«Virtuelle Vergewaltigung»
Collien Fernandes zeigt Exmann Christian Ulmen an!

Das hat wohl kaum einer kommen sehen. Wie der «Spiegel» zuerst berichtet, hat Schauspielerin Collien Fernandes ihren Exmann, Schauspieler Christian Ulmen, angezeigt. Die Vorwürfe sind schwer.
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Schauspielerin Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe ...
Foto: IMAGO/Panama Pictures
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Laszlo SchneiderTeamlead People-Desk

Schauspielerin Collien Fernandes (44) hat laut eines Berichts des deutschen «Spiegel» Strafanzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) erstattet. Sie wirft ihm vor, ihre Identität in sozialen Netzwerken gestohlen zu haben.

Ulmen soll angeblich in ihrem Namen mit anderen Männern kommuniziert und dabei «erotische Bilder und Videos» von Fernandes verschickt haben, berichtet das Magazin weiter. In einer Nachricht an Ulmen, die dem «Spiegel» vorliegt, schreibt Fernandes: «Du tust so, als sei das hier eine ganz normale Trennung unter zwei Eheleuten. Das ist sie nicht, du hast mich virtuell vergewaltigt.»

Auch psychische Gewalt

Zusätzlich erhebt Fernandes schwere Vorwürfe über die Ehezeit. Sie berichtet von «psychischer und emotionaler Gewalt» und behauptet, Ulmen habe sie mit «Wutausbrüchen und Drohungen» über Jahre eingeschüchtert. Bei Auseinandersetzungen soll er sie teilweise «tätlich angegriffen» haben. Ulmen hat sich zu den Anschuldigungen bisher nicht geäussert.

Bezüglich der erotischen Bilder und Videos habe Fernandes zunächst geglaubt, Unbekannte im Internet seien die Täter. Im November 2024 erstattete sie in Berlin Anzeige gegen unbekannt. Doch laut ihrer Darstellung habe sich der Verdacht geändert – die mutmasslichen Taten könnten aus ihrem nahen Umfeld stammen. Am 25. Dezember 2024 legte Ulmen ihr ein Geständnis ab. «Ich war das, ich habe das getan», soll er gesagt haben.

Ulmen hat «sexuellen Fetisch» entwickelt

Fernandes beschreibt den Moment als traumatisch. «Es war wie bei einer Todesnachricht, ich konnte nicht reden, nicht heulen», zitiert sie der «Spiegel». Die Vorwürfe sind schwerwiegend. Ulmen soll in einer E-Mail an einen Strafverteidiger geschrieben haben, er habe «leider einen sexuellen Fetisch» entwickelt. Über Fakeprofile auf den Namen seiner Frau habe er mit Männern geflirtet, «bis hin zum Sex-Talk».

Ziel sei es gewesen, den Eindruck zu erwecken, die verschickten Videos seien «private Sextapes» von Fernandes. Das Bezirksgericht in Palma de Mallorca untersucht die Vorwürfe seit Ende 2024. Ob Anklage gegen Ulmen erhoben wird, ist noch unklar. Für ihn gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

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