Darum gehts
- SRG-Chefin Susanne Wille verdient mit 518’000 CHF mehr als ein Bundesrat
- SRG verteidigt das Gehalt mit der Komplexität und Verantwortung der Aufgabe
- SRF-Direktorin Wappler verlässt das Unternehmen im April 2026 ohne Abfindung
Der hohe Lohn von SRG-Generaldirektorin Susanne Wille (51) sorgt für Diskussionen. Kritiker stören sich daran, dass sie mit jährlich 518’000 Franken mehr als ein Bundesrat verdient. SRG-Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina (62) verteidigt hingegen das hohe Salär.
«Susanne Willes Entlöhnung ist angesichts der Komplexität der Aufgabe, des Umfangs der Verantwortung und der Grösse des viersprachigen Unternehmens angemessen. Die Entschädigung liegt tiefer als in vergleichbaren Positionen anderer Service-public-Unternehmen», teilt ein SRG-Sprecher mit.
Wer wird Wapplers Nachfolge?
Unklar ist nach wie vor, wann SRF die Nachfolge von Direktorin Nathalie Wappler (58) bekannt gibt. Laut Informationen von Blick steht diese bereits fest – sie soll aber erst nach der Abstimmung vom 8. März kommuniziert werden. Wappler verlässt SRF Ende April 2026. SRF betont, Wappler erhalte keine Abgangsentschädigung: Sie verlasse das Unternehmen im Rahmen einer ordentlichen Kündigung.
In Deutschland übernimmt die frühere SRF-Direktorin ein Teilzeitmandat im Medienrat des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Mitglieder erhalten 2300 Euro im Monat, für Vorsitzende sind 3500 Euro, für Stellvertretungen 2900 Euro vorgesehen. Wappler lässt offen, ob sie als Vorsitzende kandidieren will. Je nach Funktion könnte sie für das Teilzeitpensum zwischen 27'600 und 42'000 Euro kassieren.