Darum gehts
- Reality-Star Ariel (22) zeigt in «Reality-Queens» ihre verletzliche Seite
- Die Baslerin berichtet von schwerer Kindheit und emotionalen Trennungen der Eltern
- Mitkandidatinnen gerührt: 12 Promis kämpfen gemeinsam im kolumbianischen Urwald
Und schon wieder sitzt der Schweizer Reality-Star Ariel (22) im Dschungel fest; nur diesmal nicht in Australien. Für das RTL-Format «Reality-Queens» zieht sie gemeinsam mit insgesamt zwölf anderen Reality-Promis durch den kolumbianischen Urwald.
Aus dem «Dschungelcamp» kennt man Ariel als streitlustige Persönlichkeit mit scheinbar ziemlich dickem Fell. Doch in der achten Folge «Reality Queens» zeigt sich die 22-Jährige plötzlich von ihrer verletzlichen Seite. Sie gewährt tiefe Einblicke in ihre schwere Kindheit und rührt ihre Mitkandidatinnen mit ihrer Offenheit zu Tränen.
«Ich habe als Kind gelernt, keine Emotionen zu zeigen»
Ariel erklärt, dass sie als Kind lernen musste, ihre Gefühle zu verbergen. «Ich war die älteste Schwester. Ich musste immer alles handhaben und habe auch nie Emotionen gezeigt.» Seit sie selbst Mutter einer kleinen Tochter ist, falle ihr das leichter. «Aber davor habe ich nie Emotionen gezeigt. Und das habe ich vielleicht dadurch, dass sich meine Eltern getrennt haben, als ich zwölf war.» Mit diesem Geständnis erweckt Ariel tiefes Mitgefühl bei Jenny Elvers (53), Michelle Daniaux und Cecilia Asoro (30), die mit ihr zusammen am Tisch sitzen.
«Ich kam nicht damit klar, dass sie sich getrennt haben. Ich war so wütend.» Sie habe daraufhin bei ihrer Mutter gewohnt. «Dann hatte sie einen neuen Mann.» Als Ariel diesen nicht akzeptierte, stellte ihr die Mutter ein Ultimatum: «Sie hat gesagt, ich muss den akzeptieren, sonst muss ich gehen. Dann bin ich gegangen.» Im nächsten Moment versagt ihr die Stimme. Ariel versucht, ihre Tränen zu unterdrücken. Besonders Jenny Elvers, die selbst einen Sohn hat, ist entsetzt über das Verhalten von Ariels Mutter: «Ich stell doch keinen Mann über mein Kind! Mein Kind ist immer an erster Stelle.»
Ariel musste in ein Mädchenheim
Ariel erzählt weiter, dass sie daraufhin in ein Mädchenheim kam. «Und da kann man nicht anders als stark sein. Sonst bist du das Opfer.» Im nächsten Moment schildert sie eines der wohl einschneidendsten Erlebnisse ihrer Kindheit: Einmal sei sie am Wochenende bei ihrer Mutter zu Besuch gewesen, «und mein Kinderzimmer war kein Kinderzimmer mehr. Es war ein Babyzimmer. Dann hat sie gesagt: ‹Ich bin jetzt schwanger.› Von diesem Mann. Und dann war vorbei. Dann hatte ich wirklich mit ihr nichts mehr zu tun.»
Heute hat Ariel wieder Kontakt zu ihrer Mutter. «Seit ich schwanger wurde, probiert sie jetzt, alles, was sie mir nicht gegeben hat, meiner Tochter zu geben. Das macht sie auch schön.» Ariel habe ihr mittlerweile verziehen und sei froh, dass sie ihre Mutter habe. «Aber ich werde es trotzdem nicht vergessen.» Ariels Vater ist vor wenigen Monaten an Krebs gestorben. Über den Verlust sprach sie im Januar im Dschungelcamp.
In einer Einblendung, die offenbar nach dem Gespräch mit den anderen «Reality Queens»-Kandidatinnen aufgezeichnet wurde, erklärt Ariel: «Auch ich bin ein emotionaler Mensch.» Weiter: «Ich kann immer kontern, ich gewinne jede Diskussion. Aber auch mich macht das innerlich manchmal fertig, auch ich habe ein Herz, sogar ein sehr grosses und ein sehr sensibles. Und das vergessen viele.»