Tritt Dittli nochmals an?
«Ich weiss sehr genau, was ich getan habe und was nicht»

Die Waadtländer Regierungsrätin Valérie Dittli steht vor einer schweren Entscheidung: Kandidiert sie erneut? In einem Interview äussert sie sich nun erstmals seit Längerem.
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Valérie Dittli steht unter Druck.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Valérie Dittli steht nach Vorwürfen und Ermittlungen unter Druck.
  • Ihr Finanzdepartement wurde ihr entzogen, Wiederkandidatur bleibt unklar.
  • 2022 gewann sie überraschend, Mitte-Partei scheiterte am Parlamentseinzug.
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Tobias BruggmannRedaktor Politik

Die Waadtländer Mitte-Regierungsrätin Valérie Dittli (33) steht unter Druck: Nach happigen Vorwürfen zu ihrer Amtsführung gab es mehrere Untersuchungen, mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft. Mehrfach wurde ihr Rücktritt gefordert. Schwierige Voraussetzungen für die Wahlen im kommenden Jahr. Dittli muss dort ihren Sitz verteidigen.

Doch tritt sie überhaupt noch einmal an? Schliesslich gilt auch die Beziehung zu ihren Gspänli in der Regierung als belastet. Die haben ihr nämlich das Finanzdepartement entzogen. Im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» sagt Dittli nun, sie prüfe derzeit mit ihrer Mitte-Partei, «was für sie das Beste ist». Sie wolle im Dienste der Partei stehen, kündigte sie an. 

«Die kantonale Ebene liegt mir sehr»

«Ich habe viel Freude an der Politik – an einer, die etwas aufbaut und nicht kaputtmacht», so Dittli. «Sich für den Service public einzusetzen, ist bereichernd. Die kantonale Ebene liegt mir sehr: Ich bin viel bei den Leuten und höre zu.»

Ihre Situation sei «viel komplexer, als es manche Schlagzeile über mich erahnen lässt», so die Regierungsrätin weiter. «Ich selber weiss zum Glück sehr genau, was ich getan habe und was nicht.» 

Ob Dittli erneut antritt, dürfte in den kommenden Wochen klar werden. Ein Wahlkampf dürfte aber nicht leicht werden. 2022 wurde Dittli überraschend im Sog eines bürgerlichen Bündnisses zwischen FDP und SVP gewählt. Ihre Mitte-Partei verpasste hingegen den Einzug ins Kantonsparlament. Dittli steht also alleine da. Dass es erneut zu einem bürgerlichen Bündnis kommt, darf zudem bezweifelt werden.

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