Darum gehts
- Jean Pierre Kraemer (45) kündigt auf Youtube seinen Rückzug an
- Er korrigiert Aussagen über den Tod seiner Mutter und entschuldigt sich
- Fotos werfen Zweifel an seiner Biografie «Angstgetrieben» auf
Am Dienstag lud der wegen Gewalttätigkeiten gegenüber seiner Ehefrau Julia Meck gefallene Auto-Tuner und Unternehmer Jean Pierre Kraemer (45) auf Youtube ein Video hoch, in dem er seinen beruflichen und privaten Rückzug ankündigte. «Ich denke, das wird das letzte Video sein, das ich aufnehmen werde», begann sein Statement. Doch nur wenige Stunden später meldete er sich mit einer Story auf Instagram, weil es noch eine Sache gebe, die er sagen müsse.
«Und zwar habe ich nach sehr langer Zeit mal wieder Kontakt gehabt mit meiner Schwester, worüber ich sehr dankbar bin. Und ich muss mich bei ihr, ganz besonders bei ihr, auch wirklich entschuldigen», so Kraemer. Der Grund für die Entschuldigung? «Meine Aussage, dass meine Mutter Selbstmord gemacht hat, ist falsch. Sie ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Und das war falsch von mir, das zu sagen.»
Weshalb er in seiner Biografie «Angstgetrieben» von einem freiwilligen Ausscheiden aus dem Leben berichtet hatte, dazu lieferte er keine Erklärung. Dafür erfuhren die Zuschauenden, dass sein Buch offenbar weitere Unstimmigkeiten enthalte. So seien gewisse Dinge, die in seiner Kindheit geschehen waren, im Buch «auf jeden Fall stärker dargestellt, als sie eigentlich passiert sind». Auch dafür wolle er sich entschuldigen, insbesondere bei seiner Schwester. «Das war nicht richtig. Jutta, bitte verzeih mir das.»
Einsamkeit statt Liebe in der Kindheit
In seiner Biografie schrieb Kraemer, dass seine Mutter 2012 ihr Auto auf ein Zuggleis stellte mit der Absicht, sich das Leben zu nehmen. Dem war laut seinem neuesten Instagram-Beitrag aber offenbar nicht so. Ihr Tod habe ihn allerdings nicht gross getroffen, da sie für ihn bereits zuvor schon gestorben gewesen sei.
Kraemer, der gemäss seinem Buch aus einer Affäre einer Deutschen und eines Bahamesen stammt, habe eigenen Angaben zufolge keine schöne Kindheit gehabt. Sie sei von fehlender Liebe, Armut und Einsamkeit geprägt gewesen.
Fotos werfen Zweifel auf
Nach seiner neuesten Enthüllung ging die «Bild»-Zeitung anhand ihr zugespielter Fotos aus Kraemers Kindertagen dem Wahrheitsgehalt seines Buches auf den Grund und fand mehrere Ungereimtheiten. So berichtet Kraemer in «Angstgetrieben», nie Weihnachten gefeiert und keine Geschenke erhalten zu haben. Diese Feiertage möge er bis heute nicht.
Der Zeitung liegen allerdings Fotos vor, die den kleinen Jean Pierre breit grinsend vor einem geschmückten Weihnachtsbaum zeigen. Auch habe er – abgesehen von einmaligen Skiferien und den Besuchen auf den Bahamas – nie Ferien gemacht. Dies stellt «Bild» mit einem Foto aus dem Disneyland infrage.