Abgelenkter Henauer-Schuss schockt Fribourg
3:17
Fribourg – SCRJ Lakers 1:2:Abgelenkter Henauer-Schuss schockt Fribourg

Siegestor für die Lakers
Bald-Fribourger Taibel lässt Fribourg leiden

Jonas Taibel wird bald die Farben von Gottéron tragen. Aber im Moment lässt er die Fribourger noch leiden. Der Lakers-Stürmer lässt mit seinem ersten Playoff-Tor seinen zukünftigen Verein zittern.
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Rappi-Jubel: Torschütze Jonas Taibel (links) feiert mit Captain Nico Dünner, Mika Henauer, Igor Jelovac und Sandro Zangger den Treffer zum 2:1 gegen Fribourg.
Foto: Freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jonas Taibel erzielt am Samstag das 2:1 für die SCRJ Lakers
  • Rappi führt 3:2 in der Serie gegen Fribourg-Gottéron
  • Taibel spielte über zwölf Minuten, mehr als jeder andere Rappi-Stürmer
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Grégory Beaud und Stephan Roth

In Fribourg werden sie an ihm noch viel Freude haben. Doch jetzt spielt Jonas Taibel (21) noch für die SCRJ Lakers und zeigt gegen seinen künftigen Klub starke Leistungen. Und mit seinem entscheidenden Treffer am Samstag zum 2:1 bringt er Gottéron in höchste Bedrängnis. Rappi führt in der Serie 3:2 und braucht noch einen Sieg aus zwei Spielen, um die Überraschung perfekt zu machen. 

Hätte er sich entscheiden müssen, wo er das erste Playoff-Tor seiner jungen Karriere erzielen würde, hätte sich Taibel dann für die FKB-Arena, seinen zukünftigen Arbeitsplatz, entschieden? «Das ist noch nicht so bald. Ich werde später Zeit haben, darüber nachzudenken», sagt der Schweiz-Österreicher und lacht. Er gibt aber zu, dass diese Serie etwas Besonderes für ihn ist. «Dass wir uns für die Playoffs qualifiziert haben, ist schon etwas Besonderes. Gegen Gottéron in der regulären Saison zu spielen, war etwas Besonderes. Mit der Intensität der Playoffs ist es das noch mehr.»

Auf den Grund seines Wechsels an die Saane angesprochen, sagte der Stürmer der «Südostschweiz» im vergangenen Dezember: «Es war letztlich ein Bauchentscheid. Ich hatte das Gefühl, dass ich nach so vielen Jahren mal etwas Neues sehen will.» Und gegenüber «La Liberté» erklärte er, dass ihn Trainer Roger Rönnberg in einem Videocall davon überzeugt hatte, dass Gottéron die richtige Adresse für ihn sei. «Mit gefällt ihr Projekt. Sie haben eine Vision für die Jungen und mich.»

«Endlich das erste Tor in den Playoffs»

Teil der Fribourger Vision ist auch der erste Meistertitel der Klubgeschichte. Da dürfte es Taibel, den Sportchef Gerd Zenhäusern mit dem derzeit schmerzlich vermissten Nati-Stürmer Sandro Schmid (Saisonende) vergleicht, nicht stören, wenn der nicht vor seiner Ankunft realisiert wird.

Lakers-Taibel nach dem Auswärtssieg in Fribourg
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«Heute waren wir härter»:Lakers-Taibel nach dem Auswärtssieg in Fribourg

Taibel hat sich sein Erfolgserlebnis am Samstag nicht gestohlen. Der Center der zweiten Linie mit Sandro Zangger und Dominic Lammer, der von Trainer Johan Lundskog in den Playoffs bei Gleichbestand mit über zwölf Minuten mehr Eiszeit pro Spiel als jeder andere Rappi-Stürmer erhält, hatte schon früher am Abend eine Chance. «Endlich das erste Tor in den Playoffs», sagt er grinsend. War es das Wichtigste seiner Karriere? Man hätte erwarten können, dass die Antwort wie aus der Pistole geschossen kommt. Aber er braucht ein wenig Bedenkzeit. «Eines der wichtigsten auf jeden Fall.»

Dass er der Torschütze war, wusste er nicht mit Sicherheit. Er habe zwar das Gefühl gehabt, dass er den Schuss von Mika Henauer abgefälscht habe. «Aber es waren so viele Spieler hinter mir, dass ich nicht wissen konnte, ob noch ein anderer den Puck berührt hatte.»

«Nicht vergessen, dass Fribourg gut ist»

Wie erklärt er sich, dass sein Team in Fribourg ein anderes Gesicht zeigte als noch bei den beiden Niederlagen davor? «Wir hatten einen klaren Matchplan und haben uns daran gehalten», sagt der Vorarlberger mit acht Länderspielen für die Schweiz. «Wir wollten schneller spielen als in den Spielen Nummer 3 und 4. Wir wollten diszipliniert sein und härter spielen als sie, vor allem vor den beiden Toren.»

Dank dem zweiten Break sitzt Rappi in dieser Serie wieder am Steuer und hat am Montag vor eigenem Anhang die Chance, den vierten Sieg zu holen und im Halbfinal einzuparken. «Das Spiel beginnt wieder bei 0:0», sagt Taibel wie ein routinierter Interviewpartner. «Wir dürfen nicht vergessen, dass Fribourg eine gute Mannschaft ist. Jedes Spiel hat seine eigene Geschichte. Man weiss nie genau, in welche Richtung es gehen kann. Wir müssen einfach versuchen, von der ersten Sekunde an da zu sein und so hart wie möglich zu spielen.»

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