Darum gehts
- Julia Meck erhält Morddrohungen nach Gewaltvorwürfen gegen ihren Ex Jean Pierre Kraemer
- Fans geben Meck die Schuld an Kraemers Karriereende und belästigen sie online
- Meck erstattete Anzeige, will Gerechtigkeit und Betroffenen Mut machen
Dass Julia Meck (25) von ihrem Ehepartner Jean Pierre Kraemer misshandelt wurde, was sogar auf Video festgehalten wurde, reicht offenbar noch nicht. Nachdem der 45-jährige Youtube-Star in einem Video unter Tränen seine Taten bestätigt und das Ende seiner Karriere bekannt gibt, geht das Leiden für sein Opfer weiter.
Dafür, dass Kraemer sein Firmen-Imperium schliessen will und auch keine Videos mehr veröffentlichen werde, geben treue Anhänger des Tuner-Promis ihr die Schuld. «JP hätte dich lieber direkt kalt gemacht», heisst es in einer Nachricht an die 25-Jährige. «Nur wegen deinem Ego gibts keine Videos mehr», schreibt er. Er hoffe auch, dass das für sie «noch ein physisches Nachspiel» haben werde, wie «Bild» schreibt.
Terror und Todeswünsche
Dass sie Nachrichten bekommt, in denen ihr geraten wird, nur noch zu Hause zu bleiben, «sonst weisst du, was mit dir passieren wird. Tod, glaub mir», macht sie fassungslos. Gegenüber «Bild» sagte Meck: «Dass einige Internet-Rambos sich die Fakten zurechtbiegen, ist eine Sache, aber Todesdrohungen erreichen mich, und dagegen setze ich mich zur Wehr.» Allgemein verfolge sie die sozialen Medien aber im Moment ohnehin so wenig wie möglich.
Die Fans des gelernten Automobilkaufmanns geben dem Prügel-Opfer die Schuld für dessen Rückzug, den er kürzlich öffentlich machte. Sie habe eine ganze Ära zerstört, sie sei geldgeil, dass man ihr nur das Schlechteste wünsche und vieles mehr muss Meck nun täglich lesen.
Anzeige gegen Noch-Ehemann eingereicht
Gemäss Informationen der deutschen Zeitung hat die Frau unterdessen Anzeige bei der Polizei erstattet. Meck lässt sich nicht einschüchtern. Sie will für Gerechtigkeit kämpfen und Frauen, die Ähnliches erleben, Mut machen.
«Natürlich habe ich Angst. Aber ich bin tapfer und ich weiss, dass viele Menschen mich in dieser schwierigen Zeit unterstützen», sagt sie.
Parallelen zu Vorwürfen gegen Schauspieler
Dass Opfer von sexualisierter Gewalt nach Bekanntwerden ebendieser oft weiter attackiert und zum Feindbild gemacht werden, ist nichts Neues. Auch Schauspielerin Collien Fernandes (44) bekam Hassnachrichten und mehr.
Nachdem Fernandes schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen öffentlich gemacht hat, traf sie die Reaktion derer, die sich mit ihrem Ex-Mann solidarisieren, knallhart. Im März hatte sie angekündigt, sich bei einer Demonstration gegen virtuelle Gewalt an Frauen starkzumachen.
Morddrohungen und Auftritt in schusssicherer Weste
Auf Instagram erklärte sie kurz darauf: «Eigentlich plante ich, dort hinzugehen, dort zu sprechen. Mittlerweile gibt es aber ernsthafte Sicherheitsbedenken, aufgrund von Morddrohungen gegen mich», wie Blick berichtete.
In ihrem Post drückt sie ihre Besorgnis aus: «Wie sollen denn Frauen künftig den Mut haben, aufzubegehren, wenn das eure Antwort ist – man so mundtot gemacht wird?» Dazu teilte sie ein Schwarz-Weiss-Foto, auf dem ihr Mund mit Klebeband verschlossen ist.
Schlussendlich trat Fernandes aber trotzdem auf die Demo-Bühne. Personenschutz und schusssichere Weste inklusive und sprach zu den anwesenden Frauen: «Habt den Mut, habt die Kraft rauszugehen und allen zu erzählen, was passiert ist!» Wieder betonte sie, es solle Licht ins Dunkel gebracht werden. Das Schweigen solle beendet werden.