Darum gehts
- HCD gewinnt 3:2 gegen ZSC Lions dank Last-Minute-Tor von Simon Knak
- Knak kritisiert Strafen und Fehler seines Teams trotz Sieg
- Der 24-Jährige trainiert Präzision: Extraschichten verbessern seine Schusstechnik
Der HCD kann Last-Minute-Siege. «Das zeichnet uns aus», sagt mit Simon Knak der Torschütze des 3:2 in der 57. Minute, nachdem sein Team einen 2:0-Vorsprung aus den Händen gegeben hatte. «Das darf uns nicht passieren. Aber wir haben schon oft bewiesen, dass wir Rückstände oder Remis noch hinbiegen können.»
Davon, dass die ZSC Lions im Schlussdrittel das Zepter übernommen haben, will Knak nichts wissen. Keck sagt der 24-Jährige, dass er «nicht das Gefühl hatte, dass die Zürcher näher am Sieg waren. Wir waren über 60 Minuten die bessere Mannschaft.» Allerdings macht er Dinge aus, die den HCD in die Bredouille bringen.
Die Strafen. «Damit müssen wir aufhören. Das ist ärgerlich und kostet uns Energie.» Die Scheibenverluste. «Wenn wir in der offensiven Zone den Puck verlieren, kann das gefährliche Konter zur Folge haben.» Die Zuspiele. «Die Pässe müssen besser sitzen für mehr Zeit mit der Scheibe.»
Die bleibt ihm selbst aber in der heissen Schlussphase nicht, als er von Tino Kessler in bester Abschlussposition angespielt wird. Denn ZSC-Haudegen Derek Grant fährt bereits auf ihn zu. So zieht Knak beinahe ansatzlos ab und erzielt den Gamewinner zum 3:2. «Ich versuchte, die Lücke zu sehen. Wenn man die Scheibe aufs Tor bringt, passieren meistens gute Dinge», erklärt der HCD-Stürmer, der kommende Saison zu Halbfinal-Kontrahent ZSC wechselt.
Beim Natispieler fällt auf, dass er sich stocktechnisch weiterentwickelt hat. Wie das? «Nach jedem Training bleibe ich länger auf dem Eis, um meine Schusstechnik zu verbessern», verrät er. Vor allem an der Präzision feilt Knak. «Die Torhüter in dieser Liga werden immer stärker, also müssen die Schüsse sitzen. Ich versuche, die Goalies zu überraschen mit der Schussabgabe.»
Die gelingt ihm optimal, wenn er die Scheibe möglichst weit vorn an der Schaufel hat. «Dann kann ich ansatzloser und präziser abfeuern.» Weil er sich darauf verlassen möchte, sind unzählige Wiederholungen unerlässlich, damit es automatisch funktioniert. «Und ich dabei noch den Kopf oben haben kann, um alle Optionen im Überblick zu haben.» Das erste wichtige Tor dieser Halbfinal-Serie haben ihm seine Extraschichten bereits eingebracht.
