«Schwalben: Haben bald Zustände wie beim Fussball»
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Wohlwend ärgert sich darüber:«Schwalben: Haben bald Zustände wie beim Fussball»

Wohlwend schimpft über Eishockey-Schwalben
«Erschreckend, wir haben bald Zustände wie beim Fussball»

Rappi-Captain Nico Dünner appelliert an seine Berufskollegen: Hört auf mit den Schwalben! Und im Mysports-Studio kommt Olten-Trainer Christian Wohlwend in Fahrt.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nico Dünner kritisiert Schwalben im Hockey nach Lakers-Niederlage gegen Gottéron
  • 21 Spieler in dieser Saison wegen Täuschung bestraft, fünf am Montag
  • Bussen von bis zu 2000 Franken für Vortäuschen eines Fouls verhängt
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Es ist Lakers-Captain Nico Dünner, der nach der 2:6-Niederlage gegen Gottéron den Steilpass spielt und sagt, was viele denken. Die Schwalben nehmen in den Playoffs überhand. Fallsucht und Theatralik haben im überhitzten Klima Konjunktur. 

«Man merkt, dass es um viel geht. Es gibt viele Eins-gegen-eins-Battles. Trotzdem: Wir sollten alle ein bisschen cleverer sein mit dem Stock», leitet Dünner im Mysports-Interview sein Anliegen ein. «Ich finde, man sollte eine harte Linie haben bei Checks gegen den Kopf. Aber ich appelliere an alle Spieler, die jetzt noch Hockey spielen, dass man sich im Hockeysport nicht einfach fallenlässt und Schwalben macht.»

«Appell an alle Spieler – keine Schwalben im Eishockey!»
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Ansage von Rappi-Dünner:«Appell an alle Spieler – keine Schwalben im Eishockey!»

Dann erklärt der 31-jährige Luzerner, der am Dienstag sein Comeback nach einer Handverletzung gegeben hatte: «Ich meine, jeder wird mal hart getroffen, aber dann bleibt man stehen oder steht wieder auf. Aber dass man bei jedem Push schnell runtergeht, regt mich ein wenig auf, um ehrlich zu sein.»

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«Schwalben nehmen immer, immer mehr zu»

Denkt der Stürmer dabei an eine bestimmte Szene? «Nein, ich will das nicht auf eine Situation runterbrechen», sagt Dünner. 

«Er spricht mir aus dem Herzen», sagt Olten-Trainer Christian Wohlwend (49), der bekannt dafür ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, im Mysports-Studio (sieheVideo oben). «Es ist effektiv so. Es ist für mich erschreckend. Sei es die Swiss League oder die National League: Schwalben nehmen immer, immer mehr zu. Für mich ist es enttäuschend, dass das der Fall ist. Erst kürzlich sind wieder fünf Spieler gebüsst worden.»

Dann erinnert sich der Engadiner an Patent-Ochsner-Frontmann und SCB-Fan Büne Huber, der sich vor neun Jahren bei einem Plädoyer fürs Hockey in eine Wutrede gegen den Fussball steigerte: «Ich habe die Schnauze voll von diesen Pussys.» Wohlwend findet, dass man im Hockey jetzt fast Zustände wie im Fussball habe. «Wir sind bald dort.»

21-mal Bussen für Schwalben

Am Montag waren gleich fünf Spieler von der Liga für das Vortäuschen eines Fouls gebüsst worden: Biel-Talent Mark Sever (800 Franken), SCB-Star Tristan Scherwey sowie die drei Rapperswiler Ausländer Victor Rask, Lawrence Pilut und Tanner Fritz (alle 2000 Franken).

Davor waren diese Saison bereits 16-mal Spieler für Theatereinlagen zur Kasse gebeten worden. Darunter die Wiederholungstäter Mike Künzle (Zug), Filip Zadina (Davos), Matteo Romanenghi (Ajoie) und Marcus Sörensen (Fribourg), bei denen die Busse beim zweiten Mal verdoppelt wurde.

Noch ausstehend sind die Strafen für Spieler, die in den Playoffs den Frühling gespürt haben und Schwalben machten. Da dürften noch einige dazukommen. Nicht zuletzt aus der Serie zwischen den SCRJ Lakers und Fribourg, wo die Bodenhaftung viel zu oft ausblieb.

Ob man Zustände wie im Fussball mit den Bussen verhindern kann, ist fraglich. Die Spieler und Trainer müssen da selbst Verantwortung übernehmen. «Die Schiedsrichter versuchen, so gut es geht, eine Linie zu finden. Da müssen wir uns selbst an der Nase nehmen», findet Dünner.

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