Hier rettet sich Valentin B.* (17) aus der Inferno-Bar
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ARD-Dok erzählt Horror nach:Hier rettet sich Valentin B.* (17) aus der Inferno-Bar

Gemeindepräsident von Crans-Montana nennt erschreckende Zahl
Brandopfer könnten 15 Jahre auf Entschädigung warten!

Die Opfer der Brandkatastrophe im Le Constellation müssen womöglich 15 Jahre auf ihre Entschädigung warten. Gleichzeitig will Crans-Montana mit jährlichen Rückstellungen vorsorgen, sagt Gemeindepräsident Nicolas Féraud.
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Gemeindepräsident Nicolas Féraud hat erklärt, dass die Verfahren der Opfer noch 15 Jahre dauern könnten.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Inferno von Crans-Montana: Opfer fordern insgesamt 56 Millionen Franken Schadenersatz
  • Kanton Wallis zahlte bisher nur 88 von 125 Entschädigungen aus
  • Gemeindepräsident Féraud schliesst Rücktritt trotz Kritik und Strafverfahren aus
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Johannes HilligRedaktor News

Das Inferno vom Neujahrstag lässt das Dorf nicht los. Während die Angehörigen um ihre Liebsten trauern, droht Crans-Montana VS ein juristischer Marathon. Bis das zivilrechtliche Verfahren abgeschlossen ist und die Opfer vollumfänglich entschädigt werden, kann es ewig dauern.

«Wir rechnen mit dem Ende des zivilrechtlichen Verfahrens in fünfzehn Jahren», sagt Gemeindepräsident Nicolas Féraud im Interview mit der «NZZ».

Ein kleiner Lichtblick, aber ein Problem

Für Crans-Montana steht finanziell viel auf dem Spiel. «Dann gibt es natürlich das Risiko, dass wir eine gewaltige Summe zahlen müssen», so Féraud. Um Konkurse zu verhindern und die Kosten stemmen zu können, bilde die Gemeinde nun jährliche Rückstellungen.

Dabei gibt es Bemühungen um schnelle finanzielle Hilfe. Der Kanton Wallis hat vom Bund den Auftrag erhalten, pro Opfer 50'000 Franken auszuzahlen und dem Bund in Rechnung zu stellen. Der Kanton bestätigte Ende Juni gegenüber Blick, bislang 88 von insgesamt 125 Entschädigungen überwiesen zu haben.

Ein kleiner Lichtblick: Ein runder Tisch des Bundes soll zügig erste Hilfszahlungen für die betroffenen Familien aushandeln. Das Problem: Tatsächlich ist der runde Tisch bis heute nicht zusammengetreten.

Familie I. allein fordert 56 Millionen Franken

Das versprochene Geld vom Kanton reicht zudem nicht aus. Es geht um Forderungen in Millionenhöhe. Zum Beispiel von den Geschwistern Fabienne und Gilles I.*, die bei der Katastrophe schwer verletzt wurden.

Für die körperlichen Folgen und die traumatischen Erlebnisse, die sie bis heute verfolgen, fordern allein die beiden je 25 Millionen Franken Schadenersatz von den Verantwortlichen. Auch die Eltern und ein weiterer Bruder wollen zusammen zusätzliche 6 Millionen. Insgesamt beläuft sich die Forderung der Familie I. auf 56 Millionen Franken! 

Kein Rücktritt trotz Strafverfahren

Während die Opfer warten müssen, steht Féraud selbst im Zentrum der Kritik. Ein tödliches Versäumnis steht im Raum: Die Gemeinde hätte die Bar Le Constellation seit 2019 jährlich auf Brandschutz prüfen müssen – was nicht passierte. Féraud ist heute einer von 15 Beschuldigten im laufenden Strafverfahren.

Einen Rücktritt schliesst er dennoch aus. «Ich will weiter für Crans-Montana kämpfen», sagt er zur «NZZ». Den Vorwurf, sein Amt und seine Rolle als Beschuldigter seien ein Interessenkonflikt, wehrt er ab: «Mein einziges Interesse ist, dass wir die Wahrheit finden.» Bei Themen rund um die Untersuchung tritt er im Gemeinderat konsequent in den Ausstand.

* Namen bekannt 

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