Nemeth attackiert Taibel mit einem doppelten Crosscheck
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Sicherungen durchgebrannt:Nemeth attackiert Taibel mit einem doppelten Crosscheck

Attacke auf Lakers-Taibel
Liga zieht Gottéron-Nemeth aus dem Verkehr

Die Serie zwischen Favorit Fribourg und Underdog Rapperswil-Jona geht in die letzte Runde. Dabei haben beide Teams ein Problem mit dem Powerplay.
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Fribourg-Wandschrank Patrik Nemeth muss nach seinen Attacken gegen Jonas Taibel vorzeitig unter die Dusche.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Patrik Nemeth kassiert in Rapperswil 27 Strafminuten nach zwei Crosschecks
  • Fribourg übersteht siebenminütiges Boxplay trotz doppelter Unterzahl
  • Nemeth führt Playoff-Strafenstatistik mit 54 Minuten vor Igor Jelovac (45 Minuten)
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Sperre

Die Playoffs haben einen neuen Strafenkönig: Patrik Nemeth. In der Endphase des 3:1-Sieges in Rapperswil traktiert der schwedische Abräumer seinen künftigen Teamkollegen Jonas Taibel gleich mit zwei Crosschecks (siehe Video oben) und kassiert dafür auf einen Schlag 27 Strafminuten (2 plus 5 Minuten sowie Restausschluss), womit er den bisherigen Playoff-Leader in der Strafenstatistik, Igor Jelovac (Rappi, 45 Minuten), mit total 54 Minuten überflügelt. Der ehemalige NHL-Verteidiger und wichtigste Penalty-Killer brockt seinem Team dabei ein siebenminütiges Boxplay ein. Fribourg übersteht dies, obwohl Samuel Walser sein Team in doppelte Unterzahl versetzt und Rappi danach noch den Goalie rausnimmt. Die Frage ist, ob Nemeth schon genug gestraft wurde oder ob er noch Post vom Einzelrichter bekommt. Und tatsächlich, am Dienstagvormittag wird ein Verfahren gegen Nemeth eröffnet. Er wird vorsorglich für Spiel gesperrt und verpasst so Spiel 7. Der Finne Juuso Arola könnte für ihn einspringen.

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Penalty-Killing

Was die SCRJ Lakers und Fribourg in dieser Serie in Unterzahl zeigen, ist grosse Klasse, was sich vom Powerplay nicht sagen lässt. Gottéron spielte in den sechs Spielen schon über 48 Minuten in Überzahl, Rappi eine Minute weniger. Dabei haben die Unterzahl-Combos das Duell mit den Powerplay-Einheiten klar gewonnen: Einem einzigen Überzahl-Tor von Laker Tyler Moy in Game 2 stehen zwei Shorthander von Rappi-Stürmer Sandro Zangger und einer von Fribourg-Topskorer Henrik Borgström gegenüber. Wahnsinn!

Rönnbergs Stolz

Hat Gottéron-Coach Roger Rönnberg schon einmal eine Serie mit solch einer Powerplay-Statistik erlebt? «Nein», antwortet der Schwede. «Und ich habe noch nie ein so gutes Penalty-Killing gesehen. Es ist das Beste, das ich je gesehen habe.» Da stellt sich die Frage: Von seinem Team oder von den Lakers? «Unseres», stellt der langjährige Frölunda-Coach klar. «Natürlich ist ihr Penalty-Killing auch gut. Aber da sehe ich auch unseren Anteil. Unser Powerplay muss besser sein.» Ähnlich klingt es dann bei den Lakers …

Lundskogs Lob

Die Lakers spielten am Montag fast 18 Minuten Powerplay – und schossen kein Tor. «Wir haben genug Chancen kreiert, um das Spiel enger zu machen», so Verteidiger Jacob Larsson, «aber das Powerplay war nicht gut genug, da müssen wir mehr vollstrecken. Mindestens ein, zwei Powerplay-Treffer müssen da drinliegen.» Vor Reto Berras Kasten müsse mehr Verkehr her. Aufs mässige Überzahlspiel angesprochen, zieht Lakers-Trainer Johan Lundskog die Augenbraue hoch. «Das ist aber jetzt zu einfach, zuerst darauf hinzuweisen.» Der Schwede streicht lieber das starke Boxplay heraus, «das war hervorragend.» Aber natürlich habe es zahlreiche Torchancen gegeben, «alle Spieler müssen da mehr draus machen.» Vor allem aber habe man Fribourg im Startdrittel das Toreschiessen zu einfach gemacht.

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Playoff-Aus?

Lakers-Star Tyler Moy fehlte den Lakers in Spiel 6 an allen Ecken und Enden. Zumindest in den fast 18 Powerplay-Minuten hätte der Nati-Stürmer etwas mehr Drive in die Versuche der Lakers gebracht. Doch der 30-Jährige verletzte sich im letzten Duell 50 Sekunden vor Schluss nach einem Bully, als sein Teamkollege Fabian Maier Fribourgs Kyle Rau auf Moys rechtes Bein wuchtete und dieses eingeklemmt wurde. Der Topskorer dürfte sich dabei am Knie verletzt haben – doch wie schwer? Für eine Rückkehr in den Playoffs könnte es dem Vernehmen nach selbst bei einem Weiterkommen der Lakers in den Halbfinal eng werden. Die Anschlussfrage: Wird Moy für die Heim-WM im Mai wieder rechtzeitig fit? Immerhin ist er vor einem Jahr der beste WM-Skorer der Schweizer Nati gewesen.

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Reizfigur Bertschy

Während in den Spielen in Fribourg Rappi-Verteidiger Igor Jelovac nach seinem provokanten Jubel in Spiel 1 die Gemüter erhitzt, übernimmt Christoph Bertschy diesen Part in Rapperswil. Nachdem er im fünften Spiel zur Schlusssirene Lakers-Goalie Melvin Nyffeler einen Schlag verpasst hat, wird der Nati-Stürmer ausgepfiffen, als sein Name beim Verlesen der Aufstellung genannt wird. Bertschy lässt sich nicht beeindrucken und kommt endlich auch sportlich in Fahrt, nachdem er in dieser Serie vor allem durch Scharmützel aufgefallen ist. Er beweist viel Übersicht und schickt Henrik Borgström beim 2:0 mit einem grandiosen Pass steil. Und als ihn die Lakers-Fans beschimpfen, grinst er sie an.

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