Darum gehts
- Biel gewinnt Schlüsselspiele gegen Rappi mit Östlund im Tor
- Der Schwede mit Schweizer Lizenz hat sich zurückgekämpft
- Der 32-Jährige besiegte Leukämie und gilt seit 2020 als vom Krebs geheilt
Immer wieder ist Viktor Östlund von NL-Klubs in die Swiss League abgeschoben worden. Von Lugano einst sogar nach Schweden, von den Tigers zu Langenthal, von Ambri zu Biasca, zuletzt von Lausanne nach La Chaux-de-Fonds. Es sind prägende Jahre gewesen. Eine Odyssee mit Tiefpunkten und Hoffnungsschimmern. Und vielen Erfahrungen, die er verarbeiten muss.
Als er aus dem Südtessin 2015 in die Heimat in die dritthöchste Liga wechselt, fühlt sich der Torhüter immer müde. Ein Bluttest bringt die brutale Diagnose: Leukämie. Der Schwede mit Schweizer Lizenz kämpft zunächst gegen den Blutkrebs – und danach für seine Hockey-Karriere. Denn die Erkrankung zu überwinden, hat seinen Körper viel Energie gekostet. Östlund, der Sohn von Ex-Fribourg-Goalie Thomas (61), kommt kaum zu Einsätzen. Erst bei Ambri (2019 bis 2021) nähert er sich wieder langsam der Form, die es als Profi braucht. Hauptsächlich aber spielt er in der Swiss League bei den Ticino Rockets.
Die grösste Enttäuschung erlebt der Schlussmann, als ihm Lausanne viel Hoffnungen macht, ihn unter Vertrag nimmt, um ihn dann in La Chaux-de-Fonds zu parkieren. Doch genau dies soll zum Wendepunkt werden für Östlund, der 2020 aus der Krebs-Nachsorge entlassen worden ist und seither als geheilt gilt. Denn im Hochjura findet er endlich sein Hockey-Glück und die Freude wieder. Zweimal stemmt er den Meisterpokal (2023, 2024), sagt damals zu Blick: «Dass ich wirklich ein Teil davon bin, bedeutet mir extrem viel. Der Zusammenhalt ist genial.» Auf Östlund wird vertraut, er kommt auf so viele Einsätze für den gleichen Klub wie davor noch nie in seiner Laufbahn. Und: «Ich spüre noch immer, dass ein NL-Goalie in mir steckt.»
Dieses Gefühl hat den mittlerweile 32-Jährigen offensichtlich nicht getäuscht. Der EHC Biel sichert sich Ende 2025 seine Dienste und stattet ihn mit einem Zweijahres-Vertrag aus. Als Ersatz hinter Harri Säteri (36). Diese Herausforderung nimmt Östlund an, schliesslich hat er schon andere gemeistert. Spätestens seit den beiden wichtigen Siegen (4:3, 3:2) gegen die SCRJ Lakers macht er dem Finnen den Platz zwischen den Pfosten streitig. Auch sein drittes Spiel als Start-Goalie hat er gewonnen (3:2 gegen Davos). Östlund hat die Chance gepackt, für die er jahrelang gerackert hat, ohne je aufzugeben.
Folge jetzt deinem Lieblingsklub in der National League. So erhältst du auf dich zugeschnittene Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Folge jetzt deinem Lieblingsklub in der National League. So erhältst du auf dich zugeschnittene Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 13 | 24 | 33 | |
2 | HC Ambri-Piotta | 13 | 3 | 24 | |
3 | Genève-Servette HC | 14 | 0 | 24 | |
4 | SCL Tigers | 14 | 5 | 22 | |
5 | HC Fribourg-Gottéron | 13 | 13 | 21 | |
6 | Lausanne HC | 15 | 0 | 21 | |
7 | SC Bern | 12 | 2 | 20 | |
8 | HC Davos | 14 | -6 | 19 | |
9 | HC Ajoie | 14 | -4 | 19 | |
10 | HC Lugano | 13 | 0 | 18 | |
11 | EV Zug | 8 | 11 | 16 | |
12 | EHC Biel | 13 | -5 | 16 | |
13 | EHC Kloten | 14 | -24 | 12 | |
14 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 14 | -19 | 11 |