«Das letzte Spiel ist wie ein Final»
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Lugano-Torschütze Koutsias:«Das letzte Spiel ist wie ein Final»

Mega-Erleichterung im Tessin
Der FC Lugano bekommt sogar von Sion Lob

War das der wichtigste Punkt der Saison? Und bleibt Georgios Koutsias in Lugano? Fragen über Fragen nach dem viel umjubelten 2:2 der Tessiner im Walliser Tollhaus.
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Bei Lugano-Coach Mattia Croci-Torti war die Erleichterung über das späte 2:2 in Sitten gewaltig!
Foto: Marusca Rezzonico/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sion und Lugano trennen sich 2:2 im Tourbillon vor 14'300 Fans
  • Koutsias beendet mit 1:0 Sions Zu-Null-Serie nach 555 Minuten
  • Koutsias' Zukunft unklar: Konflikt mit Behrens, Vertrag bis 2028
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Alain KunzReporter Fussball

Zweimal erzittert das Tourbillon (erbaut 1968) in seinen Grundfesten. Als Chouaref und Baltazar aus dem 0:1 ein 2:1 machen, ist die Mehrheit der 14’300 Zuschauer aus dem Häuschen. Sion ist auf Kurs in Richtung Platz drei. Doch Papadopoulos killt die Partystimmung mit seinem 2:2 in der 90. Minute. Und so sitzt wohl nun nicht Lugano auf dem Schleudersitz der Cupfinal-Hoffnung, sondern Sion. Ist dieses 2:2 deshalb das wichtigste Tor der ganzen Saison für die Tessiner?

«Das weiss ich nicht», sagt Trainer Mattia Croci-Torti (44). «Aber es bedeutet, dass wir alles im letzten Match im Cornaredo in den eigenen Händen haben. Und das war das grosse Ziel. Ich bin jedenfalls stolz auf mein Team. Denn wir haben Charakter gezeigt und mutig gespielt, um dort zu gewinnen, wo Sion seit dreizehn Spielen ungeschlagen ist.»

Lugano-Papadopoulos schockt Sion spät
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Highlights im Video:Lugano-Papadopoulos schockt Sion spät

Und dann loben sich die beiden Coaches gegenseitig über den Klee. «Lugano ist das beste Team, das diese Saison im Tourbillon aufgelaufen ist», sagt Sions Didier Tholot. «Die Walliser machen eine Supersaison, Kompliment! Es macht Spass, ihnen zuzuschauen, denn sie spielen heuer nach vorne», adelt Croci-Torti die Sittener.

Und sie haben die beste Abwehr! Vor diesem Spiel hatten sie 5-mal in Folge gewonnen. 5-mal zu null. Doch dann bricht die 31. Minute an. Sion ist übermütig, Hefti und Kronig stehen beide an der Mittellinie, viel zu hoch. Lugano erobert den Ball, Behrens schickt Belhadj in die Tiefe. Diesem macht es Hajrizi viel zu einfach. Und auch Georgios Koutsias (22) hat nach dem Topzuspiel des scheidenden Luganesen einfaches Spiel. Nach 555 Minuten ist Sion-Goalie Anthony Racioppi wieder einmal geschlagen. Fast schon historisch. «Ich versuche, dem Team mit meiner Energie und meinen Toren zu helfen», sagt der griechische U21-Nationalspieler Koutsias zu seinem Tor ganz bescheiden. «Dieses Spiel war wie ein Final. Umso wichtiger ist es, diesen Punkt geholt zu haben. Nun folgt nochmals ein Finalspiel. Gewinnen wir dieses, sind wir europäisch. Und das ist ganz wichtig.»

Koutsias’ Verbleib ist alles andere als gesichert – trotz Vertrags

Wie wichtig es für Koutsias sein wird, steht in einem anderen Buch geschrieben. Denn seit der Auseinandersetzung mit Teamkollege Kevin Behrens, als dieser im Januar in einem Test auf den jungen Griechen losging und ihm später noch den Handschlag verweigerte, ist das Tischtuch zwischen den beiden zerschnitten. Koutsias machte im Januar Andeutungen, dass er eigentlich nichts dagegen hätte, sofort zu gehen. Doch das geschah nicht. Er ist immer noch da, hilft Lugano nach Europa – und hat noch zwei Jahre Vertrag. Behrens noch ein Jahr. Was passiert im Sommer? «Wir werden sehen. Im Moment bin ich hier, gebe hundert Prozent und mein ganzes Herz. Jetzt steht dieses Finalspiel gegen Basel an. Dann rücke ich in die Nationalmannschaft ein. Und danach sehen wir, was passiert.»

Ganz schwierig abzuschätzen, wie es da weitergeht. Aber Behrens und Koutsias gemeinsam im neuen Stadion in eine neue Saison gehen sehen? Das ist kaum vorstellbar.

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