Ausländer-Septett stellt ein Problem dar
Folgt jetzt beim EVZ der nächste Frühlingsputz?

Der EVZ hat sich kein besseres Ende dieser Saison verdient. Dafür gibt es mehrere Gründe. Doch der Ausblick ist nicht ganz so klar. Denn das Team wird kaum verändert. Eigentlich.
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Von den letzten 13 Playoff-Duellen gewann der EVZ ein einziges. Um es etwas übertrieben zu formulieren: Das ist Galaxien von den Erwartungen entfernt, die in Zug seit den beiden Meistertiteln 2021 und 2022 gestiegen sind. Und die man in eine Mannschaft in dieser Besetzung durchaus haben muss.

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Mit einem 1:4 in der Viertelfinal-Serie schieden die Zuger in Davos aus den Playoffs aus.
Foto: keystone-sda.ch

Die Ansprüche entstehen aus dem Potenzial, das man einer Truppe attestiert. Selten werden die schlechtesten Befürchtungen in die Zielsetzungen einbezogen. Dass Goalgetter vor dem Kasten schwächeln, Verletzungen das Team ausdünnen, Leistungsträger nur noch Schatten ihrer selbst sind, ein Meistergoalie nicht mehr die totale Sicherheit ausstrahlt, ein Trainer-Projekt (Michael Liniger, ein Schweizer) scheitert, weil sich die Mannschaft nie fängt.

«Zu viele Spieler zeigten nicht ihr A-Game»
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Helfenstein zum EVZ-Out:«Zu viele Spieler zeigten nicht ihr A-Game»

Das alles ist passiert. Wie schon vor einem Jahr, nach dem 0:4 gegen Davos, wird auch dieses 1:4 gegen den gleichen Gegner tiefschürfende Analysen zur Folge haben. Wieder mit dem gleichen Resultat? Im Sommer 2025 wischte Sportchef Reto Kläy mit dem Leistungsbesen durch die Ausländer-Besetzung. Gleich drei Schweden (Niklas Hansson, Gabriel Carlsson und Fredrik Olofsson) wurden trotz laufender Verträge weggeschickt. Die Neubesetzungen David Sklenicka (Tsch), Tomas Tatar (Slk) und Dominik Kubalik (Tsch) verliehen den Zugern jedoch nicht mehr Charakter, insbesondere in Krisenzeiten nicht. Verteidiger Sklenicka erfüllte am ehesten noch die Anforderungen.

Das Problem? Vom aktuellen Ausländer-Septett werden die Zuger einzig Daniel Vozenilek (Tsch) mit auslaufendem Vertrag elegant los. Der Kontrakt von Captain Jan Kovar (Tsch) zum Beispiel läuft noch bis 2027. Der 36-Jährige büsste viel seiner Präsenz ein und war hauptsächlich deshalb nicht überzählig, weil er ein benötigter Center ist. Dafür war Topskorer Dominik Kubalik (Tsch, bis 2027) in drei von fünf Viertelfinal-Spielen überzählig, weil sein Rückwärtsgang harzt.

Umbau braucht (zu) viel Zeit

Der Umbau dieser einstigen Meistermannschaft frisst mehr Zeit als gedacht. Etwas frisches Blut und mehr Energie würden dem EVZ guttun. Dafür sorgt Kläy zwar punktuell mit den Verpflichtungen von Chris Egli (30), Rico Gredig (21, beide aus Davos), Eigengewächs Nik Petrovic (20) und Eric Schneller (20, von Genf). Das nächste Problem: Der Kern des Teams bleibt bestehen. Oder plant Kläy den nächsten Frühlingsputz in der Kabine für etwas mehr Glanz und weniger Blässe?

Weitere auslaufende Verträge haben die Verteidiger Raphael Diaz (40) und Dominik Schlumpf (35). Diese Pendenzen können warten. Das wichtigste Traktandum von Sportchef Kläy: der neue Trainer. Nothelfer Benoît Groulx (58, Ka) fehlt das Profil dafür. Mit der Suche habe man schon begonnen, bestätigt Kläy nach dem Aus in Davos. Es ist ein Job, der auch über seine Zukunft bestimmen könnte.

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