Darum gehts
- Zwei Tote und zwei Verletzte bei Autounfall nahe Mels SG am Mittwoch
- Auto stürzte 100 Meter in die Tiefe, Ursache noch ungeklärt
- Verunglückte: 18 und 19 Jahre alt, ein Verletzter ausser Lebensgefahr
Die Liebe zum Berg wurde ihnen zum Verhängnis. In Mels SG kamen in der Nacht auf Mittwoch zwei junge Menschen bei einem Autounfall ums Leben.
Die Opfer waren Einheimische, die Trauer im Dorf und in der Region ist deshalb besonders gross. Die Toten sind ein 18-Jähriger aus Mels selber, das andere Opfer ist eine 19-jährige Frau aus dem Nachbardorf. Ein Einheimischer sagt zu Blick: «Es freut mich immer, wenn junge Menschen auf der Alp arbeiten und Zeit verbringen. Dass ihnen diese Freude an den Bergen zum Verhängnis wurde, macht mich sprachlos.» Der Unfall ereignete sich 1500 Höhenmeter über dem Dorf.
Der Unfall beschäftigt die Bevölkerung: Schock, Trauer und Unverständnis herrschen bei jenen Einwohnern von Mels, die die Verstorbenen kannten.
100 Meter abgestürzt
Wie genau es zur Tragödie kam, ist bislang unklar. Bekannt ist, dass kurz nach 2 Uhr in der Nacht auf Mittwoch vier Personen in einem Auto von der Alp Hochsäss Richtung Alp Chläui bei Mädris-Vermol unterwegs waren. Aus noch ungeklärten Gründen kam das Auto von der Strasse ab und stürzte folglich den steilen Hang hinunter.
Das Fahrzeug überschlug sich mehrmals und kam rund 100 Meter weiter unten zum Stillstand, heisst es in einer Mitteilung der Kantonspolizei St. Gallen. Die Unfallaufnahme und Bergung gestalteten sich aufgrund des abgelegenen Unfallortes für die Einsatzkräfte herausfordernd. Die Verstorbenen und auch das Unfallauto wurden mit Helikoptern aus dem Gebiet ausgeflogen, heisst es in der Mitteilung weiter.
Neben den beiden Verstorbenen verletzte sich ein 21-Jähriger aus Mels schwer. Er wurde per Helikopter ins Spital geflogen. Ein 17-Jähriger aus dem Nachbardorf konnte sich nach dem Unfall mit leichten Verletzungen selbständig zur nahegelegenen Alp Chläui durchschlagen. Die dort anwesenden Personen alarmierten daraufhin den Notruf.
Am Donnerstag macht im Dorf das Gerücht die Runde, dass der 21-jährige Verletzte im Spital verstorben sei. Auf Blick-Anfrage dementierte die Kantonspolizei St. Gallen das. Er sei ausser Lebensgefahr, aber noch immer im Spital.
«Es schmerzt»
Im Dorf trifft Blick auf zwei junge Frauen. Auch sie kannten den 18-jährigen Verstorbenen, waren sogar Gspänli in der Schule. «Das alles macht mich sehr traurig. Er ist der Erste von unserem Jahrgang, der gestorben ist. Das schmerzt und beschäftigt mich», sagt eine der beiden.
Warum genau die beiden Schweizer so früh aus dem Leben gerissen wurden, soll nun die Untersuchung des Unfalls unter Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen klären.