«Solange es keine goldene Rolex ist»
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Parmelins Witze zum Zoll-Deal:«Solange es keine goldene Rolex ist»

«Ist das eine Rolex?»
Guy Parmelin reisst Witze über Zoll-Deal

Es brachte den Zoll-Deal voran – und erntete Kritik: Milliardäre hatten dem US-Präsidenten eine Rolex geschenkt. Neue Videos zeigen, wie Bundesrat Guy Parmelin mit Humor auf die Kritik reagiert.
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Es brachte den Zoll-Deal voran, aber auch Kritik, als Schweizer Milliardäre US-Präsident Trump eine Rolex schenkten.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Schweizer Unternehmer schenkten Trump Rolex und Goldbarren für Zoll-Deal
  • Guy Parmelin macht Witze über Kritik und ein Geschenk
  • Korruptionsanzeige gegen Beteiligte des Deals im Weissen Haus eingereicht
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Lucien FluriCo-Ressortleiter Politik

Der Durchbruch war geschafft – und trotzdem hagelte es Kritik: Als die Schweiz im Zoll-Streit mit US-Präsident Donald Trump (79) nicht mehr weiterkam, kreuzten schwerreiche Unternehmer im Weissen Haus auf. Sie brachten einen Goldbarren und eine Rolex-Uhr mit. Danach ging es im Zoll-Deal voran.

Das ungewöhnliche Vorgehen war vom zuständigen Bundesrat Guy Parmelin (66) abgesegnet worden. Die darauffolgende Kritik scheint der SVP-Mann mit Humor zu nehmen. Er reisst sogar Witze. Das zeigen Aufnahmen des Westschweizer Fernsehens RTS, die nur wenige Tage nach dem Zoll-Deal gedreht und inzwischen ausgestrahlt wurden.

«Das ist aber keine Rolex, oder?»

So nahm Parmelin an einem Wirtschaftsanlass in Biel teil. Als ihm jemand ein Geschenk überreichen will, schaute Parmelin auf die kleine Box und fragt: «Das ist aber keine Rolex, oder? Die darf ich nicht annehmen.» Dann lacht er laut. Schliesslich erhält er ein Taschenmesser. Die Unternehmen danken ihm, weil sie sich, gerade auch mit Blick auf den Zoll-Deal, um die Produktion in der Schweiz fürchten. Gegen die Zoll-Dealer im Weissen Haus dagegen ist eine Anzeige hängig – wegen des Verdachts auf Korruption.

Kurze Zeit später äussert sich Parmelin erneut ironisch. Ob er mit seinem Abendessen – ein Stück Ananas und ein wenig Poulet – genug habe, fragt ihn der Reporter. Früchte brauche es – «und das Poulet ist ohne Chlor», sagt Parmelin mit schelmischem Lächeln. Später im Beitrag wird er dann allerdings Schokolade essen. Man dürfe es seiner Frau jedoch nicht verraten, sagt Parmelin.

Den Humor könnte der Bundespräsident von seinem Vater haben. In der Sendung erzählt der aktuelle Bundespräsident, wie er 2021 Wladimir Putin (73) und Joe Biden (83) in Genf empfing. Ein Jahr später kam es zum Krieg Russlands gegen die Ukraine. Man hätte es in Genf besser machen können, habe ihm sein Vater gesagt, so Parmelin. Jedenfalls sorge sein Vater immer wieder für Bodenhaftung bei ihm, sagt der Bundespräsident.

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