Grüne fordert Schutzmassnahmen
Hitzewelle macht vielen Schulkindern zu schaffen

Die Sommerferien sind vielerorts vorbei und die Schule startet mitten in der neusten Hitzewelle. Das macht vielen Kindern zu schaffen. Grünen-Nationalrätin Laura Gantenbein fordert daher nationale Hitzeschutz-Mindeststandards an Schulen.
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Die Hitze hält die Schweiz auch diese Woche im Griff.
Foto: Keystone

Darum gehts

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  • Hitzewelle in der Schweiz macht auch Schulen zu schaffen
  • Grünen-Nationalrätin fordert nationale Hitzeschutz-Mindeststandards
  • Hitzeschutzfonds soll finanzielle Unterstützung leisten
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Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor

Hitzetage mit über 30 Grad – und das die ganze Woche lang. Ideale Temperaturen für die Badi. Bloss dass es für viele Schülerinnen und Schüler nun nach den Sommerferien statt ins kühle Nass zurück ins von der Sonne aufgeheizte Klassenzimmer geht. Neben Büffeln ist auch Schwitzen angesagt, weil Klimaanlagen in den Schulhäusern fehlen. 

Dass dabei die Temperaturen in den Schulzimmern rasch über 30 Grad steigen, hat Grünen-Nationalrätin Laura Gantenbein (37) noch vor den Sommerferien selber erlebt, als sie als Stellvertreterin an einer Primarschule im Einsatz war.

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«Die Hitzewellen in der Schweiz nehmen aufgrund der Klimaveränderungen an Intensität und Häufigkeit zu», erklärt die Solothurnerin. Kinder und Jugendliche seien von hohen Temperaturen besonders betroffen. «Bereits Temperaturen über 26 Grad in Schulzimmern beeinträchtigen nachweislich Konzentration, Lernleistung und Gesundheit.»

Hitzeschutz-Mindeststandards und Fonds

Trotzdem würden heute schweizweit verbindliche Mindeststandards für den Hitzeschutz an Schulen fehlen. Zahlreiche Schulträger und deren Schulhäuser seien auf die neuen klimatischen Bedingungen nicht vorbereitet, kritisiert sie. Der Bundesrat soll daher nationale Hitzeschutz-Mindeststandards für Schulen und vorschulische Kinderbetreuung verbindlich festlegen. Das fordert sie in einer Motion, die sie in der Herbstsession einreichen will. 

Doch dieser Umbau kostet. Gerade kleinere oder finanzschwächere Gemeinden stelle dies vor grosse finanzielle Herausforderungen, ist sich Gantenbein bewusst. Daher fordert sie mit einem zweiten Vorstoss die Schaffung eines nationalen Hitzeschutzfonds für Schulen. «Der Fonds soll Kantone und Gemeinden finanziell dabei unterstützen, sowohl Mindeststandards zum Hitzeschutz an Schulen zu erfüllen als auch Schulgebäude an die zunehmende Hitzebelastung anzupassen», erklärt sie.

Von Begrünung bis zu Kühlsystemen

So könnten beispielsweise auch für Begrünungs- und Entsiegelungsmassnahmen auf Schularealen Gelder fliessen. Ebenso für bauliche Massnahmen zur Beschattung oder zur sicheren Nachtauskühlung. Den Einbau energieeffizienter Kühlsysteme, «wenn passive Massnahmen nachweislich nicht ausreichen», nennt die Grünen-Politikerin als weitere Möglichkeit. Bis hin zur energetischen Sanierung bestehender Schulgebäude unter besonderer Berücksichtigung des sommerlichen Wärmeschutzes.

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Obwohl die Volksschule Sache der Kantone ist, ist für Gantenbein klar: «Der Bund hat ein erhebliches Interesse daran, Gesundheit, Chancengleichheit und sichere Lernbedingungen in der ganzen Schweiz zu gewährleisten, unabhängig von der Finanzkraft einer Gemeinde.»

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