Darum gehts
- Diese Lebensmittel gehören nicht auf den Grill: Salat, magerer Fisch, Speck.
- Gefrorenes und zuckerreiches Grillgut verbrennt schnell oder bleibt innen roh.
- PAK können durch tropfendes Fett entstehen, potenziell krebserregend laut Experten.
Sobald die Temperaturen steigen, wird in der Schweiz wieder fleissig grilliert. Neben Klassikern wie Würsten, Steaks und Gemüse landet dabei so manches Experiment auf dem Rost. Doch nicht jedes Lebensmittel eignet sich für die grosse Hitze. Die einen werden ungeniessbar, andere garen nicht richtig oder werden richtig ungesund.
Diese zehn Lebensmittel solltest du beim nächsten Grillabend besser in der Küche lassen:
Salatblätter
Für viele von uns wohl selbstverständlich, aber dass es an dieser Stelle noch mal deutlich gesagt wird: Kopfsalat, Eisbergsalat oder Nüsslisalat haben auf dem Grill nichts verloren. Die zarten Blätter verlieren innerhalb weniger Sekunden ihre Struktur, werden matschig und schmecken oft bitter. Auch die Farbe lässt nach wenigen Grillmomenten zu wünschen übrig. Eine Ausnahme bilden feste Sorten wie Romanasalat, die kurz angegrillt werden können.
Magerer Fisch
Kabeljau, Scholle oder Seezunge zerfallen auf dem Rost oft schon beim ersten Wenden. Das Ergebnis: Fischstücke kleben am Grill fest und fallen durch die Gitterstäbe. Besser eignen sich feste Fischsorten wie Lachs oder Thunfisch, diese (oder den Grillrost selber) sollte man vor dem Grillieren unbedingt mit Öl einpinseln.
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Sehr magere Fleischstücke
Da hilft selbst die beste Marinade nichts: Pouletbrust ohne Haut oder extrem magere Rindfleischstücke trocknen auf dem Grill schnell aus. Die hohe Hitze entzieht dem Fleisch Feuchtigkeit, wodurch es zäh und geschmacklos werden kann.
Weichkäse
Brie, Camembert oder Mozzarella schmelzen auf dem Grill oft schneller, als sie gar werden. Im schlimmsten Fall tropft der Käse direkt in die Glut. Wer Käse grillieren möchte, greift besser zu Halloumi oder grillfesten Käsevarianten. Auch diese sollten vor dem Besuch auf dem Rost am besten ein wenig mit Öl bepinselt werden.
Speckstreifen
Knuspriger Speck klingt verlockend. Doch das Fett tropft in die Glut und kann Stichflammen verursachen. Dabei entstehen Rauch und potenziell gesundheitsschädliche Stoffe, die sich auf dem Grillgut ablagern können.
Tiefgekühlte Lebensmittel
Gefrorenes Fleisch, Gemüse oder Fisch gehören nicht direkt auf den Grill. Die Oberfläche verbrennt dann häufig, während das Innere noch kalt bleibt. Zudem tritt viel Wasser aus, was die Kruste verhindert und das Aroma beeinträchtigt.
Gurken
Gurken bestehen zu rund 95 Prozent aus Wasser. Auf dem Grill verlieren sie rasch ihre Konsistenz, werden weich und entwickeln kaum Röstaromen. Geschmacklich lohnt sich das Experiment also meist gar nicht. Tipp: versuchs lieber mal mit Wassermelonen: Man muss die Melonenstücke (noch) nicht würzen, sondern kann sie einfach so für etwa 2 Minuten auf den Grill legen.
Rohe Kartoffeln
Kartoffeln benötigen deutlich länger als die meisten Grillgerichte. Wer rohe Kartoffelscheiben direkt auf den Rost legt, riskiert verbrannte Aussenseiten und einen harten Kern. Besser: vorher vorkochen und dann in Alufolie verpackt auf dem Grill rösten.
Brot mit viel Zucker
Süsses Brioche, Hefezopf oder andere zuckerreiche Brote verbrennen auf dem Grill besonders schnell. Der Zucker karamellisiert zunächst, wird dann aber rasch schwarz und bitter. Im schlimmsten Fall fängts an zu brennen.
Verarbeitete Wurstwaren
Wienerli oder andere stark verarbeitete Würste können bei sehr hoher Hitze aufplatzen. Ausserdem empfehlen Fachleute, verarbeitetes Fleisch generell nur in Massen zu konsumieren. Die Weltgesundheitsorganisation stuft regelmässigen Konsum als gesundheitlich problematisch ein.
Diese Fehler können gesundheitsschädlich sein
Nicht nur das Lebensmittel selbst kann zum Problem werden. Besonders kritisch wird es, wenn Fett oder Marinade in die Glut tropfen. Dabei können sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen. Einige dieser Stoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
Stark verkohlte Stellen sollten vor dem Essen entfernt werden. Je dunkler und verbrannter das Grillgut ist, desto mehr unerwünschte Stoffe können entstehen, diese sollte man lieber nicht zu sich nehmen.
So grillierst du sicherer ...
- Tiefgekühlte Lebensmittel immer vollständig auftauen.
- Fettiges Grillgut indirekt grillieren.
- Aluschalen oder Grillplatten verwenden, damit kein Fett in die Glut tropft.
- Verkohlte Stellen grosszügig abschneiden.
- Fleisch und Fisch vollständig durchgaren.
- Gemüse, Halloumi und festes Obst als Grill-Alternative ausprobieren.
...und leckerer
Fast alles lässt sich irgendwie auf den Grill legen – aber deswegen sollte trotzdem nicht alles dort landen. Wer die falschen Lebensmittel grilliert, riskiert matschige Konsistenzen, verbrannte Aromen oder sogar gesundheitliche Nachteile. Mit der richtigen Auswahl wird der Grillabend nicht nur leckerer, sondern auch sicherer.