Darum gehts
GC hat alles gegeben. Am Ende reicht es trotzdem nicht. Nach der Pause schaltet Lugano dank der Systemumstellung von Mattia Croci-Torti (44) mehrere Gänge höher – und die Hoppers finden keine Antwort mehr. Gleichzeitig tätigt Trainer Peter Zeidler (63) mit vier Wechseln bis zur 58. Minute wohl den einen oder anderen zu viel. Das Resultat: Aus einer ausgeglichenen Partie wird eine klare 1:4-Niederlage.
«Wir haben uns abschlachten lassen. Die erste Halbzeit war sehr gut von uns. Wir hätten höher führen müssen. Darauf können wir aufbauen – auch wenn wir heute mit null Punkten dastehen», sagt Captain Amir Abrashi (36) nach dem Schlusspfiff.
Wer wird neben Abrashi zum Leader?
Für die GC-Fans, von denen trotz der Pleite kein Pfeifkonzert kam, ein kleiner Trost: Die Hoppers haben mit Abrashi nach wie vor ihren Leitwolf. Der Routinier geht auch gegen Lugano voran, kämpft und gehört trotz der grossen Hitze bis zu seiner Auswechslung in der 75. Minute zu den Besten. Genau darin liegt aber auch das Problem. Wenn ausgerechnet der älteste Feldspieler Woche für Woche den Takt vorgibt, stellt sich unweigerlich die Frage, wer neben ihm zusätzlich Verantwortung übernehmen soll – und wer einspringt, wenn Abrashi einmal fehlt.
Mit Eigengewächs Tim Meyer (22) könnte einer der naheliegendsten Kandidaten vor einem Wechsel stehen. «Tim ist mein Lehrling. Ich bin ein Fan von ihm und hoffe, dass er bleibt», sagt Abrashi zum Mittelfeldspieler und GC-Junior. Daneben hat Offensivspieler Samuel Krasniqi (21) in den ersten beiden Saisonspielen angedeutet, dass er das Potenzial hat, in eine solche Führungsrolle hineinzuwachsen.
Lockt Zeidler einen St. Galler nach Zürich?
Oder kommt der neue Leader etwa aus St. Gallen? Unter Coach Enrico Maassen hat Betim Fazliji (27), der in seiner Karriere schon zwei Kreuzbandrisse verdauen musste, keinen einfachen Stand. Auch deshalb steht ein möglicher Wechsel zu GC im Raum. Hoppers-Coach Peter Zeidler kennt und schätzt den polyvalent einsetzbaren Spieler sehr. «Mit Betim verbindet mich eine ganz besondere Geschichte», sagte Zeidler, als er jüngst auf einen möglichen Wechsel angesprochen wurde. «Wir suchen auch dieses Profil, mehr kann ich aber nicht dazu sagen.»
Fazliji, der am Wochenende gegen Vaduz ab der 66. Minute erstmals in der Saison zum Einsatz kam und als Joker den Assist zum 3:2-Siegtreffer gab, äussert sich gegenüber Blick zu den Spekulationen. «Im Fussball gibt es überall immer Gerüchte. Ich kenne Peter und er kennt mich. Wir hatten eine gute Zeit mit ihm. Aber ich bin hier in St. Gallen, bin fit, habe Spass. Mehr kann ich nicht dazu sagen», bleibt die Frohnatur im Kader des FC St. Gallen trotz Reservistenrolle positiv.
Fazlijis Vertrag in St. Gallen läuft noch bis Juni 2027. In einem Jahr wäre das St. Galler Urgestein entsprechend ablösefrei zu haben. Würden die Espen den Mann aus Rebstein SG jetzt oder in der Winterpause abgeben, könnten sie noch eine Ablöse für den Mittelfeldspieler einstreichen, die wohl nicht allzu hoch ausfallen dürfte.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 2 | 8 | 6 | |
2 | FC Lugano | 2 | 4 | 6 | |
3 | FC St. Gallen | 2 | 2 | 6 | |
4 | FC Lausanne-Sport | 2 | 1 | 4 | |
5 | FC Sion | 2 | 1 | 3 | |
6 | FC Zürich | 2 | 0 | 3 | |
7 | FC Basel | 2 | 0 | 3 | |
8 | FC Thun | 2 | -4 | 3 | |
9 | Grasshopper Club Zürich | 2 | -3 | 1 | |
10 | FC Vaduz | 2 | -2 | 0 | |
11 | Servette FC | 2 | -2 | 0 | |
12 | FC Luzern | 2 | -5 | 0 |


