Schlägereien gehören zum Eishockey und tragen auch zum Unterhaltungswert bei, wenn sich die Beteiligten dabei in einem gewissen Rahmen bewegen. Dazu gehört auch, dass man einen Gegner, der bereits geschlagen ist und sich nicht mehr wehren kann, nicht mehr mit Schlägen traktiert.
Gegen diesen Kodex unter Berufskollegen hat Daniel Carr (34) am letzten Freitag verstossen. Der Ajoie-Stürmer versetzte Biel-Captain Gaëtan Haas (34) noch einen wuchtigen Schlag mit der blossen Faust, als dieser bereits auf den Knien war und nicht mehr am Kampf teilnahm.
Für den Fight und den primitiven Nachschlag erhielt Carr zwei Spieldauer-Disziplinarstrafen. Der Einzelrichter sperrte ihn tags darauf vorsorglich für ein Spiel und leitete ein Verfahren gegen ihn ein. Jetzt liegt das Urteil vor: fünf Spielsperren gegen den Kanadier, wobei er eine schon verbüsst hat.
Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass ein Zeichen gegen solch rohe Gewalt gesetzt wird, wenn auch das Strafmass nach Resultat-Justiz riecht, da sich Haas dabei eine Gehirnerschütterung zugezogen hat und bis auf weiteres ausfällt, wie der EHC Biel noch während des Verfahrens mitteilte.
Gegen Bozon gab es 2024 kein Verfahren
Dass gegen einen Spieler, der sich an einem bereits geschlagenen Spieler vergreift, hart vorgegangen wird, war nicht immer so. Man erinnere sich an die Attacke des damaligen Lausanne-Stürmers Tim Bozon in den Playoffs 2024 in Davos. Der Franzose mit Schweizer Lizenz prügelte dabei noch zweimal auf den finnischen Verteidiger Kristian Näkyvä ein, als dieser bereits verletzt auf dem Eis lag, nachdem er sich das Knie verdreht hatte.
Bozon wurde lediglich mit einer automatischen Sperre belegt. Ein Verfahren wurde nicht eingeleitet. «Bizarre Ligajustiz: Bozon gehört gesperrt – für ewig und einen Tag», titelte Blick damals.
Die Liga scheint ihre Lehren aus dem Fehlentscheid von damals gezogen zu haben. Der Einzelrichter hat ein Exempel an Carr statuiert. Jeder weiss nun, wo die Grenze bei einem Fight liegt. Man darf gespannt sein, ob diese Linie auch noch gilt, wenn es dann in den Playoffs wieder knallt.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 12 | 25 | 33 | |
2 | Genève-Servette HC | 13 | 3 | 24 | |
3 | HC Ambri-Piotta | 12 | 2 | 21 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 12 | 14 | 21 | |
5 | Lausanne HC | 14 | 1 | 21 | |
6 | SC Bern | 11 | 4 | 20 | |
7 | SCL Tigers | 13 | 3 | 19 | |
8 | HC Ajoie | 14 | -4 | 19 | |
9 | EV Zug | 8 | 11 | 16 | |
10 | HC Davos | 13 | -7 | 16 | |
11 | HC Lugano | 12 | -3 | 15 | |
12 | EHC Biel | 12 | -6 | 13 | |
13 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 13 | -18 | 11 | |
14 | EHC Kloten | 13 | -25 | 9 |