Andrighetto wird vom Teamkollegen über den Haufen gefahren
1:19
Topskorer muss verletzt raus:Andrighetto wird vom Teamkollegen über den Haufen gefahren

ZSC bangt nach Gala gegen Lugano um Andrighetto
«Das war heftig, hat nicht schön ausgesehen»

Die ZSC Lions erfreuen sich an ihrer bislang besten Leistung in diesen Playoffs, aber bangen um Sven Andrighetto. Derweil muss Lugano nach der 0:4-Pleite nachts noch eine Extraschicht einlegen.
Kommentieren
1/5
ZSC-Star Sven Andrighetto ist schwer gezeichnet.
Foto: Patrick Straub/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • ZSC Lions besiegen Lugano 4:0, Andrighetto verletzt sich bei Kollision
  • Trainer Bayer: Andrighetto ist Schlüsselspieler, längerer Ausfall wäre schwerwiegend
  • Lugano reist wegen Gotthard-Sperre über San Bernardino, 30 Minuten länger
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_378.JPG
Marcel AllemannReporter Eishockey

Andrighetto-Crash

«Es war eine solide Leistung, vom ersten bis zum letzten Mann», sagt ZSC-Trainer Marco Bayer nach dem 4:0-Statement seiner Mannschaft im dritten Viertelfinal-Akt. Lugano kann die ZSC Lions nie wirklich fordern, das machen die Zürcher dann selbst, als sich die beiden Linienpartner Rudolfs Balcers und Sven Andrighetto gegenseitig nicht sehen und mit voller Wucht zusammenkrachen.

Während Balcers den Vorfall unbeschadet übersteht, verlässt Andrighetto schwer gezeichnet das Eis und kehrt nicht mehr zurück. «Das war heftig, hat nicht schön ausgesehen», sagt Bayer. Dazu, wie es um Andrighetto steht und ob womöglich ein längerer Ausfall droht, kann der ZSC-Headcoach nach Spielschluss noch keine Angaben machen. Was würde eine allfällige Absenz für sein Team bedeuten? Bayer: «Andrighetto ist einer unserer Schlüsselspieler, und wenn er ausfällt, spürt man dies enorm. Aber wir sind breit aufgestellt, da besteht auch immer eine Chance für einen anderen, in die Bresche zu springen.»

ZSC-Bodyguards

Die ZSC Lions fallen in diesen Playoffs nicht nur durch ihre spielerische Klasse auf, sondern auch dadurch, dass sie dreinputzen, wenn sie es für nötig erachten. Am Mittwoch tut dies Vinzenz Rohrer, als er den Luganesi Connor Carrick im Boxkampf blutig schlägt, nachdem zuvor Zach Sanford ZSC-Goalie Simon Hrubec umgefahren hatte und daraus ein Gewühl vor dem Tor entstanden war. «Unseren Goalie schützen wir um jeden Preis, das hat Rohrer gemacht und das ist auch die Erwartung, die ich an ihn in einer solchen Situation habe», sagt Trainer Marco Bayer und ergänzt: «Wir haben untereinander abgemacht, dass wir füreinander einstehen.» Bei den ersten zwei Partien fiel in dieser Hinsicht vor allem Juho Lammikko auf. In Spiel 1 schnappte er sich Carrick, als dieser Denis Malgin anging. In Spiel 2 riss der Finne Alessio Bertaggia von der Spielerbank aufs Eis zurück, um ihn zu stellen, als dieser zuvor mit einem hinterlistigen Check Jesper Frödén in Gefahr gebracht hatte. Lammikko, der ZSC-Bodyguard? «Ich versuche lediglich, das Beste für das Team zu tun. Das sind Sachen, die wir ab und zu machen müssen – ohne uns dabei aber dumme Strafen einzufangen.»

ZSC-Rohrer schlägt Luganos Carrick blutig
0:55
Viele Emotionen in Zürich:ZSC-Rohrer schlägt Luganos Carrick blutig

Ski-Ass im Hockey-Fieber

Vor knapp zwei Wochen hat Ski-Star Niels Hintermann seinen Rücktritt erklärt, am Samstag bestritt der Abfahrer sein letztes Weltcuprennen. Zurück aus Kvitfjell (No) weilt er am Mittwoch als Zuschauer in der Swiss Life Arena und wird in der ersten Pause für seine herausragende Karriere als Zürcher Skirennfahrer von den ZSC Lions geehrt. Marketingchef Roger Gemperle überreicht ihm ein von allen Spielern unterschriebenes Lions-Trikot mit der Rückennummer 95 (Hintermanns Jahrgang). Der dreifache Weltcupsieger freut sich riesig, denn er ist ein grosser ZSC-Fan, besitzt sogar eine Saisonkarte. Während der Skiwinter konnte er diese jeweils zu selten persönlich nutzen, nun freut sich Hintermann darauf, vermehrt mit dem ZSC mitzufiebern.

Malgin zaubert vor dem letzten Zürcher Tor
4:28
ZSC Lions – HC Lugano 4:0:Malgin zaubert vor dem letzten Zürcher Tor
«Das haben wir heute viel besser gemacht»
1:11
ZSC-Sigrist zufrieden:«Das haben wir heute viel besser gemacht»

Extraschicht für Lugano

Als wäre die 0:4-Abfuhr in Zürich nicht schon genug. Auf die Spieler des HC Lugano wartet anschliessend noch eine Extraschicht. Da der Gotthard-Tunnel derzeit in der Nacht wegen Wartungsarbeiten geschlossen ist, muss der Team-Car die Route über den San Bernardino nehmen, was eine halbe Stunde länger dauert. «Das wird eine lange Heimreise», sagt Captain Calvin Thürkauf, bevor er das Stadion verlässt. Für den Bus von Kantonsrivale Ambri wurde der Tunnel am Vorabend, auf der Heimreise nach dem 6:3-Sieg im zweiten Playout-Final bei Ajoie, kurz geöffnet. Lugano dagegen erhielt bei seiner Anfrage einen negativen Bescheid. Dies hat jedoch nichts mit den Hockey-Präferenzen der Bauarbeiter zu tun, sondern hängt von der Art der Wartungsarbeiten in der jeweiligen Nacht ab.

«Das war nicht unser bestes Spiel»
1:40
Lugano-Alatalo enttäuscht:«Das war nicht unser bestes Spiel»
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen