Darum gehts
- Collien Fernandes (44) sprach bei Demo gegen sexualisierte Gewalt in Hamburg
- Trotz Morddrohungen erschien sie mit kugelsicherer Weste und Personenschutz
- 7500 Teilnehmende laut Polizei, unterstützt von Aktivistin Luisa Neubauer (29)
Jetzt also doch: Collien Fernandes (44) erschien an der heutigen Demonstration gegen sexualisierte Gewalt in Hamburg und hielt eine kurze Rede. Eigentlich hatte Fernandes angekündigt, aufgrund von Morddrohungen nicht an der Demonstrationen teilnehmen zu können. Auf Instagram erklärte sie: «Eigentlich plante ich dort hinzugehen, dort zu sprechen. Mittlerweile gibt es aber ernsthafte Sicherheitsbedenken aufgrund von Morddrohungen gegen mich.»
Nun hat sich Fernandes offenbar an der Demo gezeigt – und ein paar Worte an diejenigen gerichtet, die sich vor Ort in Solidarität mit ihr zeigten. «Ich stehe hier mit kugelsicherer Weste und Personenschutz», erklärt Fernandes am frühen Abend auf dem Hamburger Rathausmarkt. Obwohl es in ihrer Situation schwer sei, wollte sie Stärke zeigen und zur Demo kommen. «Ich glaube, dass oft unterschätzt wird, was so was mit einem macht. Was es bedeutet, auf der emotionalen Ebene.»
«Habt die Kraft rauszugehen»
Laut «Bild» fragte sie in die Menge hinein: «Warum müssen sich die Frauen hier hinstellen?» Zu den anwesenden Frauen sagte sie: «Habt den Mut, habt die Kraft rauszugehen und allen zu erzählen, was passiert ist!» Wieder betonte sie, es solle Licht ins Dunkelfeld gebracht werden. Das Schweigen solle beendet werden.
Nach Polizeiangaben waren 7500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zur Demonstration angemeldet. Diese wird unter anderem von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer (29) unterstützt.
Anlass für Demonstration ist die aktuelle Diskussion über digitale Gewalt, die durch die schweren Vorwürfe ausgelöst wurde, die Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) erhoben hat.