«Jedes Tier liegt uns am Herzen»
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Melanie Sottas braucht Spenden:«Wir verbrauchen schon jetzt die Reserven für den Winter»

Geissen von Melanie Sottas leiden
«Ohne Spenden muss ich meine Tiere bald schlachten»

Die Dürre im Kanton Freiburg setzt Melanie Sottas und Raphaël Rigolet massiv unter Druck. Ihre 30 Geissen vertilgen Wintervorräte, weil auf den Weiden nichts wächst. Ohne Spenden können sie das Futter nicht finanzieren – das Schlachthaus droht.
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Melanie Sottas hat im Greyerzerland grosse Sorgen wegen ihrer 30 Geissen.
Foto: Martin Meul

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Dürre im Kanton Freiburg bedroht Geissenhof von Melanie Sottas und Raphaël Rigolet
  • 25 Gitzi durch falsches Milchpulver verloren, Heuvorräte für Winter fast aufgebraucht
  • 8000 Franken für Heukauf nötig, Spendenaktion gestartet, sonst droht Schlachtung
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Martin MeulReporter News

Es ist brütend heiss im Greyerzerland. Die Luft steht still, es herrschen standardmässig über 30 Grad. Die Felder rund um den Greyerzersee sind gelblich-braun, seit Wochen hat es im Kanton Freiburg nicht mehr richtig geregnet.

Im Stall von Melanie Sottas (24) und Raphaël Rigolet (25) sind 30 Geissen kräftig am Fressen. Seit sieben Jahren halten die beiden insgesamt vier verschiedene Rassen von Geissen, darunter solche, die vom Aussterben bedroht sind – wie die Appenzeller.

«Auf die Weide können die Tiere im Moment nur kurz am Morgen», sagt Melanie Sottas zu Blick. Der Grund: Wegen der Dürre wächst kaum etwas. Beim letzten Schnitt schon war der Ertrag nur die Hälfte von dem, was normal ist. «Dass wir den dritten und vierten Schnitt machen können, ist unwahrscheinlich», sagt die junge Frau. Darum werden die Tiere im Stall gefüttert. Mit Heu, das eigentlich für den Winter gedacht ist. «Die Situation ist prekär», sagt Sottas und fügt an: «Ohne Hilfe schaffen wir es nicht!»

25 Gitzi verloren

Das Jahr 2026 steht für die beiden Nebenerwerbsbauern schon länger unter einem schlechten Stern. Im Winter mussten sie einen massiven emotionalen und finanziellen Rückschlag einstecken. «Innert kurzer Zeit haben wir 25 Gitzi verloren. Das Milchpulver, das wir bekommen haben, war für Kälber und nicht für Gitzi», sagt Sottas. Raphaël Rigolet fügt hinzu: «Die Situation hat mich sehr getroffen, weil wir nichts tun konnten.» Der junge Mann verlor innert kurzer Zeit 10 Kilogramm an Gewicht.

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Und nun ist da die Dürre, die den Kanton Freiburg besonders hart trifft. Die Armee muss Wasser auf die Alpen fliegen, um die Kühe zu tränken. «Wir dürfen unsere Wiesen nicht wässern», erklärt Sottas. «Das würde auch nicht viel bringen, wir brauchen endlich Regen.»

Geld muss her

Weil die Geissen schon jetzt die Wintervorräte vertilgen, stehen Sottas und Rigolet vor einem gewaltigen Problem. Sie müssen Heu dazukaufen. Normalerweise können sie den eigenen Bedarf mit den eigenen Feldern und Wiesen decken. Nicht aber in diesem Dürre-Sommer.

Melanie Sottas sagt: «Es wird Heu für gut 8000 Franken nötig sein.» Geld, das die beiden nicht einfach so auf der hohen Kante haben. Was sie mit dem Verkauf der Geissenmilch verdienen, deckt gerade so die Kosten, die der Hof verursacht.

Hinzu kommt: Die Preise für Heu steigen. Denn die beiden sind nicht die Einzigen, denen es an Futter für die Tiere fehlt. Deshalb haben sie sich entschieden, im Internet eine Spendenaktion zu lancieren. «Ohne Spenden muss ich meine Tiere bald schlachten», bringt es die Landwirtin auf den Punkt.

Nach dem Verlust der Gitzi Anfang Jahr wäre das ein nächster herber Rückschlag für die beiden. «Man hängt an den Tieren. Der Gedanke, sie schlachten zu müssen, weil es an Futter fehlt, ist unerträglich», sagt Raphaël Rigolet.

Keine andere Option

Einfach auf eine andere Fütterungsmethode, zum Beispiel die Silo-Fütterung, umzusteigen, ist für die beiden ebenfalls keine Option. Wegen der Sortenbestimmungen für den Käse, der aus ihrer Milch gemacht wird, muss es bei den Geissen zwingend eine Fütterung mit Heu sein. 

Deshalb hoffen die beiden auf Hilfe von aussen. «Das Wetter ist im Moment definitiv nicht auf unserer Seite», sagt Melanie Sottas. Der erlösende Regen scheint auch in der nächsten Woche nicht zu kommen. Die Situation für die Bauern und ihre Tiere wird sich weiter zuspitzen.

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