«Letztes Jahr gab es Gespräche mit Schalke»
FCL-Frick plaudert zum Abschied aus dem Nähkästchen

Beim FC Luzern steht alles im Zeichen des Abschieds von Mario Frick nach viereinhalb Jahren. Der Trainer erzählt, warum Sportchef Meyer zu Beginn wegen ihm leer schlucken musste und wie Schalke letztes Jahr in den FCL-Endspurt reingefunkt hat. Das Inside.
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Das letzte Heimspiel hat Frick beim FCL schon hinter sich. Der Liechtensteiner mit Sportchef Meyer (l.) und Präsident Sigerist.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Frick und die Wohnungs-Episode mit Sportchef Meyer
  • Wer wird sein Nachfolger? Weinzierl im Rennen
  • Neues Heimtrikot bereits gelüftet – gelungen?

Die News der Woche

Der 188. Auftritt wird der letzte sein für Mario Frick (51). Zumindest vorerst. Wohin es den Liechtensteiner nach viereinhalb Jahren beim FCL zieht, ist noch offen. Zuerst muss er seine Wohnung am See räumen, die er liebgewonnen hat. «Dazu fällt mir eine Anekdote ein», erzählt er. «Ich habe damals bei der Ankunft einen befristeten Mietvertrag über fünf Jahre unterschrieben. Ich weiss noch, dass Sportchef Remo Meyer schon leer geschluckt hat. Ein Trainer fünf Jahre in Luzern – jetzt ist es tatsächlich fast bis zum Ende kommen.» Nun muss er trotzdem leicht zu früh raus. «Aber für diese Wohnung findet man sicher einen Nachfolger. Es ist eine schöne Lage in Stansstad am See.» Wehmut macht sich breit bei Frick. Aber Hoffnungen auf eine Rückkehr irgendwann in der Zukunft hat er den FCL-Fans längst gemacht. Seine Bilanz in der FCL-Zeit ist übrigens positiv: 72 Siege, 50 Unentschieden, 65 Niederlagen.

Die grosse Frage

Wer wird Frick-Nachfolger? Seit Mittwoch ist gemäss Blick-Informationen ein neuer Name im Rennen: Markus Weinzierl (51). Zwischen den Parteien sollen bereits Gespräche stattgefunden haben. Ob der frühere Bundesliga-Trainer von Augsburg, Schalke und Stuttgart letztlich den Zuschlag erhält, ist derzeit noch offen. Ein spannender Kandidat, um die Arbeit des Liechtensteiners weiterzuführen, wäre er allemal. Aktuell ist er noch als Sportlicher Leiter im Nachwuchsbereich des FC Bayern München tätig. Im Sommer endet aber sein Vertrag.

Gesagt ist gesagt

«Letztes Jahr um diese Zeit gab es Gespräche mit Schalke. Das hat möglicherweise schon reingespielt, dass wir die Meisterrunde dann nicht mehr so gut abgeschlossen haben. Trotz allem lenkt es ab, wenn ein so grosser Klub an dir dran ist. Diesmal ist es anders. Weil es aktuell keine Kontakte zu anderen Klubs gibt, ist mein Kopf für die letzten Tage völlig frei.» Mario Frick spricht auch in seiner Abschiedswoche beim FCL aus dem Nähkästchen, wie man ihn kennt.

Mögliche Aufstellung

Loretz; Dorn, Knezevic, Bajrami, Fernandes; Abe, Owusu, Winkler, Di Giusto; Kabwit, Vasovic.

Wer fehlt?

Bung Meng Freimann ist nach seinem Platzverweis gegen den FCZ für vier Spiele gesperrt worden. Damit würde er zu Beginn der neuen Saison unter dem neuen Trainer gleich drei Spiele verpassen. Verletzt sind Xhemalija und Zimmermann.

Neben dem Platz

Die Katze ist schon vor Saisonende aus dem Sack. Luzern hat das Heimtrikot für die nächste Saison bereits gezeigt – es wurde schon ein erstes Mal getragen. Es ist nicht blau-weiss, sondern blau-gold. Gelungen?

Di Giusto (r.) wirbelte schon im neuen FCL-Heimtrikot.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Hast du gewusst, dass …

… Luzern gegen Winterthur in dieser Saison kein einziges Spiel gewonnen hat? Sieben der insgesamt 23 Punkte, die der bereits abgestiegene FCW geholt hat, stammen aus den Duellen mit den Zentralschweizern. Eine Kampfansage will Frick deshalb trotzdem nicht formulieren – zu gross ist sein Respekt vor Winterthur. «Es tut mir leid für den FCW. Sie haben in dieser Liga für Furore gesorgt und waren eine Bereicherung», sagt er.

Aufgepasst auf

Levin Winkler (22) spielte beim FC Luzern über weite Strecken der Saison nur eine Nebenrolle und kam meist lediglich zu Teileinsätzen. Durch die Absenzen von Taisei Abe rückte der Baselbieter in den letzten beiden Partien jedoch wieder in die Startelf – und nutzte seine Chance. Gegen Servette traf er, gegen den FC Zürich scheiterte er mit einem starken Weitschuss nur knapp an einer Parade von Silas Huber. «Jede Minute, die ich gespielt habe, habe ich alles gegeben. Umso schöner ist es, dass ich zuletzt wieder von Beginn an spielen durfte», sagt er. Ob er nächste Saison in Luzern bleibt? «Ich hoffe es. Ich fühle mich noch lange nicht am Ende meiner Entwicklung.»

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 37 Runden:

  1. Di Giusto 4,2
  2. Vasovic 4,2
  3. Owusu 4,1

Hier gehts zu allen Luzerner Noten.

Der Schiedsrichter

Nico Gianforte.
VAR: Laura Mauricio.

Der Gegner

Was sind die Abschiedsworte von Winterthur nach vier Jahren in der Super League? Hier erscheint das Winti-Inside.

38

Runde

Sa., FCZ – Servette, 18 Uhr
Sa., Winterthur – Luzern, 18 Uhr
Sa., Lausanne – GC, 18 Uhr
So., YB – Sion, 16.30 Uhr
So., St. Gallen – Thun, 16.30 Uhr
So., Lugano – Basel, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
37
28
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
37
25
69
3
FC Lugano
FC Lugano
37
13
64
4
FC Sion
FC Sion
37
23
62
5
FC Basel
FC Basel
37
1
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
37
11
54
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
37
7
50
2
Servette FC
Servette FC
37
6
50
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
37
-12
42
4
FC Zürich
FC Zürich
37
-21
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
37
-28
30
6
FC Winterthur
FC Winterthur
37
-53
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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