Hier werden die Schaumstoffelemente angebracht
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Im «Le Constellation»:Hier werden die Schaumstoffelemente angebracht

Hornbach oder doch nicht Hornbach?
Rätsel um Inferno-Schaum von Crans-Montana – Erinnerungslücke bei Moretti

Neue Wendung im Fall der Brandkatastrophe in der Bar Le Constellation: Betreiber Jacques Moretti hat falsche Angaben zur Herkunft des gefährlichen Schaumstoffs gemacht. Nun stehen Ermittler wieder vor einem Rätsel.
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Der Akustikschaumstoff im Le Constellation sorgt erneut für Schlagzeilen. Hier beim Anbringen im Jahr 2015.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Brennender Akustikschaumstoff verursachte am 1. Januar die Katastrophe in der Bar Le Constellation
  • Moretti legte falsche Rechnungen vor
  • Woher der Schaumstoff stammt, bleibt unklar
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Martin MeulReporter News

Brennender Akustikschaumstoff hat am 1. Januar die Katastrophe in der Bar Le Constellation ausgelöst. Deshalb stehen das Material und seine Herkunft im Zentrum der Ermittlungen. Die Frage nach der Herkunft ist für die Ermittlungen zentral. Sie könnte Aufschluss darüber geben, ob Betreiber Jacques Moretti (49) beim Kauf wusste, dass der Schaumstoff nicht den Brandschutzvorschriften entspricht.

Zunächst hiess es, Moretti habe den Schaumstoff 2015 für den Umbau des Le Constellation beim Baumarkt Hornbach gekauft. Doch diese Aussage entpuppte sich als falsch.

Kurz darauf reichte Moretti bei den Behörden eine Rechnung des deutschen Onlinehändlers Fortis ein. In einem Schreiben von Morettis Anwalt Patrick Michod an die Walliser Staatsanwaltschaft, das Blick vorliegt, schreibt dieser: «So fand mein Mandant eine Rechnung von 2015 auf den Namen Fortis und übermittelte sie den Ermittlern in der Überzeugung, dass diese Rechnung dem Kauf der Schaumstoffe entsprach, die sich an der Decke der Bar Le Constellation befanden.»

Doch auch das stimmt offenbar nicht!

Ein anderer Händler

Nachdem der Name Fortis bekannt geworden war, hatten Medien die vom Händler 2015 verkauften Schaumstoffe genauer unter die Lupe genommen. Morettis Anwalt schreibt: «Mein Mandant stellte daraufhin fest, dass die Schaumstoffe, die damals auf der Seite abgebildet waren und der Beschreibung der Rechnung entsprachen, die er am 20. Februar übermittelt hatte, nicht das gleiche Aussehen hatten wie jene, an deren Anbringung im Jahr 2015 im Betrieb er sich erinnert.»

Heisst: Moretti ist eingefallen, dass er doch nicht bei Fortis gekauft hat. «Die gefundene und eingereichte Rechnung entspricht möglicherweise nicht einer Bestellung, die bei Fortis abgeschlossen wurde», schreibt der Anwalt.

Moretti ist nun der Überzeugung, dass die Akustikschaumstoffe in Wirklichkeit bei einem anderen Lieferanten erworben wurden. «Wobei festzuhalten ist, dass mein Mandant weiterhin davon überzeugt ist, diese Schaumstoffe im Internet bei einem Lieferanten in Deutschland nach seinem Besuch bei Hornbach erworben zu haben», so sein Anwalt.

Mehr weiss Moretti nicht

Wo genau Moretti die Akustikschaumstoffe gekauft hat, ist unklar. «Mein Mandant ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage, Antworten zu diesem Thema zu geben», schreibt der Anwalt.

Sein Mandant sei in jedem Fall aber überzeugt, dass die verschiedenen während der Hausdurchsuchung mitgenommenen Dokumente es ermöglichen werden, klare Antworten zur Herkunft dieser Schaumstoffe zu liefern. Die Ermittler müssen nun wieder über die Bücher.

Als Grund für die neuerliche Wendung in der Frage nach der Herkunft des Schaumstoffs nennt der Anwalt den enormen Druck, der auf Jacques Moretti lastet. «Dieser hat ihn wahrscheinlich dazu veranlasst, um jeden Preis Informationen geben zu wollen, was ihn offensichtlich dazu bringt, sich zu übereilen und zu irren.»

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