Macht sich der Stellenabbau bemerkbar?
So viel Verlust verzeichnet die SRG

Die SRG verbucht für 2025 bei einem Betriebsertrag von 1,56 Milliarden Franken einen Verlust von 2,9 Millionen Franken. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor. Grund sind sinkende Einnahmen und Restrukturierungskosten durch das Transformationsprojekt Enavant.
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Die SRG um Direktorin Susanne Wille hat ein schwieriges Jahr hinter sich.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die SRG verzeichnete 2025 einen Verlust von 2,9 Millionen CHF
  • 81 Prozent der Schweizer nutzten wöchentlich SRG-Angebote, trotz Rückgang
  • Senkung der Haushaltsabgabe auf 312 CHF ab 2027 beschlossen
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Die SRG hat das Jahr 2025 mit einem Verlust von 2,9 Millionen Franken abgeschlossen. Trotz eines Betriebsertrags von 1,56 Milliarden Franken konnte die SRG die roten Zahlen nicht vermeiden. Hauptgründe waren sinkende Einnahmen aus der Medienabgabe (minus 33,4 Millionen Franken) und rückläufige Werbeerträge (minus 4,1 Millionen Franken). Zugleich stieg der Betriebsaufwand um 11,4 Millionen Franken, vor allem wegen Rückstellungen für die laufende Transformation «Enavant». Diese sollen unter anderem den Abbau von 248 Vollzeitstellen bis 2029 absichern. Trotzdem wurden die effektiven Gehaltskosten 2025 um 15,6 Millionen Franken gesenkt.

Trotz der finanziellen Herausforderungen bleibt die Nutzung der SRG-Angebote stabil. 81 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren griffen mindestens einmal pro Woche auf Inhalte der SRG zu – sei es über Radio, TV, Websites, Apps oder Social Media. «Wir erreichen weiterhin alle Regionen und Sprachen, auch die junge Zielgruppe», heisst es in einer Medienmitteilung am Mittwochmorgen. Ein Highlight sei die UEFA Women's EURO 2025 in der Schweiz gewesen: Im Schnitt verfolgten 965'000 Zuschauer die Spiele der Schweizer Nati, was einem Marktanteil von 59,1 Prozent entsprach. Die Lauberhornabfahrt setzte noch einen obendrauf, mit 1,2 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 77,5 Prozent.

SRG bereitet sich auf Gebührensenkung vor

Die Transformation «Enavant» prägte das vergangene Jahr entscheidend. Mit neuen Strukturen und Prozessen wolle sich die SRG auf die Bedürfnisse des Publikums und die Herausforderungen eines zunehmend digitalen Medienkonsums ausrichten, heisst es. Gleichzeitig bereitet sich das Unternehmen auf die vom Bundesrat beschlossene Reduktion der Haushaltsabgabe vor, die ab 2027 von 335 auf 312 Franken gesenkt wird. Eine weitere Senkung auf 300 Franken ist für 2029 geplant.

Die SRG konnte den Rückgang der Medienabgabe durch höhere Programmerträge (plus 7 Millionen Franken) und zusätzliche Sponsoringeinnahmen, etwa durch den Eurovision Song Contest (ESC) in Basel, teilweise kompensieren. Auch ein Immobilienverkauf trug über 10 Millionen Franken zum Ergebnis bei. Insgesamt stieg der kommerzielle Ertrag um 3,1 Millionen Franken, während der übrige Betriebsertrag um 26,8 Millionen Franken zulegte.

Gutes 2026 – dank Olympia und WM?

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Güter beliefen sich auf 105,3 Millionen Franken –5,9 Millionen mehr als 2024. Dazu gehören der neue RTS-Standort auf dem EPFL-Campus in Ecublens und der Umbau des RSI-Standorts in Comano, die laut Medienmitteilung planmässig voranschreiten. Die Umstrukturierung des Immobilienportfolios, wie etwa der Verkauf der RSI-Liegenschaft in Lugano-Besso, soll langfristig Kosten senken und die Effizienz steigern.

Für 2026 erwartee die SRG stabile Einnahmen aus der Medienabgabe. Zudem könnten die Olympischen Winterspiele und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft für zusätzliche Werbe- und Sponsoreneinnahmen sorgen. «Unser Ziel ist es, den Service public auch in einem schwierigen Marktumfeld auf hohem Niveau zu gewährleisten», so die SRG. Im Fokus steht die konsequente Umsetzung der Transformation «Enavant», um den Service public zukunftssicher und kosteneffizient zu gestalten. Der Geschäftsbericht 2025 erscheint Ende April 2026. 

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