FCZ-Spieler Berisha nach Todesdrama zurück im Training
«Es ist eine sehr tragische Geschichte»

Und plötzlich schielt der FCZ wieder auf die Top 6, sollte man in Bern gewinnen am Sonntag. Dennis Hediger spricht aber auch über Valon Berisha, der seinen Cousin unter der Woche bei einem tödlichen Unfall verloren hat.
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FCZ-Neuzugang Valon Berisha musste mitansehen, wie sein Cousin bei einem Verkehrsunfall verstorben ist.
Foto: Pius Koller
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Tobias WedermannFussballchef

Die News der Woche

Es war eine dramatische Nachricht, die der FC Zürich zu Beginn der Woche vermeldet hat. Neuzugang Valon Berisha musste auf der Autobahn in Österreich mitansehen, wie sein Cousin, ein 38-jähriger Schweizer, bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Beide waren in unterschiedlichen Autos auf dem Weg nach Linz, wo Berisha zuvor gewohnt hatte.

«Es ist eine sehr tragische Geschichte», sagt sein Trainer Dennis Hediger am Freitag. Die ganze Mannschaft und der Staff haben sehr bestürzt auf den tödlichen Unfall reagiert. «Valon ist stark im Fussball, aber auch im Herzen. Der Fussball gibt ihm viel und auch die Möglichkeit, alles drumherum zu vergessen», so Hediger.

Ob er am Sonntag gegen YB spielen wird, ist unklar. Seit Donnerstag ist Berisha zurück im Training. «Wir geben ihm diese Option und schauen von Tag zu Tag – auf mich hat er im Training einen guten Eindruck gemacht.»

Die grosse Frage

Schaut der FCZ plötzlich wieder in Richtung Top 6 und Championship Group? «Entweder sind wir höchst abstiegsgefährdet oder docken gleich schon wieder an die Top 6 an», sagt Hediger über die Einschätzungen von aussen, die man auch beim FCZ mitkriege. Primär sei es das Ziel, am Sonntag in Bern zu gewinnen und YB näher an sich heranzuziehen. Zudem habe man mit zwei Siegen in den letzten drei Spielen gegen direkte Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte ein gutes Polster herausspielen können.

Gesagt ist gesagt

«Der Rucksack füllt sich brutal, ich sehe das als Geschenk», sagt Dennis Hediger über seine ersten Monate als Cheftrainer. Mit ihm und Stephan Lichtsteiner stehen zwei Trainer-Neulinge bei zwei grossen Schweizer Klubs im Fokus.

«Der Lerneffekt ist sehr gross, aber es ist wichtig, dass man nicht zu viel Lehrgeld zahlt. Ich hatte schon auch Phasen, in denen ich viel gezahlt habe», erklärt Hediger. Zudem sei für ihn wichtig, dass er Ansprechpersonen innerhalb des Klubs habe. Mit dem technischen Direktor Alessandro Mangiarratti, Berater Dino Lamberti, Präsident Ancillo Canepa oder Claudio Cisullo zum Beispiel. «Ich führe mit vielen von ihnen fast täglich Gespräche und sehe sie als eine Art Mentoren.»

Grundsätzlich spüre er sehr viel Unterstützung im Verein und erlebe ein gutes Miteinander. «Sobald man anfängt, mit dem Finger aufeinander zu zeigen, beginnt eine ganz schlechte Kultur. Da haben wir viel bewegt», so Hediger.

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Mögliche Aufstellung

Huber; Palacio, Vujevic, Hack; Kamberi, Berisha, Krasniqi, Kablan; Tsawa; Reverson, Kény

Wer fehlt?

Comenencia, Phaëton, Reichmuth, Volken (alle verletzt). 

Neben dem Platz

«Jeder Spieler hat ab dem ersten Tag funktioniert», sagt Dennis Hediger über die Winter-Neuzugänge. Der Integrationsprozess sei bei allen Spielern sehr gut gelungen. «Sie haben alle sehr viel Erfahrung, für sie ist alles etwas einfacher», so Hediger – und lobt die Arbeit des Klubs. «Es haben viele Leute sehr viel richtig gemacht.»

Hast du gewusst, dass …

… kein Team in der Super League in dieser Saison mehr Kontertore als YB erzielte? Dazu passend: Am meisten Gegentore nach Kontern kassierte der FCZ. 

Aufgepasst auf

Die Werte von Stürmer Philippe Kény. Beim 2:1-Sieg im Derby ist er in 27 Zweikämpfe gestiegen – mehr als doppelt so viele wie jeder andere Spieler beim FCZ. Die nächsten Verfolger sind Kamberi und Kablan mit je 13. Und sieben Mal hat Kény den Ballbesitz für sein Team erobert, ebenfalls Bestwert.

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 26 Runden:

  1. Di Giusto 4,3
  2. Hack 4,0
  3. Kény 4,0

Hier gehts zu allen Zürcher Noten.

Der Schiedsrichter

Urs Schnyder.

Der Gegner

Nach dem 6:1 das 1:3 – wohin führt die YB-Achterbahn diesmal? Hier erscheint das YB-Inside.

27

Runde

Sa., St. Gallen – Winterthur, 18 Uhr
Sa., Thun – Luzern, 18 Uhr
Sa., Servette – Sion, 20.30 Uhr
So., Lausanne – Basel, 14 Uhr
So., GC – Lugano, 16.30 Uhr
So., YB – FCZ, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
26
32
61
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
26
19
47
3
FC Lugano
FC Lugano
26
12
46
4
FC Sion
FC Sion
26
9
40
5
FC Basel
FC Basel
26
5
40
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
26
0
36
7
FC Luzern
FC Luzern
26
3
33
8
FC Zürich
FC Zürich
26
-11
31
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
26
-3
30
10
Servette FC
Servette FC
26
-7
28
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
26
-13
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
26
-46
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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