Mit Pestoni läufts bei Ambri wie am Schnürchen
Wer hätte das gedacht? Vergangenen März wurde Inti Pestoni (35) noch aufgrund mangelnder Fitness aussortiert. Die ersten acht Spiele der neuen Saison verpasst der Kultspieler der Leventiner überzählig. Doch mittlerweile mischt Pestoni die National League wieder auf. Fünf Partien hat der Ambri-Stürmer bereits wieder absolviert und sich perfekt in der Linie mit Michael Joly und Petr Kodytek eingefügt. Seit die Nummer 18 bei den Tessinern wieder im Line-up steht, haben die Biancoblu vier Spiele gewonnen sowie eines nach Verlängerung verloren und stehen in der Tabelle auf dem zweiten Platz. Dabei trägt Pestoni fleissig zum Erfolg bei. Vier Punkte in fünf Spielen hat der Stürmer bereits gesammelt.
Hrubec schoss ein Tor
Nanu, sind die in Zürich (oder Glattbrugg) der Zeit voraus? Bereits viereinhalb Stunden vor dem Knüller zwischen dem ZSC und dem HCD bringt Swiss Ice Hockey mit einem Push der App die Hockey-Fans durcheinander. Ein Tor wird vermeldet. In der 8. Minute gehen die Lions in Führung – durch Simon Hrubec auf Zuspiel von Robin Zumbühl. Eine Torhüter-Kombo als Torschützen? Spätestens da ist klar: Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Als dann im Telegramm Hrubec auch noch eine Strafe für einen Bandencheck kassiert, sind Schmunzler garantiert. Nach dem richtigen Telegramm am Abend aber ist den ZSC-Fans bestimmt nicht mehr zum Lachen zumute, ihre Rekordsieger kassierten gegen Davos die erste Pleite (2:3) der Saison.
Mayer in Genf nochmal der grosse Star
Es war ein ganz spezieller Abend für Goalie-Routinier Robert Mayer. Vor zwölf Tagen wechselte der Servette-Meisterkeeper im Tausch mit Joren van Pottelberghe von Genf zu Lugano. Am Dienstag kehrte der 37-Jährige mit den Tessinern in die Calvinstadt zurück und spielte gegen den Verein, der über zehn Jahre sein Arbeitgeber war. Mit einer improvisierten Maske, noch in Servette-Farben, aber mit je einem Lugano-Sticker auf der Seite. Vor der Partie wurde Mayer von den Genfern geehrt und reich beschenkt, danach war er mit einer starken Leistung am 5:2-Sieg gegen ebendiese beteiligt. Nach Spielschluss drehte der ehemalige Nati-Goalie mit Sohn im Arm noch eine emotionale Runde auf dem Eis und sprach anschliessend mit dem Mikrofon sogar noch zu den Genfer Fans.
Straftraining für SCB-Spieler nach Derby-Pleite?
Nach der Heimniederlage im Derby gegen die SCL Tigers (1:3) stapft eine kleine Gruppe von SCB-Spielern um Altmeister Tristan Scherwey in voller Montur in weissen Trikots zur Trainingshalle, die sich in der Postfinance-Arena befindet, rüber. Ein Straftraining wie zu Zeiten von Marc Lüthi? Trainer Serge Aubin weiss von nichts. Doch Sportdirektor Martin Plüss klärt auf: Während das Gros des Teams auf den Hometrainern strampelt, macht das Grüppchen das Auslaufen auf dem Eis. «Zu Hause kann man das ja so machen», sagt Plüss.
Paterlini: «Wir konnten eine Schippe drauflegen»
Die SCL Tigers revanchieren sich für die Derby-Niederlage vom Samstag (1:3) und gewinnen erstmals seit vier Jahren wieder in Bern (3:1). «Es war mega interessant, zweimal gegen den gleichen Gegner zu spielen. Im ersten Spiel hatten wir Mühe, kontrolliert auszulösen. Das haben wir diesmal sicher im ersten Drittel besser gemacht. Und wir konnten mehr in die Zweikämpfe bringen», sagt Tiger-Dompteur Thierry Paterlini. «Ich hatte das Gefühl, dass wir als Team nochmals eine Schippe drauflegen konnten. Ich denke, die Punkte sind fair verteilt worden in den beiden Spielen.» Auch Kloten (gegen Lausanne) und Davos (gegen die ZSC Lions) gelingt im «Rückspiel» die Revanche. Einzig Biel feiert zwei Siege gegen die SCRJ Lakers innert drei Tagen.
Plüss vertraut seinen Ausländern
SCB-Sportdirektor Martin Plüss wird nach dem Spiel gegen Langnau gefragt, ob er noch etwas bei den Ausländern mache. Der Zürcher Unterländer winkt ab. «Wir haben sieben Ausländer. Wir vertrauen ihnen.» Der US-Amerikaner Sonny Milano fehlt auch im zweiten Derby angeschlagen, hat sich aber nicht schwerwiegend verletzt. Dass er bereits fünf Spiele wegen Krankheit oder Verletzung verpasst hat, dürfte dem ehemaligen NHL-Stürmer auch nicht geholfen haben, sich an die neue Liga und ans grössere Eisfeld zu gewöhnen. Immerhin zeigte er bei seinem letzten Einsatz aufsteigende Tendenz. Davon kann bei Miro Aaltonen nicht die Rede sein. Der ehemalige Goalgetter wird im Abschluss immer harmloser, was angesichts von nur fünf Toren in der letzten und nur einem in dieser Saison nicht so einfach ist. Gegen Langnau schiesst er aus bester Position und mit viel Zeit zum Massnehmen Goalie Luca Boltshauser auf den Körper. Fehlenden Einsatz kann man dem Finnen nicht vorwerfen.
Rappi-Labanc klatscht falsche Fans ab
Kevin Labanc scheint noch so euphorisiert nach seinem 1:1-Ausgleichstreffer in Biel, dass der SCRJ-Amerikaner beim Gang in die Garderobe in der ersten Pause nur aus den Augenwinkeln wahrnimmt, wie kleine Fans ihre Arme über die Brüstung strecken. Labanc macht einige Schritte zurück, um die Kids in ihren roten Tenüs abzuklatschen. Die sind etwas perplex – denn sie sind Anhänger des EHC Biel. Vielleicht hat ihnen der Rappi-Star ja trotzdem den Abend versüsst.
Schicksals-Woche für die Lakers
Es ist eine Schicksalswoche für die Lakers mit Duellen gegen Teams, die in ihrer Reichweite liegen müssen. Zwei Spiele gegen Biel hat Rappi nun bereits verloren und ist deswegen ans Tabellenende gerutscht. Ganz dick kommt es für den SCRJ, sollte er auch in den kommenden Partien gegen Ambri und Kloten nicht den Tritt finden. Dann wird der Klub von der Konkurrenz abgehängt.
Martschini spielt plötzlich falsch rum
Lino Martschini hat in dieser Saison zwar noch kein EVZ-Spiel bestritten, aber jeder Hockeyfan weiss: Der Zuger ist einer der Rechtsschützen im Team. Als die Mannschaft Anfang Woche den praktisch vollendeten Hallenausbau besichtigen darf, macht sein Teamkollege Tobias Geisser eine Entdeckung in einem der neuen Korridore, die mit gemalten Spielerbildern verziert sind: Martschini, der zwischen Raphael Diaz und Ex-Stürmer Reto Suri prangt, hält den Stock falsch rum. Aus ihm ist ein «Leftie» geworden. Der 33-Jährige nimmts mit Humor, «da müsste ich lange dafür üben».
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 13 | 24 | 33 | |
2 | HC Ambri-Piotta | 13 | 3 | 24 | |
3 | Genève-Servette HC | 14 | 0 | 24 | |
4 | SCL Tigers | 14 | 5 | 22 | |
5 | HC Fribourg-Gottéron | 13 | 13 | 21 | |
6 | Lausanne HC | 15 | 0 | 21 | |
7 | SC Bern | 12 | 2 | 20 | |
8 | HC Davos | 14 | -6 | 19 | |
9 | HC Ajoie | 14 | -4 | 19 | |
10 | HC Lugano | 13 | 0 | 18 | |
11 | EV Zug | 8 | 11 | 16 | |
12 | EHC Biel | 13 | -5 | 16 | |
13 | EHC Kloten | 14 | -24 | 12 | |
14 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 14 | -19 | 11 |