Darum gehts
- Simon Knak (24) ergänzt Andrighetto und Malgin beim ZSC perfekt laut Trainer
- Knak will das fehlende Puzzleteil für die Meisterschaft sein
- ZSC-Neuzugang mit zwei WM-Silbermedaillen und NHL als Karriereziel
Das Königsduo der ZSC Lions hat einen neuen Kronprinzen: Neuzugang Simon Knak (24) ist für den neuen Trainer Claude Julien (66) die «perfekte Ergänzung» zu Sven Andrighetto (33) und Denis Malgin (29). Den jeweils idealen dritten Mann für «Malghetto» zu finden, war für die Coaches in der Vergangenheit – sowohl beim ZSC als auch in der Nati – stets eine Herausforderung. «Neben ihnen zu spielen, ist eine riesige Ehre», schwärmt derweil Knak.
Andrighetto hatte im Mai gegenüber Blick zur Suche nach dem passenden dritten Mann noch gesagt: «Wieso soll diese anspruchsvoll sein? Das ist das Einfachste, was es gibt! Man kann uns irgendjemanden geben, und es läuft.»
«Es ist nicht immer leicht, sie zu lesen»
Welche Erfahrung hat Knak bislang gemacht? Ist es nun einfach oder doch schwierig, ein derart eingespieltes Duo zu ergänzen? «Ich würde nicht sagen, dass es schwierig ist. Wir wissen alle, wie unfassbar gut die beiden sind. Was sie am Puck können, ist unglaublich, und es ist nicht immer leicht, sie zu lesen. Da geht einfach alles nochmals schneller. Aber ich hatte nun einige Wochen Zeit herauszufinden, was sie tun, und fühle mich neben ihnen sehr wohl», sagt der Powerstürmer dazu.
Die Harmonie in dieser neu zusammengestellten Linie ist bereits in der Saisonvorbereitung erstaunlich gut. «Ich glaube, ich bringe eine gewisse Härte rein. Ich hoffe, ich kann das fehlende Puzzleteil sein – nicht nur in der Vorbereitung, sondern auch, wenn es in der Meisterschaft richtig zählt», so der ehemalige Kloten-Junior.
Profitiert auch die Nati?
Sicher wird auch Nati-Trainer Jan Cadieux (46) gespannt verfolgen, ob Andrighetto, Malgin und Knak beim ZSC über die ganze Saison zu einer löwenstarken Formation zusammenwachsen, die er anschliessend für die WM in Deutschland als eingespieltes Trio übernehmen könnte.
Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Zunächst gilt es für Knak, richtig im ZSC-Meisterschaftsalltag Fuss zu fassen. Nach fünfeinhalb Jahren in Davos erwartet den Nati-Stürmer, der an den letzten drei grossen Turnieren dabei war und zwei WM-Silbermedaillen gewinnen konnte, der nächste Karriereschritt.
NHL-Traum im Hinterkopf
Oft wird er als der Königstransfer der ZSC Lions bezeichnet. Er selbst relativiert jedoch: «Auch ein Tim Berni und ein Malte Strömwall sind gekommen, da möchte ich meinen Transfer nicht hervorheben.» Was er schon festgestellt hat: Das Kader ist im Vergleich zum HCD nochmals eine Spur breiter. «Wir haben so viele gute Spieler hier in Zürich – der Konkurrenzkampf ist gross. Diesen bekomme auch ich zu spüren. Man muss jeden Tag zeigen, was man draufhat.»
Sich im Kampf um Eiszeit täglich behaupten zu müssen, treibt Knak an. Denn schliesslich verfolgt er ein noch höheres Ziel: es eines Tages in die NHL zu schaffen. In diesem Sommer haben seine Nati-Kollegen Attilio Biasca (23, Boston) und Théo Rochette (24, Detroit) den Sprung nach Übersee gewagt. «Ich wünsche ihnen, dass sie das rocken. Dann wären wir wieder zwei Schweizer mehr in der NHL», sagt Knak dazu und gesteht: «Bei mir ist dieser Traum ebenfalls im Hinterkopf. Er zwingt mich dazu, jeden Tag noch härter zu arbeiten. Aber momentan zählt nur der ZSC. Mein klares Ziel ist es, hier Meister zu werden.»

