletzungshexe den FC Thun sehr stark verschont. Nun hat es nach Stammspieler Mattias Käit auch Ersatzgoalie Nino Ziswiler getroffen. Beide sind mindestens bis Ende Jahr out.

Neben dem Platz

Während die Männer des FC Thun sensationell an der Tabellenspitze liegen, dümpelt das Super-League-Frauenteam ohne Sieg nach zehn Runden am Tabellenende. Das ist gar nicht im Sinn von Grossaktionär und Klub-CEO Beat Fahrni, der nach der Rückintegration des Frauenteams in den FC Thun auch in der Women's Super League nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollte. So hat es letzte Woche geknallt. Nicht nur Trainer Julien Marendaz ist weg, sondern es wird eine «Reorganisation der Frauenabteilung» angekündigt. Wie der «Berner Oberländer» berichtet, betrifft die Reorganisation fünf weitere Personen aus dem Betreuungsstab.

Hast du gewusst, dass ...

... Thuns Shootingstar Michael Heule (24) schon ähnliche Vibes erlebt hat, wie aktuell beim Super-League-Leader? «Es erinnert mich an meine Zeit in Wil. Dort war es ähnlich familiär, und dann hatten wir eine gute Saison. Davon konnte ich ableiten, dass hier auch was drinliegt», sagt Heule. Der Ostschweizer war mit Wil in der Saison 2022/23 über längere Zeit Leader, kämpfte bis kurz vor Schluss um den Aufstieg mit. Erst in den letzten Spieltagen rutschte Wil auf Rang 5 ab.

Aufgepasst auf

Justin Roth (25). Wenn man die Zeichen des Testspiels deutet, wird er wohl der Ersatz des verletzten Käit im Zentrum neben Bertone sein. Der solide Mittelfeldspieler kam mit den anderen Stammspielern nach gut 60 Minuten in die Partie, während sich zum Beispiel Starter Rupp noch an das genaue Thuner Spielsystem gewöhnen muss.

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Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 13 Runden:
1. Franke 5,0 (nur 1 Bewertung)
2. Bertone 4,8
3. Dähler 4,6
Hier gehts zu allen Thuner Noten.

Der Schiedsrichter

Nico Gianforte.

Der Gegner

Nach dem miserablen Saisonstart schnuppert auch Lugano Höhenluft. Die Tessiner haben fünf der letzten sechs Spiele gewonnen. Wie ist die Stimmungslage vor dem Duell? Hier erscheint das Lugano-Inside.

14

Runde

Sa., Luzern – Servette, 18 Uhr
Sa., YB – Winterthur, 18 Uhr
Sa., Thun – Lugano, 20.30 Uhr
So., Sion – FCZ, 14 Uhr
So., GC – Basel, 16.30 Uhr
So., St. Gallen – Lausanne, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
19
5
33
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
19
0
29
6
FC Sion
FC Sion
18
4
27
7
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
8
FC Luzern
FC Luzern
19
0
21
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
18
0
21
10
Servette FC
Servette FC
18
-6
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
18
-27
10
Meisterschaftsrunde
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