Hüppi macht weiter
Es habe Brüche gegeben, aber man habe mit dem Grossaktionariat zusammen eine gute Lösung für die Zukunft gefunden. Auch die Leute, die nun öffentlich kritisiert werden, meint Hüppi. Und betont: «Ich habe sie nicht öffentlich kritisiert.» Und dann verkündet Hüppi, dass er beim FCSG bleibt. «Bis wann, kann man noch nicht einkreisen – aber wir lassen niemanden hängen. Ich mache mich sicher nicht vom Acker.» Wäre es für ihn unmöglich gewesen, dann würde Hüppi nicht weitermachen.
Hüppi involviert in Nachfolge-Regelung
«Es wäre eine Katastrophe gewesen, wäre diese Thematik, die nun so hohe Wellen wirft, zur Mannschaft durchgedrungen», erklärt Hüppi. Und gibt gleichzeitig zu, auch er habe seinen Teil dazu beigetragen. «Ich habe mich bewusst dazu entschieden, dass ich mich Ende Mai dazu äussern werde, wie es für mich im Klub weiter geht.» Für ihn sei entscheidend, dass der Klub, sollte er nicht mehr da sein, in gute Hände kommen. «Ich wollte bei der Nachfolge-Regelung mitreden, auch wenn am Ende das Grossaktionariat die Entscheidung fällt.» Die Zusammenarbeit sei über die Jahre gut gelaufen.
Ausagen nach Cupsieg waren ungeplant
Unabhängigkeit, Vertrauen und Glaubwürdigkeit – um das gehe es, so Hüppi. Das habe er auch nach dem Cupsieg betont. Dieser Triumph sei eine Meisterleistung, denn so etwas erreiche nie jemand alleine. Deswegen bedankt er sich noch einmal bei allen. «Was mir rausgerutscht ist, so kurz nach dem Triumph, das war nicht geplant», erklärt Hüppi. Es sei ihm rausgerutscht, denn in den letzten Wochen hätte es zahlreiche Diskussionen gegeben. Er habe sich viele Gedanken gemacht, dabei sei aber nie er selber im Zentrum gewesen.
«Ich gebe für den Klub alles»
«Ein Wir, das bleibt» – Hüppi stellt den Slogan des Klubs in den Fokus. Er habe sich an die Devise gehalten, es gehe nur um den Klub. Das sei für ihn nicht verhandelbar. «Wenn es um Persönliches gehe, haben Hetzjagden und Hass nichts verloren», findet Hüppi klare Worte. Er habe in den letzten Jahren oft überlegt, was passieren würde, wenn plötzlich Leute vor seinem Haus auftauchen würden und ihm auflauern. «Ich würde das nie aushalten.» Hüppi betont, er sei nicht zu haben für Machtkämpfe oder Putsch-Versuche, er nehme auch nie einen Namen in den Mund. Es gehe nicht um einen persönlichen SIeg, egal, was heute herauskomme. «Wir hintenrum gehen das Beste, am Ende ist es aber das Team, welches gewinnt», so Hüppi weiter. Und erinnert noch einmal, wie sehr ihn der ganze Support berührt und bewege. «Ich gebe für den Klub alles – und wenn es so weitergehen soll, dann wird das so bleiben.»
Los gehts
Nach einer Einleitung übernimmt Matthias Hüppi das Wort. Der FCSG-Präsident bedankt sich zunächst für das zahlreiche Erscheinen.
Zwei Grossaktionäre sollen sich zurückziehen
Immer mehr spricht dafür, dass Präsident Matthias Hüppi den Machtkampf für sich entscheidet. Eine halbe Stunde vor Beginn der Pressekonferenz berichtet das «St. Galler Tagblatt», dass er im Amt bleibt und sich die beiden Grossaktionäre Roland Gutjahr und Patrick Thoma zurückziehen. Die beiden hatten vehement auf strategische und personelle Veränderungen beim FCSG gepocht.
Viel spricht im Machtkampf für einen Hüppi-Triumph
Wohl noch nie in der Geschichte des Schweizer Fussballs hat ein Präsident mehr Rückenwind bekommen als Matthias Hüppi. Sowohl der St. Galler Regierungsrat als auch Spieler und Staff und bekannte Persönlichkeiten machen sich für den 68-Jährigen stark. Hinzu kommen verschiedene Sponsoren. Und auch einzelne Mitglieder des Grossaktionariats scheinen auf der Seite des Präsidenten zu stehen.
Zwei davon sitzen heute um 11 Uhr neben Hüppi an der Pressekonferenz. Es handelt sich zum einen um Philipp Bienz, den Chef eines Ostschweizer Immobilienunternehmens und zum anderen um Reto Preisig, den Chef der Brauerei Schützengarten. Nicht auf dem Podium sitzt Patrick Thoma, der seit letzten Herbst als Vertreter der Grossaktionäre im Verwaltungsrat sitzt.
In einer Medienmitteilung wirbt Hüppi um Vertrauen: «Wir arbeiten gemeinsam mit dem Aktionariat mit Hochdruck an einer tragfähigen und guten Lösung für unseren FC St.Gallen 1879. Ich werde alles daransetzen, dass wir unseren Weg in einem konstruktiven Geist und Klima sowie mit einem Höchstmass an gegenseitigem Vertrauen fortsetzen können.»
Willkommen
Ein Machtkampf überschattet den Cupsieg des FC St. Gallen. Wie gehts bei den Espen weiter? Bis spät in die Nacht auf Mittwoch hat Noch-Präsident Matthias Hüppi mit den Aktionären, die ihn aus dem Amt drängen wollen, verhandelt. Nun äussert sich Hüppi zum Zoff. Die Pressekonferenz beginnt um 11 Uhr.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 38 | 28 | 75 | |
2 | FC St. Gallen | 38 | 25 | 70 | |
3 | FC Lugano | 38 | 17 | 67 | |
4 | FC Sion | 38 | 23 | 63 | |
5 | FC Basel | 38 | -3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 38 | 11 | 55 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |
