Darum gehts
- Christoph Bertschy fehlen 41 Spiele, um Rüthemanns Rekord zu brechen
- SCL Tigers kämpfen mit Hackerangriff, Website muss neu aufgesetzt werden
- Zug und Bern dominieren Vorbereitung: 2,43 Punkte pro Spiel
Beisst Bertschy für den Rekord auf die Zähne?
Das Champions-League-Spiel vom Sonntag gegen Mannheim (3:4) verpasste Christoph Bertschy verletzt. Doch man hofft, dass er zum Start wieder fit ist, wie «La Liberté» berichtet, und so seine «Iron-Man»-Serie verteidigen kann. Seit seiner Rückkehr aus Nordamerika spielte er in 483 Ligaspielen in Folge. Um den Rekord von Ivo Rüthemann zu übertreffen, fehlen noch 41 Spiele. Da könnte es sich lohnen, auf die Zähne zu beissen. Weiter verletzt sind der neue Captain Andrea Glauser, der noch mehrere Wochen ausfällt, sowie Jamiro Reber und Henrik Borgström, die bald wieder zur Verfügung stehen sollten.
SCL Tigers beklagen Hackerangriff
Langnau-Trainer Thierry Paterlini kann zum Saisonstart praktisch aus dem Vollen schöpfen, nachdem sich zuletzt auch der neue schwedische Stürmer Jonathan Dahlén und der neue Captain Flavio Schmutz nach Verletzungen zurückgemeldet haben. Fraglich ist einzig Verteidiger Samuel Erni. Zum Saisonstart weiterhin im Emmental ist auch Stürmer Robin Ramsauer (24) von Chur, der in der Vorbereitung überzeugte. Die Partnerschaft mit Chur wurde am Montag bis 2028 verlängert. Sorgen bereitet den SCL Tigers dagegen die klubeigene Homepage, die letzte Woche einem Hackerangriff zum Opfer fiel und offensichtlich neu aufgesetzt werden muss. Immerhin konnte für das Ticketing und den Gastro-Bereich eine externe Lösung gefunden werden.
Nicht fit – Pestoni muss warten
Es wird spannend, zu beobachten, wie sich der Fall Inti Pestoni bei Ambri entwickelt. Der 35-Jährige war schon letzte Saison bei Trainer Jussi Tapola in Ungnade gefallen. Weil der die Fitnessanforderungen noch nicht erfüllt, wird der Stürmer beim Start gegen Ajoie überzählig sein. Er sei aber mit der Einstellung des Tessiners zufrieden, so Tapola gegenüber RSI. «Er arbeitet und wir hoffen, ihn baldmöglichst zur Verfügung zu haben.» Verteidiger Luc Bachmann verletzte sich derweil im Test gegen Rappi und fällt zwei bis drei Wochen aus.
EVZ fehlen vier Top-Stürmer
Neben Lino Martschini, der schon einen grossen Teil der letzten Saison aufgrund einer Knieverletzung verpasste, sind auch der Tscheche Dominik Kubalik, Gregory Hofmann und Mike Künzle (alle Unterkörper) beim Auftakt in Lausanne nicht dabei. Der Zustand des Sturmquartetts wird von Woche zu Woche neu beurteilt.
Bern hofft auf den richtigen Aaltonen
Letzte Saison war der designierte Goalgetter Miro Aaltonen (33) eine Enttäuschung und erzielte nur fünf Tore. Jetzt hofft man in Bern, dass man den «richtigen Aaltonen» zu sehen bekommt. In der Vorbereitung traf der Finne gleich oft wie in der ganzen letzten Saison. Bei der Hauptprobe gegen die ZSC Lions (5:2), auf die man auch beim Start am Dienstag trifft, gelang ihm am letzten Freitag ein Doppelpack. Die Berner sollten die Saison in Vollbestand in Angriff nehmen können.
Wake-up-Call für den ZSC
Bei den ZSC Lions ist Derek Grant nach seiner Handverletzung zwar zurück im Training, wird aber beim Saisonstart noch nicht eingesetzt. Ansonsten stehen dem neuen Trainer Claude Julien bei seinem Meisterschaftsdebüt gegen Bern alle Spieler zur Verfügung. Gegen den SCB spielte der ZSC bereits am Freitag – im Rahmen des letzten Vorbereitungsspiels in Wichtrach BE setzte es eine 2:5-Pleite ab. «In die Hosen machen wir uns deswegen nicht, aber es war ein Wake-up-Call. Bern war klar besser», sagt Sportchef Sven Leuenberger. Zum Start in die letzte Saison liessen die ZSC Lions ihre Fans sogleich leiden. Dreimal lagen sie da gegen Biel zurück, ehe sie durch einen Treffer von Yannick Weber eine Sekunde vor Schluss der regulären Spielzeit doch noch mit 4:3 gewinnen konnten.
Zug und Bern Könige der Vorbereitung
Niemand wird Resultate aus Testspielen überbewerten wollen. Doch Siege in der Vorbereitung sorgen für ein gutes Gefühl. Da stehen Zug und Bern in der ersten Reihe. Beide haben nur einmal verloren: Der EVZ gegen Kometa Brno (2:3) und der SCB gegen die SCL Tigers (0:1). Auch Kloten (1:5 gegen Ambri) und Lausanne (3:4 n.V. gegen Fribourg) weisen nur eine Pleite auf.
Tabelle der Vorbereitung: 1. Bern und Zug 2,43 Punkte pro Spiel. 3. Kloten 2,29. 4. Lausanne 2,25. 5. SCL Tigers 2,14. 6. Fribourg* 2,13. 7. Servette* und ZSC Lions 2,0. 9. Biel 1,86. 10. Ajoie 1,83. 11. Davos* 1,75. 12. Rappi 1,33. 13. Ambri 1,29. 14. Lugano 1,17. – *inklusive Champions Hockey League
Dubé trifft erstmals auf alte Liebe
Zehn Jahre war Christian Dubé als Trainer oder Sportchef oder beides zusammen bei Fribourg tätig. Als er im Mai 2024 entlassen wurde, hatte der Kanada-Schweizer schwer daran zu knabbern. Nun trifft er zum Saisonstart 2026/27 erstmals als Headcoach des EHC Biel auf seine alte Liebe. Letzte Saison, nach seiner Einstellung im Seeland am 21. Januar, kam es nicht mehr zu diesem Duell. Bis auf die beiden langzeitverletzten Verteidiger Niklas Blessing und Robin Grossmann kann Dubé auf sein gesamtes Kader zurückgreifen, nachdem Petr Cajka sich zurückgemeldet hat. Sportchef Martin Steinegger freut sich auf das Heimspiel zum Start gegen den Meister: «Da müssen wir sogleich bereit sein und das ist gut so.»
Berra brauchte nur zwei Testspiele
Klotens Königstransfer Reto Berra (39) spielte in der Vorbereitung nur zweimal, gegen die SCL Tigers (1:0) und gegen Augsburg (5:4 n.V.). Muss man sich Sorgen machen um den Meistergoalie, der von Fribourg kam? «Er ist in einem Alter, in dem er genau weiss, was er braucht», beruhigt Sportchef Ricardo Schödler. Verletzt fehlen derweil der Kanadier Brandon Gignac (noch rund zehn Wochen out), für den Schödler einen Ersatz sucht, und die Verteidiger Dario Sidler (fünf Wochen out) und Nicholas Steiner, der sich im Sommertraining einen Achillessehnenriss zugezogen hatte und monatelang ausfällt. Noch in Abklärung sind die Verletzungen der Zwillinge Rafael und Simon Meier.
Lugano zum Start ohne Simion
Bei Lugano verpassen die Stürmer Dario Simion und Cyrill Henry gemäss RSI den Saisonstart verletzt. US-Center Nick Shore, der vorerst mit einem Vertrag bis Ende Oktober ausgestattet wurde, dürfte überzähliger Ausländer sein.
SCB-Talente zu Olten
Der EHC Olten hat für zwei SCB-Talente eine B-Lizenz gelöst: Stürmer Joel Grossniklaus (20) und der lettische Verteidiger mit Schweizer Lizenz Rolands Naglis (19) haben die Solothurner in den Testspielen überzeugt.














