Hier geht Jessica Moretti zu Boden
0:12
TF1 filmt den Moment:Hier geht Jessica Moretti zu Boden

Mutter von Brandopfer Achille (†16)
«Ich wollte nicht, dass er dorthin geht»

In Crans-Montana kam es in der Silvesternacht zu einem verheerenden Brand, der 41 Todesopfer forderte. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
Kommentieren
1/12
Das Ehepaar Moretti steht momentan im Rampenlicht der Medien und Ermittler.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die verheerende Brandkatastrophe in der Bar Le Constellation forderte 41 Todesopfer
  • Das Barbetreiberpaar Jacques und Jessica Moretti wurde befragt, Jacques Moretti kam in Polizeigewahrsam
  • Das Feuer wurde durch Sprühkerzen an Champagnerflaschen ausgelöst
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Blick_APP_DE_WeissRot_XXXHDPI-1024x1024_RGB.png
Blick Newsdesk
06:38 Uhr

Mutter von Brandopfer Achille (†16): «Ich wollte nicht, dass er dorthin geht»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

«Ich habe Dinge gesehen, die kein Mensch jemals sehen sollte.» Mit diesen Worten berichtet Erica Didone, Mutter des 16-jährigen Achille B.*, der bei dem tragischen Brand in der Bar Le Constellation ums Leben kam, von dem Verlust ihres Sohnes. 

In der Sendung «Domenica» des italienischen TV-Kanals Rai1 erklärt sie, dass der Ort Crans-Montana ihrer Familie sehr am Herzen liege. «Als wir das erste Mal nach Crans-Montana fuhren, war Achille sechs Monate alt und seitdem sind wir immer dorthin gefahren. Dort fühlte er sich frei», erklärt die Mutter. 

Doch am Abend des Brandes hatte sie irgendwie ein ungutes Gefühl. «Wir waren alle zu Hause, es war Silvester. Ich wollte nicht, dass er in diesen Club geht. Ich bin sehr instinktiv, habe gelernt, auf mich zu hören und obwohl ich diesen Ort noch nie betreten hatte, wollte ich nicht, dass sie dorthin gehen.» 

Sie schlug ihrem Sohn sogar vor, an einen anderen Ort zu gehen. «Er sagte mir, er würde die anderen Jungs fragen, denn sie wollten alle zusammenbleiben.» Letztlich entschied sich Achilles Gruppe dennoch, ins Le Constellation zu gehen. 

Schliesslich kam der Anruf, der für die Mutter alles veränderte. «Ein Freund von Achille rief seine Mutter an und sagte uns, wir sollten schnell kommen. Er sagte, dass alles brennen würde.» Die Italienerin versuchte, ruhig zu bleiben, doch es war schwierig. «Ich begann, mit mir selbst zu sprechen, aber eigentlich sprach ich zu seiner Seele.»

Die Bilder aus dieser Nacht beim Le Constellation werden ihr nie mehr aus dem Kopf gehen. «Ich habe Dinge gesehen, die kein Mensch sehen sollte.» Sie blieb bis vier Uhr morgens regungslos vor dem Le Constellation stehen, konnte sich nicht bewegen. 

Drei Tage später erfuhr Didone, dass Achille verstorben war. Der 16-Jährige schaffte es zunächst aus dem Gebäude, doch er kehrte laut Aussagen von Augenzeugen zurück, um anderen zu helfen. «Ich weiss es nicht», so die Mutter. «Ich hoffe, seine Freunde können es mir eines Tages erzählen. Aber wenn er so gehandelt hat, bin ich stolz auf ihn.»

* Name bekannt

22.02.2026, 13:59 Uhr

Er filmte die Flammen – nun kämpft sich Valentin (16) ins Leben zurück

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Hier macht Brandopfer Valentin (16) seine ersten Schritte
0:19
Besuch im Spital für ARD-Dok:Hier macht Brandopfer Valentin (16) seine ersten Schritte

Zusammen mit seinem grossen Bruder Ferdinand (19) feierte Valentin (16) die Silvesternacht in der Bar Le Constellation. In den Flammen erlitt der Jugendliche lebensgefährliche Brandverletzungen. Nach 23 Tagen im künstlichen Koma kämpft er sich nun wieder ins Leben zurück. Behandelt wird er in Lyon. Die Familie wohnt in Paris, lebt aktuell bei Freunden. Wie seine Mutter in der ARD-Sendung «Weltspiegel» schildert, hat Valentin vor wenigen Tagen seine ersten Schritte gemacht. 

«Er redet nicht, aber er versucht zu reden. Doch man hört noch nichts», erzählt sie weiter. Zur Kommunikation habe man Valentin eine Whiteboard-Tafel gegeben. Seine ersten Worte richtete er an seine Eltern: «Je vous aime» («Ich liebe euch»). Eine Träne sei ihm dabei aus dem Auge gerollt. «Es war wirklich unglaublich», beschreibt seine Mutter den emotionalen Moment. Noch ist für die deutsch-französische Familie völlig unklar, inwieweit Valentin jemals wieder ein normales Leben führen könne. Doch gerade solche Momente spendeten Kraft und Hoffnung. 

Ferdinand und sein Bruder Valentin (rechts). Quelle: Screenshot / ARD

Mittlerweile konnte der Beatmungsschlauch entfernt werden. Valentin hat zahlreiche Hauttransplantationen am Oberkörper hinter sich. Doch er kämpft mit den Erinnerungen, wie seine seine Mutter schildert. «Jetzt kommen die Bilder aus der Bar zurück. Das ist schwer für ihn.»

So rasant breitete sich das Feuer aus
0:17
Plastik tropft von der Decke:So rasant breitete sich das Feuer aus

In der Bar Le Constellation filmte Valentin den Ausbruch der Flammen. Eines davon zeigt, wie die Helm-Kellnerin mit der Wunderkerze zu nah an die Decke gerät. Eine weitere Aufnahme zeigt, wie sich die Flammen an der Decke ausbreiten.

Sein 19-jähriger Bruder Ferdinand wurde bei der Brandkatastrophe weniger stark verletzt. Sofort half er Polizei und Feuerwehr, Zucker und Wasser an die Opfer zu verteilen, damit sie bei Bewusstsein bleiben, erzählt er in der Sendung «Weltspiegel». Er schilderte als einer der ersten Zeugen öffentlich die Brandursache. 

22.02.2026, 10:57 Uhr

«Die Morettis hatten nichts, als sie die Bar übernahmen»

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Obwohl die Morettis die Gunst der Öffentlichkeit weitestgehend verloren haben, gibt es immer noch alte Freunde, die dem Ehepaar die Treue halten. Einer von ihnen ist Gilles, ein langjähriger Vertrauter des Barbetreibers Jacques Moretti. 

Gilles und der Chef von Le Constellation lernten sich vor über 15 Jahren kennen. In den 2000er Jahren waren beide Männer in der Prostitution tätig. Moretti wurde im Jahr 2008 im französischen Annecy wegen «Anstiftung zur Prostitution» verurteilt. Gilles wird in jenem Urteil als einer von zwei Schweizer Gesprächspartnern erwähnt, wurde allerdings selbst nie strafrechtlich verfolgt. 

Foto: AFP

In einem Gespräch mit der «SonntagsZeitung» äussert sich der langjährige Moretti-Freund nun zur aktuellen Situation des Ehepaares. Dabei nimmt er die beiden immer wieder in Schutz. «Ich werde meine Freunde nicht verleugnen, auch wenn das, was geschehen ist, schrecklich ist», meint Gilles im Artikel. «Aber, mein Gott, sie haben das nicht absichtlich getan. Ich fürchte den Moment, in dem ich ihn und seine Frau wiedersehen werde. Sie sind am Boden zerstört.»

Auf die Frage der «SonntagsZeitung», ob Gilles den Morettis Geld geliehen habe, antwortet er: «Ja, weniger als 30’000 Franken, die aber zurückgezahlt wurden.» Der Freund des Ehepaares verneint ebenfalls, dass Le Constellation mit Geld aus der Prostitution finanziert wurde. «Ich kann Ihnen versichern, dass die Morettis nichts hatten, als sie die Bar übernahmen.»

Gilles spricht auch die Schaumstoffplatten an, die von den Morettis in der Bar eingebaut wurden. Diese Platten fingen in der Silvesternacht durch Wunderkerzen Feuer und lösten so die Brandkatastrophe aus. «Jacques hat mit dem Akustikschaumstoff vielleicht Mist gebaut, aber er ist nicht allein verantwortlich. Wäre der Schaumstoff kontrolliert worden, hätte sich die Tragödie vermeiden lassen.»

22.02.2026, 07:59 Uhr

Bund plant Opfer-Unterstützung von bis zu 50'000 Franken

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Die Familien und Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana sollen finanziell unterstützt und entschädigt werden. Da sind sich Bund und Kantone einig. Das Wallis entlastet die Angehörigen der Opfer mit einem Beitrag von 10'000 Franken. Diese Unterstützung wurde allerdings erst mehrere Wochen nach der Brandkatastrophe ausgezahlt. Für einige der Familien eine zu lange Wartezeit.

Foto: keystone-sda.ch

Jetzt möchte auch der Bund den Angehörigen und Opfern finanziell unter die Arme greifen. Das teilt Bundesrat Beat Jans verschiedenen Parlamentariern in einem Sondierungsgespräch am Freitag mit, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Geplant seien Solidaritätsbeiträge in der Höhe von 30'000 bis 50'000 Franken pro Fall.

Der Bundesrat wolle die Hilfe am Mittwoch in ein dringliches Gesetz schreiben, heisst es im Bericht weiter. Im März sollen dann National- und Ständerat im Eilverfahren über die Solidaritätsbeiträge entscheiden. 

Der Plan des Bundes stösst nicht nur auf Zustimmung. Kritiker bemängeln, dass solche Soforthilfen primär Sache von Gemeinde und Kanton seien. Ausserdem erhalte das Wallis per Ende April 109 Millionen Franken aus der Gewinnausschüttung der Nationalbank – doppelt so viel wie budgetiert. Dieses Geld solle anstelle der Solidaritätsbeiträge des Bundes zur Entlastung der Opfer genutzt werden, so die Kritiker. 

20.02.2026, 20:00 Uhr

Sondierungen des Bundesrats für runden Tisch

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Um die Brandkatastrophe von Crans-Montana zu bewältigen, will der Bundesrat auf einen runden Tisch setzen. Am Freitag fand hierzu ein erstes Sondierungsgespräch statt, teilte das Bundesamt für Justiz (BJ) mit. 

Geleitet wurde das Sondierungsgespräch vom Direktor des BJ Michael Schöll. Ziel des Gesprächs sei es gewesen, Erwartungen und offene Fragen zu klären. Berücksichtigt wurden laut Communiqué Standpunkte der Opfer, der Versicherungen, der zuständigen Behörden des Bundes, des Kantons Wallis und der Gemeinde Crans-Montana. 

Am runden Tisch sollen die Opfer, ihre Angehörigen, betroffene Versicherungen, potenziell leistungspflichtige Personen sowie zuständige Behörden zusammenkommen. Dies soll helfen, den Dialog zu vereinfachen und mit der Zustimmung der Betroffenen Vergleichsverhandlungen zu unterstützen. Durch eine Vergleichslösung könnten langwierige Gerichtsprozesse vermieden werden, welche namentlich für die Opfer und deren Angehörige mit vielen Unsicherheiten verbunden und entsprechend belastend sein können, hiess es weiter in der Mitteilung.

20.02.2026, 12:39 Uhr

Brisante Aussagen um Moretti-Ziehsohn Jean-Marc G.

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

​​Jean‑Marc G.* gilt als Ziehsohn der Morettis​​. Er war in der Unglücksnacht von Crans-Montana ebenfalls vor Ort. Die französische Zeitung «Le Figaro» berichtet nun, dass es G. war, der im Le Constellation den Befehl weitergegeben hat, die Türen zu schliessen. Ein Opferanwalt hat deshalb seine formellen Anklage beantragt, schreibt «Le Figaro». 

Derweil ist unklar, wie und ob G. in der Brandnacht vor Ort war und wie seine Rolle ausgesehen hat. G. selbst versicherte, er habe nicht im Constellation gearbeitet oder höchstens gelegentlich ausgeholfen, um die Eismaschine oder die Lautsprecher zu reparieren, erklärte er im Januar gegenüber BFMTV.

Laut «Le Figaro» werfen die Aussagen des zweiten Türstehers, wir haben am Mittwoch im Ticker darüber berichtet, ein anderes Licht auf den Abend. Der Security betonte, Jean-Marc habe ihm «Anweisungen» gegeben, da er – ebenso wie Jessica Moretti – «für die Veranstaltung verantwortlich» gewesen sei und die «Kassierungen» vorgenommen habe. 

«Die neuen geschilderten Elemente, insbesondere die hierarchische Position von Jean-Marc G. und seine Beteiligung an der Diskussion über das Verriegeln der Ausgänge, lassen sehr schwerwiegende Verdachtsmomente hinsichtlich seiner möglichen Verantwortung für die Katastrophe entstehen», schreibt der Opferanwalt in einem am Donnerstag an die Staatsanwaltschaft gerichteten Brief, der «Le Figaro» vorliegt.

Er fügt hinzu: «Es scheint, dass die gegen Jean-Marc G. bestehenden Verdachtsmomente derselben Art sind wie jene, die dazu geführt haben, Jessica und Jacques Moretti den Status von Beschuldigten zuzuerkennen, sowie zu den daraus folgenden Zwangsmassnahmen.»

Jean-Marc G. (rechts) im Interview mit dem BFMTV-Moderator.

* Name bekannt

20.02.2026, 11:50 Uhr

Das berichten italienische Brandopfer über die Unglücksnacht

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

In den letzten Tagen und Wochen haben italienische Überlebende der Brandkatastrophe von Crans-Montana gegenüber der Römer Staatsanwaltschaft ausgesagt. Nun haben die Ermittler einen ersten Untersuchungsbericht vorgelegt. 

Sie enthalten laut «Corriere della Sera» übereinstimmende Aussagen. Diese lauten wie folgt. 

1. Alle Notausgänge im Le Constellation waren verschlossen. Diese Aussage deckt sich mit einer Aussage des zweiten Türstehers aus der Brandnacht. Zudem wurden keine Feuerlöscher eingesetzt. 

2. Das Feuer breitete sich innert Sekunden aus. Mein Kollege Mattia Jutzeler hat hier das Phänomen Flashover erklärt. 

3. Jessica Moretti (40) sei umgehend aus dem Lokal geeilt, schildern die Jugendlichen. «Sie ist weggelaufen», zitiert die italienische Zeitung. 

Die Bar-Betreiberin gab ihrerseits an, sich sofort aus dem Lokal begeben zu haben, um die Feuerwehr zu alarmieren. Sie habe den Gästen gesagt, sie sollen die Bar sofort verlassen. 

Einige Jugendliche berichteten zudem, dass in dem Lokal – obwohl die maximale Kapazität erreicht war – nur Einlass gewährt wurde, wenn man Getränke kaufte. «Es wurden bis zu 270 Euro für eine Flasche Champagner verlangt, und es gab keine Altersbeschränkungen. Minderjährige konnten die Bar besuchen und alkoholische Getränke konsumieren.»

Die Notausgänge im Constellation seien verschlossen gewesen, berichten die Jugendlichen.
19.02.2026, 12:52 Uhr

Italienische Strafverfolgungsbehörden treffen in Bern ein

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Jetzt beginnt der Showdown zwischen den Staatsanwaltschaften: Im Rahmen der Ermittlungen zum Brand in Crans-Montana VS findet am Donnerstag in Bern ein Treffen zwischen den Strafverfolgungsbehörden Italiens und des Kantons Wallis statt. Ziel des Treffens ist die Klärung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Staatsanwaltschaften.

Meine Kollegin Céline Zahno hat bereits am Morgen darüber berichtet. Blick berichtet heute über die Ergebnisse des Treffens.

Italienische Strafverfolgungsbehörden treffen in Bern ein
0:35
Wegen Crans-Montana:Italienische Strafverfolgungsbehörden treffen in Bern ein

Italien hat ein offizielles Rechtshilfeersuchen an die Schweiz gestellt, dem die Walliser Staatsanwaltschaft bereits Ende Januar grundsätzlich zugestimmt hat. Bedeutet: Die italienischen Behörden erhalten Zugang zu den bereits erhobenen Beweismitteln. Was von dem Gipfel zu erwarten ist, hat meine Kollegin Céline Zahno hier zusammengefasst.

Die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud steht nach Ermittlungsfehlern und Vorwürfen der Befangenheit immer stärker unter Druck. Das Treffen mit dem Mafia-Jäger Francesco Lo Voi (68) und seinem Team dürfte kein Kafi-Tratsch werden. Am Mittwoch hat sie erstmals über den hohen Druck und die Belastung für ihre Familie gesprochen. Mein Kollege Daniel Macher liefert dir hier die wichtigsten Aussagen.

19.02.2026, 08:32 Uhr

Ex-Ständerat Lombardi: «Es geht darum, Stimmung gegen die Schweiz zu machen»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Seit der Brandkatastrophe von Crans-Montana ist das Verhältnis zwischen der Schweiz und Italien angespannt. Der ehemalige Ständerat Filippo Lombardi (69) trat in mehreren italienischen Talkshows auf und versuchte, das Vorgehen der Walliser Justiz zu erklären. Im Interview mit der ​​«NZZ»​​, erklärt Lombardi, wie er die Stimmung wahrnimmt. 

Im Moment nehme er nicht mehr an italienischen Sendungen teil. «Das hat momentan keinen Zweck», erklärt Lombardi. ​​Das Klima sei noch zu stark belastet. In der Brandnacht von Crans-Montana kamen auch sechs italienische Opfer ums Leben. ​​

«Die italienische Politik instrumentalisiert das Thema Crans-Montana gleich doppelt», so Lombardi. «Einerseits geht es darum, Stimmung gegen die Schweiz zu machen. Gegen ein Land, das bisher immer als Vorbild galt. Andererseits will Giorgia Meloni in den Köpfen der Wähler verankern, dass es gut ist, wenn die Regierung die Justiz über die Staatsanwaltschaften beeinflussen kann.»

Nun setzt der Tessiner seine Hoffnungen auf das Treffen zwischen der Walliser Staatsanwaltschaft und ​​italienischen Ermittlern​​, das am Donnerstag stattfinden wird. 

Durch ein gemeinsames Ermittlungsteam könnte sich die Lage beruhigen, glaubt Lombardi. Gleichzeitig stellt er klar, dass dies für die Aufklärung des Dramas wenig bringen wird. 

«Für die Walliser Staatsanwaltschaft gibt es keine Ermittlungsansätze, bei denen Italien eine Rolle spielt und helfen könnte, wie zum Beispiel bei mafiösen Hintergründen.» Im Fall von Frankreich sehe dies anders aus. «Ein gemeinsames Untersuchungsteam Schweiz-Frankreich könnte die Vergangenheit von Jacques Moretti und die Herkunft seiner Gelder beleuchten.»

18.02.2026, 21:02 Uhr

Neues Video aus der Brandnacht aufgetaucht

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Ein neues Video aus dem Le Constellation zeigt, wie die Gäste in der Brandnacht ausgelassen tanzen. Die Sprühkerzen brennen, das neue Jahr soll gefeiert werden – dann bricht das Feuer aus, das 41 Menschen das Leben kosten wird. Diese Szenen werden auf dem Video, das nun von dem italienischen Nachrichtenportal Tg3 gezeigt wird, klar ersichtlich. Am Schluss sieht man nur noch, wie Personen die Treppe hochstürmen.

Video zeigt die Flucht der Partygänger
0:14
Situation bei Treppe gefilmt:Video zeigt die Flucht der Partygänger
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen