Darum gehts
- Rapperswil-Jona verliert Schwung nach zwei Niederlagen gegen Fribourg in Playoffs
- Kyle Rau glänzt mit 3 Assists, Fribourg nutzt Rapperswils Fehler aus
- Acht Spiele in 16 Tagen: Melvin Nyffeler wirkt erschöpft
Müdigkeit?
In den letzten beiden Spielen hatte man den Eindruck, dass Rapperswil-Jona nach davor vier Play-In- und zwei Playoff-Spielen auf halben Weg in die Halbfinals mit leerem Tank stehenbleibt. Deshalb die Frage an Trainer Johan Lundskog: Ist die Energie ein Problem? Ist das Team müde nach den vielen anstrengenden Spielen? Die trockene Antwort des Schweden: «Nein. Nein.» Lundskog sieht die Ursache für den Umschwung in der Serie woanders: «Wir machen einige dumme Fehler. Zwei Spiele in Folge haben wir ihnen einige einfache Tore offeriert. Im letzten Spiel kassierten wir alle vier Gegentore nach Puckverlusten. Und diesmal waren mindestens die ersten zwei Gegentore zu einfach. Das hat ihnen das Momentum gegeben.» Jetzt habe man eine Best-of-3-Serie vor sich.
Diskussion um Rönnberg
Game-Changer I
Seit Kyle Rau anstelle des Kanadiers Ty Rattie (0 Punkte und 2 Niederlagen) zum Einsatz kommt, hat Gottéron aufgedreht. Der kleine Amerikaner (1,75 m) war bereits am Dienstag bei seinem Playoff-Debüt für die Fribourger ein Aktivposten und setzte im ersten Shift mit einem Check und einem Schuss den Ton. Am Donnerstag ist er erneut stark und bereitet das 1:0 von Michael Kapla und das 3:1 von Yannick Rathgeb vor.
Game-Changer II
Auch Rappi wechselte in Game 3 einen Mann ein: Captain Nico Dünner, der nach einer Handverletzung früher als erwartet sein Comeback geben konnte. Seither haben die Lakers zweimal verloren, was nicht an Dünner liegt dürfte, der mit seinem 1:2 am Donnerstag noch einmal Hoffnung entfacht. Auch wenn er eine Minus-3-Bilanz aufweist. Gleichzeitig hat Jacob Larsson, der in Abwesenheit Dünners das C auf der Brust trug, spürbar nachgelassen.
Game-Changer III
Während SCRJ-Keeper Melvin Nyffeler die ersten beiden Spiel sein Gegenüber Reto Berra ausgestochen hatte, war es nun in den letzten beiden Partien der Fribourg-Goalie, der das Duell für sich entschied und dabei viel Ruhe ausstrahlte. Nyffeler wirkt derweil nach acht Spielen 16 Tagen etwas matt. Vielleicht würde dem 31-Jährigen, der einen kräfteraubenden Stil hat, eine Pause guttun, zumal die St. Galler mit Ivars Punnenovs, der ebenfalls eine solide Regular Season spielte, eine valable Alternative haben.
Wechsel?
Auch wenn Johan Lundskog nichts von Müdigkeit wissen will: Sind Änderung in der Aufstellung nun ein Thema? «Das ist immer eine Option», sagt der Rappi-Coach. «Wir werden das Video des Spiels anschauen und analysieren, wer wie gut gespielt hat, und dann entscheiden.» Mit Verteidiger Julius Honka und Stürmer Philippe Maillet hat er noch frische Ausländer in der Hinterhand, die allerdings seit dem 7. März (Maillet) beziehungsweise 9. März (Honka) nicht mehr gespielt haben. Als Wechselkandidaten kämen Verteidiger Lawrence Pilut oder Stürmer Tanner Fritz infrage, der im Schlussdrittel ausschied, nachdem er einen Schuss abgekriegt hat. Ob er am Samstag spielen kann, will Lundskog nicht sagen. «Aber Frizzy ist ein Krieger. Das war er schon die ganze Saison und ich erwarte, dass er alles tun wird, um spielen zu können.»
Zweite Garde
Aufgrund der Verletzungen von Marcus Sörensen, Sandro Schmid, Attilio Biasca und Andrea Glauser müssen bei Gottéron Spieler, die sonst im Schatten der Stars stehen, in die Bresche springen. Dabei haben sich neben Kyle Rau (3 Assists) Kévin Nicolet (1 Tor, 2 Assist), Jan Dorthe, Jeremi Gerber (beide 1 Tor, 1 Assist) sowie Jamiro Reber (2 Assists) hervorgetan.


