«War das die schönste Niederlage überhaupt?»
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Thuner Stimmen nach Klatsche:«War das die schönste Niederlage überhaupt?»

Thun im Meisterjubel
Die schönste Klatsche der Geschichte

Seit eineinhalb Wochen ist der FC Thun Schweizer Meister. Nach dem Derby gegen YB dürfen die Berner Oberländer nun endlich den Pokal in die Höhe stemmen. Die 3:8-Klatsche ist da schnell vergessen.
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Endlich dürfen ihn die Thuner in die Höhe stemmen: den Meisterpokal.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Thun gewinnt erstmals Schweizer Meistertitel, feiert mit Pokal und Fans
  • Trotz 3:8-Niederlage gegen YB strahlt das Team bei der Pokalübergabe
  • Meisterumzug mit LKW-Tross und Party am 15. Mai in Thun geplant
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Um 18.46 Uhr ist es so weit: Zum ersten Mal in der Schweizer Fussballgeschichte stemmen die Thuner den Meisterkübel in die Höhe. Rot-weisser Konfettiregen. Marco Bürki und Leonardo Bertone halten das goldene Prunkstück an je einem Henkel. Die beiden 32-Jährigen sind die klaren Anführer und geniessen im Thuner Meisterteam ein riesiges Standing. Deshalb kommt nicht in Frage, dass Captain Bürki die Feierlichkeiten im Alleingang eröffnet.

Sekunden danach ertönt «We are the Champions». Einmal mehr feiern die Thuner – jetzt offiziell. Vielleicht ist es der Moment, in dem so manchem erst richtig klar wird, was geschehen ist. Der Aufsteiger hat es geschafft und ist tatsächlich Meister geworden. Die Stadt mit rund 45'000 Einwohnern hat es den grossen Zentren der Schweiz gezeigt.

Eine Klublegende erhält die Ehre, den goldenen Pokal ein paar Minuten nach Schlusspfiff und einigen Aufbauarbeiten ins Stadion zu tragen: Hanspeter Latour (78). Er stellt den Pokal auf das Podest, dreht sich zur Mannschaft ab – und verneigt sich vor ihr. Man merkt: Der Respekt vor dem Thuner Kult-Trainer ist riesig. Dann stehen Spieler und Staff im Vordergrund.

Derby-Klatsche schnell vergessen

Nachdem jeder des Teams den Pokal in die Höhe gestemmt hat, gehts ab zu den Fans. Gemeinsam wird gefeiert. Und dann gibts in diesem Stadion einmal mehr ein Volksfest. Spieler, Angehörige, Fans, Journalisten – alle vermischen sich auf dem Platz. «Ja, der Pokal ist schwerer, als ich erwartet habe», strahlt Fabio Fehr im Blick-Interview. «Aber er könnte auch noch schwerer sein, das ist jetzt egal.» Noch lange gehen die Feierlichkeiten und spontanen Treffen der Spieler auf dem Feld weiter. Bis es eindunkelt.

Zu diesem Zeitpunkt schon weit weg: das Spiel! Es ist eine kuriose Situation. Thun hat gegen YB das Kantonsderby 3:8 verloren, hat zu neunt fertig gespielt. Bürki und Bamert sind beide vom Platz geflogen. In keiner anderen Situation sonst hätten sie Minuten nach Abpfiff wieder ein Strahlen im Gesicht. An der ersten Meisterfeier schon.

Meisterumzug folgt am Freitag

Ein 3:8 am Meisterabend – die schönste Klatsche der Geschichte? «Wenn man es positiv sehen will, dann ist das sicher so», lacht Yves Zahnd (40). Er ist der Stellvertreter von Meistertrainer Mauro Lustrinelli (50) an der Seitenlinie und seit Jahren sein Assistenztrainer. Lustrinelli ist bis Saisonende (und darüber hinaus) gesperrt, darf für die Meisterfeier mit dem Pokal aber natürlich aufs Feld.

Zahnd muss sich bald damit beschäftigen, wen er beim Abschlussspiel am Sonntag in St. Gallen überhaupt aufs Feld schicken kann. Von den Innenverteidigern fehlen nun Bürki und Bamert gesperrt, Montolio ist am Kreuzband verletzt. Für Bertone und Steffen ist die Saison ebenfalls vorzeitig beendet, weil sie vorbelastet waren und Gelb gesehen haben.

Doch solche Fragen sind selbst für Zahnd weit weg. Die Feierlichkeiten in Thun sind mit der Entgegennahme des Pokals noch lange nicht zu Ende. Am Freitag folgt der grosse Meisterumzug mit einem LKW-Tross vom Stadion in die Stadt und anschliessender Feier bis in die Nacht hinein. Mit Meistertrainer Mauro Lustrinelli am Mischpult!

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
37
28
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
37
25
69
3
FC Lugano
FC Lugano
37
13
64
4
FC Sion
FC Sion
37
23
62
5
FC Basel
FC Basel
37
1
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
37
11
54
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
37
7
50
2
Servette FC
Servette FC
37
6
50
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
37
-12
42
4
FC Zürich
FC Zürich
37
-21
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
37
-28
30
6
FC Winterthur
FC Winterthur
37
-53
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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